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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RAGE, JADED HEART, SEVEN
Ort Andernach, JUZ
Datum 13.03.2010
Autor Thorsten Dietrich & Thorsten Ritter
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Rage kamen mal wieder nach Andernach und der Laden war mit circa 450 Besuchern gut gefllt. Als erstes mussten die Tschechen Seven auf die Bhne, von denen ich noch nie gehrt habe und die am Eingang eine Metalzeitschrift in ihrer Sprache mit einer Promo EP ihrer Musik verteilten. Coole Geste, bei der leider nur das Heft unlesbar war. Die Mannen boten eine solide Leistung, aber recht unspektakulre Musik die ich als normalen Heavy / Power Metal bezeichnen wrde. Nette Hintergrundbeschallung mit ordentlichem Snger und genau richtig fr die Rolle des Openers mit 30 Minuten Spielzeit. (Thorsten Dietrich)

Seven

Setlist SEVEN:

  • Forbidden Island
  • Following You
  • Midnight Circus
  • Ira
  • The Whales Sing
  • The Magnificent Seven
  • Superbia
  • Lost Hero

Nach kurzem Umbau waren gegen 20.47 Uhr dann JADED HEART am Start. Eigentlich sollten sie bereits vergangenes Jahr Teil der PRIMAL FEAR/ BRAINSTORM-Tour sein, doch aufgrund von Unstimmigkeiten waren sie bei den Deutschland-Gigs nicht mehr mit von der Partie, so dass ich heute Abend meine erste Begegnung mit dieser "zusammengewrfelten" Multi-Kulti-Truppe hatte. Zwar war mir der Name im Vorfeld gelufig, aber trotz bereits 10 verffentlichter Alben hatte ich bisher noch keine Note der Band gehrt. Egal, berraschen lassen war angesagt. Jaded Heart Jaded Heart Die Truppe ging jedenfalls sehr viel straighter und weit weniger verspielt als die Tschechen von SEVEN zu Werk und rockte gut los. Als Blickfang und Aktivposten stach direkt Snger Johan Fahlberg ins Auge. Mit seinem UNLEASHED-T-Shirt und seinen vielen Tattoos wirkte er zwar ein wenig deplaziert fr eine Hard Rock-Combo, doch dafr versprhte er jede Menge Charme und wurde nicht mde, dass doch weitestgehend reservierte Publikum immer wieder zu animieren und anzufeuern. Er poste ohne Ende und wusste den Raum der Bhne zu nutzen, da sich seine Kollegen eher auf Ihre Instrumente konzentrierten. Nichtsdestotrotz hatten Alle sichtlich Spa auf der Bhne, welcher in der Aussage von Johan (Bier macht Spa im Hals) sowie der Torte-ins-Gesicht von Bassist Michael Mller, der heute Geburtstag hatte, gipfelte. Musikalisch prsentierte man einen Querschnitt der letzten drei Alben und ignorierte somit konsequent die ra des ehemaligen Fronters Michael Bormann. Nun gut, zumindest meine Freundin fand die Band mehr als nur nett und das lag sicher nicht nur an der hnenhaften Erscheinung des Sngers. Nach knapp 50 Minuten und einer soliden Performance konnte man dem Quintett jedenfalls attestieren, dass sie sich mehr als nur achtbar aus der Affre gezogen hatten. Ich werde mich in nchster Zeit jedenfalls mal mit der ein oder anderen Scheibe der Jungs beschftigen.

Setlist JADED HEART:

  • Love Is A Killer
  • Fly Away
  • Justice Is Deserved
  • Intro / Somewhere
  • Rising
  • Intro / Going Under
  • Blood Stained Lies
  • Hero
  • Freedom Call

Nach einer schier endlos langen, knapp 40 mintigen (!!!) Umbaupause war dann endlich die Zeit fr RAGE gekommen und das Trio enterte unter einem lauten Knall gegen 22.15 Uhr die Bhne, vor der es bereits merklich voller geworden war. Rage Rage Mit den ersten drei Songs der aktuellen Scheibe "Strings To A Web" erwischten die Jungs um Bandleader Peter "Peavy" Wagner einen fulminanten Start bei einem druckvollen und klaren Sound. Ich war jedenfalls begeistert, denn im Gegensatz zum Vorgnger-Album "Carved In Stone" gehen die neuen Songs meiner Meinung nach wieder ein wenig "back tot he roots", da der Hrtegrad zugenommen hat und die orchestralen Elemente weit weniger im Vordergrund stehen. Es rockte daher wie Hlle und schon nach kurzem fhlte man sich wie in einer finnischen Mnnersauna, so warm war es in den vorderen Reihen. Die anschlieende Ankndigung von Peavy, diesmal auf ein Best-of-Set zu verzichten und die neue CD in den Vordergrund zu stellen, stie dann aber sicherlich auf geteilte Meinung. Ich fand die Idee jedenfalls super und freute mich insgeheim auf ein paar Klassiker neueren Datums.
Mit "The Beggar's Last Dime" folgte dann die 4. Nummer der jngsten Verffentlichung bevor es mit "Drop Dead!" erstmals eine kleine Auflockerung gab. Im Anschluss folgte - wie ich finde - ganz groes Kino und mit der kompletten "Empty Hollow"-Suite der Hhepunkt von "Strings To A Web" und dem heutigen Konzert. Zwar kamen die Klassik-Instrumentierungen vom Band, aber was Gitarrist Victor Smolski hier vom Stapel lie, war der schiere Wahnsinn. Seine Virtuositt braucht sich hinter der eines John Petruccis (DREAM THEATER) nicht zu verstecken, zumal er deutlich mehr Bhnenprsenz zeigte und agil wie lange nicht mehr wirkte. Auerdem verzichtet er auf berflssiges Solo-Gefrickel, was ich als weiteres Plus ansah. Rage Rage berhaupt kam die Performance der Band deutlich berzeugender rber, als noch letztes Jahr beim Anniversary-Gig in Oberhausen. Nach kurzer Vorstellung des Trios und dem letzten aktuellen Song, war es Zeit fr ein wenig Nostalgie, bei der es dann im Publikum kein Halten mehr gab und einige Fans zu einem Moshpit werden lie. So beendeten die Hits neueren Datum "Straight To Hell", "Higher Than The Sky" und "War Of Worlds" einen fr mich gelungenen, aber leider viel zu kurzen, regulren Set. 75 Minuten waren eindeutig zu wenig, denn ich kann mich an deutlich lngere Sets des sympathischen Trios erinnern. Glcklicherweise kam die Band aber fr 2 Zugaben nochmals zurck in die Sauna, bevor endgltig Schicht im Schacht war. Ich htte zwar gerne noch den ein oder anderen Song gehrt - beispielsweise "All I Want", "Soundchaser" oder "Turn My World Around" - und muss gestehen, dass ich vielleicht doch ganz gern den ein oder anderen Oldie gehrt htte, aber der kommt sicher beim nchsten Konzert wieder in die Setlist. Daher Daumen hoch fr RAGE und hoffentlich weitere coole Gigs, welche dann hoffentlich auch wieder in der Nhe des Rhein-Main-Gebiets stattfinden. (Thorsten Ritter)

Setlist RAGE:

  • The Edge Of Darkness
  • Hunter & Prey
  • Into The Light
  • The Beggar's Last Dime
  • Drop Dead!
  • Empty Hollow
  • Saviour of The Dead
  • Straight To Hell
  • Higher Than The Sky
  • War Of Worlds
  • Zugaben:
  • Set This World On Fire
  • Down

Bilder: Dietmar Schfer



Seven Seven Seven Jaded Heart Jaded Heart Jaded Heart Jaded Heart Jaded Heart Rage Rage Rage Rage Rage Rage









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