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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HEADBANGER'S NIGHT 7
Ort Konken, Festhalle
Datum 20.03.2010
Autor Thorsten Dietrich
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Der Metalclub Metalheads Remigiusland lud zum siebten Male zum kleinen Hallenfestival, wir schafften es zum sechsten Mal dorthin und hatten wie immer Spa, wenn nicht noch mehr als sonst! 2010 musste der eingetragene Verein, der den Erls diesmal einem Kindergarten spendete auf eine neue Halle ausweichen, da die alte wohl jedes Jahr teurer wurde und allgemein mehr Forderungen gestellt wurden. Glck fr uns, da Konken eine Ausfahrt weniger zu fahren und auch nher an der Autobahn war. Die Halle war mit 300 Zuschauern solide gefllt, Bierpreise von 2 Euro bei 0,4 Liter und gnstige Brezel-und Brtchenpreise lieen wie immer nichts zu wnschen brig, die Stimmung war friedlich und alles sauber. Aufgrund von Trdelei und Regen verpassten wir leider die erste Band Disposable Heroes, welche vom Namen nach Metallica klangen und vom Aussehen an Metalcore erinnerten. Laut Ohren-und Augenzeugen war alles solide gespielt vom lokalen Opener. Dieser Eindruck besttigten mir die Songs der Myspace Seite, auf der ich eine Mischung aus Thrash und Metalcore zu hren bekam.

Torian Torian

Als die Paderborner von Torian auf der schn breiten und auch nach hinten gerumigen Bhne anfingen ihren Power Metal zu spielen, erkannte ich das einzige Problem aus meiner Sicht. Die Lightshow war, um es nett auszudrcken recht drftig und auch die unvorteilhaft vor der Bhne aufgestellten Strahler machten das nicht besser. Der Lichtmann der frheren Jahre war dazu noch verhindert, schade. Torian gibt es seit 2003, man nahm zwei Alben auf und prsentierte sich als Quintett. Whrend die Langholzfraktion eher unauffllig-solide agierte und brav die Matten schttelte, war der lange Frontmann Marc Hohlweck immer in Bewegung, animierte das Publikum und bangte sein lockiges Vogelnest gerne und oft. Dabei sang er auch nicht schlecht und konnte den angethrashten Power Metal gut rber bringen. Soviel Biss und Bewegung htte ich mir von allen gewnscht, doch schlecht war der Gig nicht! Das Publikum applaudierte, grlte recht laut mit und nach 45 Minuten hatte die Band auch mich berzeugt, dass in Zukunft mit den Niedersachsen zu rechnen ist.

Setlist Torian

  • Headless Redeemers
  • Flame of Mourning
  • Stormbringer
  • Dragonfire
  • Torian
  • Eternal Dreamless Sleep/Souls of Fire-Medley

Nun kamen die Sauerlnder Orden Ogan, welche ich noch nie live zu Gesicht bekam, aber schon seit dem ersten Album, der Eigenproduktion gut fand. Jetzt ist Album Nummer drei "Easton Hope" auf dem Markt, bei dem die Band jede Menge euphorischer Kritiken bekam und das nicht nur von uns! Orden Ogan Orden Ogan Das Quintett kam in ganz in schwarz und punktete von Anfang an mit Frontmann Seeb, der es mit frechen Sprchen schaffte, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Kostprobe gefllig? Da die Band mit ihrem Melodic Metal Sound wohl oft zu den weichen Bands in Billings von Festivals gehrt, hat er ein Mitgrlspiel entwickelt. Sobald er "Hallo Publikum!" sagt, muss dieses "Fuck You, Pussy"! grlen, was es auch frhlich tat. Orden Ogan wurden wohlwollend aufgenommen, waren in Bewegung, lieen die Matten kreisen und hatten in Sachen Gesang auch eine sichere Bank. Live waren die Songs sicherlich auch roher als auf der CD. Zu sicher waren mir und einige Besuchern ("Ey do kommt ja lles vom Band!") die Chre, welche der schmchtige und jung aussehende Keyboarder abrufen musste. Das muss nicht sein, auch bei Blind Guardian grlen die anderen Bandmitglieder mit und wenn schon Chre vom Band, dann etwas geschickter einbauen wie z.B. die Jungs von Powerwolf 2008/09 auf selbem Fest. Dabei ist ja klar, dass nicht alles live reproduzierbar ist. Das Livefeeling ist einfach grer wenn viele mitmachen und Backings singen. Ansonsten hat die Band einen gelungenen Auftritt hingelegt, welcher auch in Sachen Songauswahl gefiel, nicht nur weil die Running Wild Hommage "We Are Pirates" am Ende des Sets gezockt wurde! Wenn die Combo das nchste Mal auch Shirts fr Frauen am Start hat und zusammen mehr in die Mikros rhrt, ist alles in Butter.

Setlist Orden Ogan

  • To New Shores Of Sadness
  • Reality Lost
  • Farewell
  • The Mystic Symphony
  • Something Pretending
  • The Lords Of The Flies
  • All These Dark Years
  • Welcome Liberty
  • We Are Pirates
  • Angels War

Nun waren die Schwaben-Metaller von Sacred Steel dran und mit ihren eigenen Aufstellern mit dem Axtmotiv sah die tiefe Bhne auch nicht mehr so leer aus. Die Band um Frontmann Gerrit P. Mutz hatte mit "Carnage Victory" eine saugeile Scheibe in der Hinterhand, die auch ordentlich, aber nicht berschwnglich zum Zuge kam. Sacred Steel Sacred Steel Ich denke aufgrund der Headlinerposition auf einem Festival wollte die Band mal eine richtige Best Of Show reien und bercksichtige Songs aus allen Bandphasen, was unten stehende Setlist auch besttigt. Mit Energie, lockeren Ansagen und viel Enthusiasmus schlug sich die fnfkpfige Band durch den Set, wobei mir Gitarrist Jonas Khalil auffiel, welcher mit Kurzhaarfrisur sehr jung aussah, was er aber wahrscheinlich auch ist. Nur auf den alten Bandfotos sah der samt Matte total anders aus. Sacred Steel hatten gengend Bewegung, einen Snger der sich locker durch hohe und tiefe Passagen bewegte, aber mit teilweise seltsamen Ansagen und Zwischenspielen verwirrte. Vielleicht irritierte ihn auch das Publikum im hinteren Drittel, was etwas wirkte, als wre egal wer heute spielt. War es ein Gag oder Ernst als er sein Handy raus nahm um seinem kleinen Sohn Gute Nacht zu sagen? Egal, "Papi muss arbeiten" war ein guter Spruch. Shirtpreise um die 12 Euro und coole Motive sprachen auch eine deutliche Sprache und machte diese Band zustzlich sympathisch. So sollte es sein !

Setlist Sacred Steel

  • Metal Is War
  • Battle Angel
  • Dark Forces
  • Carnage Victory
  • Slaughter Prophecy
  • Carnage Rules The Fields Of Death
  • Hammer Of Destuction
  • Broken Rites
  • Open Wide The Gates
  • Lust For Blood
  • Denial Of Judas
  • Sacred Blood Steel
  • Heavy Metal To The End
  • Blood On My Steel
  • Maniacs Of Steel
  • Wargods Of Steel

Nach Sacred Steel kam eine berraschung in Form einer Ramones Covertruppe namens Mondo Bizarro. Ich rechnete nicht mit viel Andrang, da die Leute in der gerumigen Halle den ganzen Abend auch gerne mal vom Bierstand und den Sitzgelegenheiten die Bands schauten. Doch jetzt war es so, dass circa 100 Leute vor der Bhne den solide aufspielenden Musikern die Hlle hei machten und die Ramones Songs abfeierten. Manche Ereignisse sind unglaublich! Wir mussten aber langsam heim und hatten einen schnen Konzertabend erlebt.
Fazit: 2010 Veranstalter und Anwohner zufrieden, straffe Organisation, ich freue mich auf 2011!





Torian Orden Ogan Sacred Steel Sacred Steel Sacred Steel









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