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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing FREEDOM CALL, GAMMA RAY
Ort Langen, Stadthalle
Datum 22.03.2010
Autor Thorsten Schwalbach
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GAMMA RAY sind ja live immer eine Reise wert und so machte ich mich auf nach Langen, um mir mal wieder ein Konzert dieser agilen Band anzusehen. Eigentlich sollte das Ganze eine knappe Woche vorher stattfinden, musste aber wegen einer Augenoperation von Gitarrist Henjo Richter verschoben werden. Auch an diesem Abend war Henjo leider nicht dabei, wurde aber durch Kasperi Heikkinen mehr als wrdig vertreten, doch dazu spter mehr. Whrend des Auftritts stellte Mastermind Kai Hansen schnell klar, dass es Henjo schon deutlich besser geht, sodass man sich nicht zu groe Sorgen um ihn machen musste und die Sache genieen konnte.

Freedom Call Freedom Call

Ursprnglich sollte noch SECRET SPHERE als dritte Band spielen. Die Jungs hatten aber an diesem Abend andere Verpflichtungen, weshalb FREEDOM CALL schon auf der Bhne standen und das schnelle "Thunder God" von ihrer neuen CD "Legend Of The Shadowking" spielten, als ich kurz nach dem angesetzten Konzertbeginn in der Stadthalle ankam. Die Songs von FREEDOM CALL wurden von groen Teilen des Publikums gut aufgenommen und begeistert mitgesungen. Auch an den zahlreichen Shirts von FREEDOM CALL war zu erkennen, dass nicht wenige Fans wegen dieser Band anwesend waren. Ihre typischen Trademarks wie bombastische Chre, eingngige Refrains oder gro angelegte Gitarrenmelodien kamen in Songs wie "Metal Invasion" sehr gut zur Geltung. Auch durch zweistimmige Gitarrenlufe wie in "Hunting High And Low" berzeugten FREEDOM CALL. Snger Chris Bay zeigte, dass er ein souverner Frontmann ist. Seine Ansagen sind originell, z. B. zu "Mr. Evil", das er humorvoll als Song ber einen netten Typen ankndigte, den die Band mal im Studio kennengelernt hat. Am Schlagzeug glaube ich Klaus Sperling (u. a. mal bei SINNER und PRIMAL FEAR) erkannt zu haben, auf jeden Fall nicht Daniel Zimmermann, der ja spter bei GAMMA RAY an die Arbeit musste und FREEDOM CALL wohl mittlerweile wegen dieser Doppelbelastung verlassen hat. Mit "Out Of The Ruins" wurde ein weiterer Song vom neuen Album in die Setlist eingebaut, der gut ankam. In "Far Away" mit seinen irischen an THIN LIZZY erinnernden Einflssen kam Partystimmung auf und nach "Warriors" war erst einmal Schluss. FREEDOM CALL kamen schnell fr zwei weitere Songs zurck, wobei die Bandhymne "Freedom Call", bei dem Band und Publikum nochmal alles gaben, nach einer Spielzeit von rd. einer Stunde den Abschluss eines begeisternden Konzertes darstellte. FREEDOM CALL wurden verdient abgefeiert und Chris kndigte beim Abgang eine Headlinertour fr den Herbst an. Hoffen wir mal dass das keine leere Drohung war.

Setlist FREEDOM CALL

  • Thunder God
  • Tears Of Babylon
  • Hunting High And Low
  • Metal Invasion
  • Mr. Evil
  • Out Of The Ruins
  • Far Away
  • Warriors
  • Zugabe:
  • Land Of The Light
  • Freedom Call

Die nachfolgende Umbaupause zog sich sehr lange hin, was sich aber durch den aufwendigen Bhnenaufbau vom GAMMA RAY mit Podesten, Laufstegen, Aufstellern der Motorrder vom Cover des neuen Albums "To The Metal" und einem riesigen Banner hinter dem Schlagzeug erklrte. Nach rd. 40 Minuten ging endlich das Licht aus, vom Band kamen zunchst noch vollstndig QUEENs "We Will Rock You" und das Intro "Welcome" vom ersten GAMMA RAY - Album "Heading For Tomorrow" und dann legte die Band mit "Gardens Of The Sinner" endlich richtig los. Die Stadthalle war mittlerweile zu gut 2/3 gefllt und wie schon bei FREEDOM CALL war die Stimmung von Anfang an richtig gut. Die prgnanten Chre von GAMMA RAY wurden begeistert mitgesungen und es zeigte sich, dass diese beiden Bands richtig gut zusammen passten. Bereits im ersten Song wurde klar, dass Aushilfsgitarrist Kasperi Heikkinen Henjo Richter wirklich wrdig vertrat und mit Kai Hansen sehr gut harmonierte. GAMMA RAY bauten einige neue Songs in ihr Set ein bei denen kein Stimmungsverlust gegenber den alten Klassikern zu erkennen war. Bereits als drittes Stck spielte die Band "Empathy" vom neuen Album, das Halford - mig begann und sich dann zu einem episch angelegten Stck entwickelte. Gamma Ray Gamma Ray Passend zur Atmosphre wurde die Bhne bei diesem Song fast nur in Grntnen ausgeleuchtet. berhaupt war die Lightshow an diesem Abend sehr gelungen, abwechslungsreich und passend zu den einzelnen Songs, weshalb in Verbindung mit dem Bhnenaufbau auch optisch einiges geboten wurde. Mit "Deadlands" folgte in weiterer neuer Song mit eingngigem Chorus in dem Kasperi sowohl in seinem Solo als auch in beeindruckenden zweistimmigen Gitarrenmelodien zusammen mit Kai begeisterte. Kai Hansen war insgesamt total gut drauf, hatte das Publikum genauso wie Chris Bay vorher gut im Griff und war zu Scherzchen aufgelegt. So beantworte er einmal die unvermeidlichen HELLOWEEN - Rufe kurz und knapp mit "Falsche Band". Die ganze Band war pausenlos unterwegs, nutzte die Tiefe der Bhne und poste immer wieder auf den Podesten neben dem Schlagzeug. In der Ballade "No Need To Cry" vom "To The Metal" begeisterte Kai mit einem sehr gefhlvollen Solo und Bassist Dirk Schlchter bekam seinen von der CD bekannten Soloauftritt nur mit Akustikgitarre und Gesang. Daniel Zimmermann spielte ein nicht zu langes Schlagzeugsolo an dessen Ende er noch Feuer spuckte und auch Kai erhielt einen Solospot, in dem er auf einer Gitarre mit Spongebob - Grafik zwischen rockigen und sehr gefhlvollen Parts wechselte. In diesem Solo und auch im Rest des Konzerts nutzte Kai den im Fotograben aufgestellten Bhnenvorbau und suchte engen Kontakt zum Publikum. Das regulre Set endete mit dem bejubelten "Rebellion In Dreamland" und kurz darauf kamen GAMMA RAY schon zurck und begeisterten mit "Man On A Mission". Mitten in diesem Song stoppte die Band mit dem Hinweis, dass das Publikum seine Chance zum Mitsingen verschlafen htte und wohl nicht mehr gut drauf wre. Um die Zuschauer wieder aufzubauen gingen die Jungs kurz von der Bhne, kamen mit Krben von Schokoriegeln zurck und verteilten diese dann. Nette Einlage die auch noch gut geschmeckt hat. Nach "Send Me A Sign" das Kai nochmal dem abwesenden Henjo widmete war nach knapp zwei Stunden endgltig Schluss. Die gesamte Band kam danach komplett auf den Bhnenvorsprung und in den Fotograben, zeigte sich sehr fannah, alle schttelten Hnde und verteilten Pleks und wurden minutenlang verdientermaen ausgiebig gefeiert. Ein sehr unterhaltsamer Abend mit zwei begeisternden und sympathischen Bands die wirklich abrumten. Schn wre es, zumindest eine der Bands auf dem "RockHard - Festival" wiederzusehen, wo diese Jungs ja noch nicht so berprsent waren. Wrde mich freuen...

Setlist GAMMA RAY:

  • We Will Rock You / Welcome (Band)
  • Gardens Of The Sinner
  • New World Order
  • Empathy
  • Deadlands
  • Fight
  • Mother Angel
  • No Need To Cry
  • The Saviour / Abyss Of The Void
  • Schlagzeugsolo
  • Armageddon / Solospot Kai Hansen
  • To The Metal
  • Rebellion In Dreamland
  • 1. Zugabe: Man On A Mission
  • I Want Out
  • 2. Zugabe: Send Me A Sign





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