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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SODOM, METAL INQUISITOR, NO SISSY STUFF
Ort Andernach, JuZ
Datum 21.12.2002
Autor Thorsten Dietrich
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Nachdem wir bei früheren Konzerten im Juz eher zu früh waren, sind mein Kollege Andy und ich jetzt mal später los geh fahren, eine grandiose Idee! Als wir im nett gefüllten Juz ankamen spielte schon einige Zeit die erste Vorband des Abends, die Lokalmatadore No Sissy Stuff. Diese aus vier Frauen bestehende Metalband, war zwar nicht ganz mein Fall, bot aber abwechslungsreichen Metal und eine solide Show. Punkte gewinnen konnten sie mit ihrer abschließenden Coverversion eines The Gathering Songs! War es "Leaves"?
Metal Inquisitor - Click! Dann folgten die Nachbarn aus Koblenz, Metal Inquisitor, die wie man an den Reaktionen des Publikums merkte viele Fans hatten und einen guten Querschnitt ihres hervorragenden Debuts "The Apparation" boten. Die Band präsentierte sich kompakt mit einem wie immer positive Energie und Spaß verströmenden Rob am Gesang und einer guten Mannschaftsleistung von Blumi, Kronos & Co. Da war Bewegung auf der Bühne, es flogen Haare und der Sound war entgegen meinen Erwartungen echt o.k.
Eine ? h hatten die Koblenzer Zeit um Songs wie "Zombie Driver", "Take Revenge" zu spielen und vergaßen auch nicht von der längst vergriffenen Maxi das göttliche "Beware" zu spielen. Zum Abschluss bewiesen sie wieder Geschmack und zockten eine tolle Version von Motörheads "Over Kill", bei dem Rob noch in die Menge divte. Guter Gig!
Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann die Ruhrpottthrasher von Sodom. Sodom - Click! Die legten gleich amtlich los und begrüßten das Publikum nach dem ersten Song mit: Ihr seid super! Es wurde auch euphorisch in der gut gefüllten Halle gejubelt. Sodom ließen mit einem Best Of Programm direkt den "Wachturm, Ausgebombt, Remember The Fallen" und "Bombenhagel" nix anbrennen. Tom war noch gut aufgelegt und brachte einige Kalauer, der beste war: "Wir waren schon mehrmals hier in Andernach, das hier ist das zweite Mal!" Köstlich. Jedoch lies die bewegungsfreudige und schüttelfreudige Show untermalt von Bobbys Killerbums mit der Zeit die Leute abwandeln oder nach hinten gehen. Sodom - Click! Die Band versuchte zwar redlich mit alten Hits wie "Blasphemer" oder "Obsessed By Cruelty" zu unterhalten, aber mir kam es so vor, als würden Songs von der miesen "Get What You Deserve" und der furchtbaren "Masquerade In Blood" eher stören. Ich konnte mich nie mit krachigen, punkigen Songs wie "Eat Me" oder "Sodomized" anfreuden. Das obligatorische "Die stummer Ursel" geht ja noch. So war dann nach ca. 60 Minuten(?) schon Schluss, wo die ebenfalls obligatorische Lemmyverbeugung "Ace Of Spades" gezockt wurde. Schade, vielleicht kamen auch viele mit und wegen Metal Inquisitor und haben Sodom, wie ich oft gesehen? Jedenfalls habe ich es nicht verstanden, nennt sich Fan, bezahlt und geht dann! Dann hätten Sodom vielleicht noch das stürmisch geforderte "Marines" gespielt!
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