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01. November 2014 - Uhr
 
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693 Reviews in der Datenbank
Billing DEATHFEST 2002
Ort Ludwigshafen, Colloseum
Datum 07.12.2002
Autor Flo
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Wie jedes Jahr luden Revenge Productions und das Unholy Terror nach Ludwigshafen zum Deathfest. Nach pnktlichem Eintreffen im Colloseum konnte sich der geneigte Krachfreund bei den im Foyer massenhaft vertretenen Distrostnden direkt in die Insolvenz kaufen. Sogar Unique Leader Europa waren da, obwohl Disavowed ja bereits vorher abgesagt hatten.
Die erste Band die man sich in der relativ groen, und damit angenehm unstickigen, Halle ansehen konnte waren die Schweizer Cropment. Allerdings konnten die vier mich mit ihrem Standart-Death/Grind mit einigen melodischen Einlagen nicht wirklich umhauen. Technisch war zwar alles einwandfrei, allerdings machten Cropment schon klar, was einen den ganzen Tag lang erwarten sollte, aber was man auch bereits vorher hat erwarten mssen: brutaler Death Metal pur, zwar fast immer auf technisch hohem Niveau, aber wer Abwechslung oder hnliche Fehlleitungen erwartet hatte, konnte direkt wieder nachhause fahren. Aber wie gesagt, das stand ja bereits vorher fest...Cropment haben mich nach den ersten paar Songs also schon das erste Mal dazu verleitet, mir die Distrostnde mal etwas nher anzusehen.
Die nchste Band waren Brutus. ber den musikalischen Stil der vier jungen Hollnder muss ich schtzungsweise nicht viel sagen, erwhnt sei jedoch, dass auch die mich nicht wirklich umreien konnten, auerdem war der Gesang zu leise und kraftlos.
Von Despondency aus Ostfriesland habe ich dann doch schon einiges mehr erwartet, nachdem ich deren Snger mit seiner anderen Band Gallery Of Darkness mal vor Profanity in Trier gesehen habe. Und meine Erwartungen wurden erfllt! Ultra-brutaler Ami-Style Death Metal mit Wahnsinnsknppelschlagzeuger und mchtig tiefer gelegtem Snger Marke "der rhrende Elch in der Suhle". Auf jeden Fall die mit Abstand beste Band bis jetzt, die sich auerdem mit lockeren Ansagen la "Oh, wir ham nur noch fnf Minuten, das mssen wir mal was schneller spielen" gegenber der an diesem Abend wieder reichlich vertretenen "Wir sind GEGURGEL und der nchste Song heisst GEGURGEL"-Fraktion noch richtig sympatisch machte. Richtig geil!
Dagegen haben mir Legacy mal wieder berhaupt nicht gefallen. Death Metal mit Heavy-infiziertem Riffing geht mir ja schon mal berhaupt nicht ab, deshalb bin ich auch nach relativ kurzer Zeit wieder mal zu den Distros abgehauen.
Impure aus dem Ruhrpott schlugen dann schon wieder mehr in die Brutalo-Kerbe, allerdings auch nicht auf so prickelnde Art und Weise, dass es mich lnger als ein paar Songs vor der Bhne gehalten htte...
Bei Gutted aus Ungarn verhielt es sich hnlich...Sorry, aber mehr kann ich dazu nicht schreiben, denn so sehr ich einige Death Metal Sachen auch mag, die letzten drei Bands sind in meinen Augen einfach unntig und geben mir absolut gar nichts...
Embedded aus Osnabrck waren mir vom Fuck The Commerce IV bekannt, wo sie als Festival-Opener schon gut abgerumt hatten. Auch in Ludwigshafen haben die fnf wieder einen richtig geilen Auftritt hingelegt. Was Embedded klar von einigen anderen Bands an diesem Abend unterscheidet ist nicht das hohe technische Niveau, der tiefer gelegte Gesang oder die dmlichen, gegrunzten Ansagen (tut mir leid, aber ich finde das einfach affig), sondern die wirklich durchgngig geilen Riffs, die dank einem ziemlich klaren Sound auch gut zur Geltung kamen. Vor Allem verlieren sich die Songs nicht in selbstverliebtem Gefrickel und Gebreake, sondern gehen, trotz technischem Einschlag, immer schn geradeaus in die Kauleiste. Cooler Gig...
Wormed aus Spanien fielen erst einmal durch eine extravagant lange Umbaupause auf. Auch whrend ihrem Auftritt gab es technische Probleme und Verzgerung. Musikalisch allerdings entschdigten die Spanier mit wirklich kranken, ultratechnischen und mit unzhligen Breaks und Taktwechseln brutalen Death Metal. Besonders hervorzuheben ist dabei der Schlagzeuger, der einige wirklich ziemlich coole und originelle Sachen gespielt hat. Technisch auf jeden Fall sehr beeindruckend, und auch wenn mir der Hrfluss etwas gefehlt hat, trotzdem ziemlich gut.
Die Berliner Harmony Dies waren als nchstes dran und konnten ebenfalls berzeugen zwar ist ihr Sound alles andere als originell, allerdings konnte der Fnfer sich durch eine sehr dicke Live-Performance an diesem Abend doch von einigen anderen, hnlich gelagerten Bands abheben. Cooler Auftritt, auf jeden Fall.
Profanity hingegen sind eine Ausnahmeband, ganz klar. Technisch sogar an diesem Abend herausragend, im minimalistischen Dreier-Lineup tierisch brutal und live einfach nur klasse. Das fngt bei der richtig geilen Musik an, geht ber den guten Sound (bis auf die Tatsache, dass der Bass etwas leise war), aber vor Allem das sympathische Auftreten der drei Bayern ist wirklich klasse, knppeln alles in Grund und Boden und grinsen sich dabei einen, machen Faxen, bedanken sich permanent beim Publikum, holen die ganze Zeit Leute auf die Bhne (ich hab beim letzten Song den Bassisten nicht mehr gesehen so voll war?s da oben!)...das krasse Gegenstck zu diversen anderen Bands. Am Ende gab?s natrlich noch "Fear of napalm" und Schluss war. Daumen hoch!
Auf Gorerotted hatte ich mich besonders gefreut, allerdings konnte ich mir die Englnder leider nur drei Songs lang geben, weil ich mich danach der Mehrheit fgen musste, die fahren wollte. Nagut, der Sound war nicht so toll, speziell das Schlagzeug ist bei den schnellen Parts teils bel abgekackt, musikalisch bieten Gorerotted auch nichts besonderes, aber die total asoziale Liveperformance der sechs mit Kunstblut beschmierten Englnder, besonders die beiden Snger, der eine derbst am abgehen, der andere mit staksiger Mr. Bean-Gestik, ist auf jeden Fall echt unterhaltsam. Auerdem gehen Gorerotted erfrischend einfach geradeaus in die Fresse und der grindige Touch, der durch den Doppelgesang entsteht, verstrkt die Brutalitt der Band noch. Sehr cool.
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IN FLAMES, PAIN, SOILWORK - Kln, Live Music Hall
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SODOM, METAL INQUISITOR, NO SISSY STUFF - Andernach, JuZ



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