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693 Reviews in der Datenbank
Billing MUNICIPAL WASTE, VICTIMS, REPROACH
Ort Hamburg, Hafenklang
Datum 25.01.2010
Autor Marc Schallmaier
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Frei nach Wilhelm Busch: Und der zweite Streich folgt sogleich. Nachdem KITTIE die diesjhrige Saison in Bezug auf Konzerte erffneten, kam mit MUNICIPAL WASTE gleich der nchste Knaller in den hohen Norden. Reproach Reproach Als Verstrkung hatten sie die Belgier von REPROACH und die schwedische Band VICTIMS dabei. Durch die unglaublich tiefen Temperatur verzgerte sich der Einlass aber ein wenig, da sich die doch zahlreichen Besucher aus ihren dicken Mnteln schlen mussten. So erklangen schon die erste Melodien aus dem Konzertsaal, whrend ich und noch ein paar weitere Zuschauer auf den netten Kollegen an der Garderobe warteten.

Als ich dann endlich den Konzertraum betrat, waren REPROACH auch schon in der Mitte ihres Sets angekommen. Welch Wunder, dauern die Songs der Jungs aus dem Land der Pommes Frites kaum lnger als eine Minute. REPROACH zelebrieren Hardcore der ganz alten Schule, Freunde der ersten beiden Scheiben von D.R.I. kommen da voll auf ihre Kosten. Laut meinen Recherchen verffentlichen sie in diesen Tagen ihr erstes vollstndiges Album, aus diesem Grund war so ziemlich keiner der Zuschauer mit den Songs der Band betraut. Ein paar wenige gaben ihrem Drang nach Bewegung dann aber doch nach und so gab es neben dem hflichen Applaus noch einen Moshpit aus drei Personen. Nach zwanzig Minuten war der Spa dann auch vorbei, und REPROACH konnten behaupten, alles gegeben zu habe. Der Unterhaltungswert war absolut in Ordnung, bei einer lngeren Spieldauer wre das Ganze aber schon anstrengend geworden.

Victims Victims

Kurz danach strmten die Schweden von VICTIMS die Bhne, um mit ihrem Gemisch aus Hardcore und Thrash die Meute zu unterhalten. Und das gelang ihnen auch vortrefflich. Schon nach kurzer Zeit war ein ordentlicher Teil der Zuschauerschar in Bewegung und feierte die Band standesgem ab. War mir der Sound von VICTIMS bisher nicht gelufig, wird sich dass in Zukunft ndern, denn mich konnten die Jungs definitiv berzeugen. Der Fu wippte schon bei den ersten Liedern mit und auch der Nacken fing an, sich im Takt der Musik zu bewegen. Die Band bekam einen guten Sound vom Mann am Mischpult und nutzte den kleinen Raum auf der Bhne. VICTIMS kloppten sich gute vierzig Minuten durch ihr Programm und knnen mittlerweile aus drei Scheiben ihr Material abrufen. Gitarrist Johan zog schon recht frh sein T-Shirt aus, zusammen mit seiner Brille, dem Bart und dem Haarband sah das ein wenig nach Hippie aus, ist aber nicht bse gemeint von meiner Seite. Und das der Mann nicht nur seine Klampfe beherrscht, bewies er bei einem spteren Stck, als er fr den standesgemen Snger und Bassisten Jon ein Lied auf schwedisch zum Besten gab. Rundherum ein wirklich gelungener Auftritt, denn die Band versprhte ihre Spiellaune und der Funke hatte beim Publikum gezndet. Was will man mehr ? Mein Kollege war brigens dermaen von dem Vierer berzeugt, dass er sich nach dem Konzert gleich ein Leibchen, eine LP und eine Split Vinyl Single der Band zulegte. Daumen hoch!

Municipal Waste Municipal Waste

Es tummelten sich bereits zahlreich Fans von MUNICIPAL WASTE im Publikum, das war anhand der Bandshirts mehr als ersichtlich. Etliche mehr drften anschlieend am Merchandise Stand zugegriffen haben. Die Hemden wurden nmlich zum korrekten Preis von 15 Talern unters Volk gebracht. Als die 4 Jungs aus den USA dann loslegten, gab es kein Halten mehr. Ein groer Teil des Publikums drehte komplett durch, und so wurde gepogt, gemosht und von der Bhne gesprungen als ob es kein Morgen mehr gbe. Die Musik drhnte gut abgemischt aus den Boxen und MUNICIPAL WASTE hatte anscheinend groe Freude daran, den Soundtrack fr dieses Inferno abzuliefern. Gleich zum Einstieg gab es mit "Sweet Attack" und "Unleash The Bastards" das volle Brett, und sptestens ab "Beer Pressure" spritze die angesprochen Flssigkeit aus zahlreichen Flaschen quer durch den Raum. Ein Zuschauer hatte aber wohl zuviel von dem Nektar genascht und als er auf der Bhne fast in das Schlagzeug gefallen wre, wurde er von Snger Tony Foresta und Gitarrist Ryan Waste freundlich aber bestimmt ermahnt, sich da nicht noch mal blicken zu lassen. Leider gibt es im Hafenklang keinen Fotograben und so landete der eine oder andere Fluggast auf mir beziehungsweise auf der Kamera. Aber egal, mittendrin statt nur dabei lautet das Motto, und schlielich waren wir hier bei einem Metal Konzert und nicht im Streichelzoo. Weder die Band noch die Zuschauer zeigten Verschleierscheinungen und so lrmten MUNICIPAL WASTE weiter frhlich vor sich und boten einen tollen Querschnitt durch ihre bisherigen Werke. Ein wenig mehr Kommunikation mit dem Publikum wre wnschenswert gewesen, die Band beschrnkte sich leider nur auf die zwei bis drei blichen Floskeln, die bei Konzerten so blich sind. Die gute Stimmung unten den etwa 170 Zuschauern strte dies aber nicht. Weiterhin wurde zu klasse Liedern wie "Sadistic Magician" oder "Thrashing Is My Business" krftig das Tanzbein geschwungen. So endetet das Konzert auch ohne viel Firlefanz mit den Zugaben "Acid Sentence" und "Born To Party", bevor die Kapelle die Meute vor der Bhne erlste. Klasse Konzert, und ich wage die Prophezeiung, dass MUNICIPAL WASTE demnchst auf greren Bhnen wieder zu finden sind. Das Zeug dazu haben sie auf alle Flle, und ihre Mischung aus Thrash Metal, Hardcore und Crossover der alten Schule ist definitiv wieder im Kommen.

    Setlist: Municipal Waste
    • Intro
    • Sweet Attack
    • Unleash The Bastards
    • Divine Blasphemer
    • Beer Pressure
    • Mental Shock
    • Blood Drive
    • Accelerated Vision
    • Wrong Answer
    • Terror Shark
    • Masked By Delirium
    • Sadistic Magician
    • The Thrashin Of The Christ
    • Trashing Is My Business
    • Mutants Of War
    • Toxic Revolution
    • Black Ice
    • I Want To Kill The President
    • Acid Sentence
    • Born To Party





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