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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PRIMAL FEAR & BRAINSTORM
Ort Bochum, Matrix
Datum 08.11.2009
Autor Thorsten Ritter
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BRAINSTORM und PRIMAL FEAR zusammen auf Tour; ein Hammer, oder? Fr mich war es jedenfalls am 08.11.2009 Grund genug, mich auf den doch etwas lngeren Weg nach Bochum zu machen. Ich muss jedoch gestehen, dass ich es im Vorfeld schon ein wenig rgerlich fand, dass das Rhein-Main-Gebiet rein gar nicht bercksichtigt wurde. Nun ja, egal. Eigentlich sollten JADED HEART die "Viva la Swabia"-Tour vervollstndigen, aber bereits nach wenigen Auftritten gab es Spannungen im Tourtross und die Truppe flog vom Billing. Mir war's letztlich egal, da ich mit dem Material der Band eh nicht vertraut gewesen wre.
Ich machte mich also rechtzeitig auf die Socken, aber eine, aufgrund Bauarbeiten, bestehende Vollsperrung der A3 zwischen Kln und Oberhausen zwang mich dazu, die Dom-Metropole weitrumig zu umfahren. Dies gestaltete sich recht zeitintensiv, da die Umleitung ber die A1 ebenfalls eine einzige Baustelle war. Nun ja, ich erreichte die Bochumer Matrix nichtsdestotrotz noch rechtzeitig und einem metallischen Abend sollte nichts mehr entgegenstehen. Das Areal dieser Lokation - in welchem ich zum ersten Mal verweilen durfte - war riesig und sehr verwinkelt und ich war durchaus ein wenig beeindruckt; cooler Laden. Das Konzert fand dann in den Kellergewlben in einer Halle, die die Form einer Rhre hatte, statt, welche hchstwahrscheinlich mal eine Lagersttte fr Bierfsser gewesen ist. Da das Gebude frher von einer Brauerei genutzt wurde, sicher auch nicht ungewhnlich. Es erinnerte mich augenscheinlich ein wenig an eine grere Version des "Cave" in Frankfurt am Main.

Brainstorm Brainstorm

Den Anfang des Abends bestritten dann BRAINSTORM und ich fragte mich, ob sie es wie PRIMAL FEAR vor 2 Jahren schaffen sollten den damaligen Headliner (U.D.O.) gnadenlos an die Wand zu spielen. So geschehen beim Gig 2007 in der Frankfurter Batschkapp, als die Mannen um Udo Dirkschneider bei weitem nicht an die Klasse und Intensitt von PRIMAL FEAR heranreichen konnten. Ein weiteres Plus fr die Truppe um Andy B. Frack stellte ihr aktueller Output "Memorial Roots" dar; das in meinen Ohren strkere Album. Eine Viertelstunde nach dem ursprnglich angekndigten Beginn war es soweit und BRAINSTORM enterten die Bhne. Eine starke Erffnung fand das Set mit dem Opener der neuen Langrille, bevor eine musikalische Zeitreise durch die letzten Alben begann. Snger und Frohnatur Andy B. Franck war wie immer gut gelaunt und auch gut bei Stimme, aber irgendwie wirkte er angeschlagen und verlie, bei lngeren Instrumentalpassagen, die Bhne ungewhnlich oft. Die restliche Band spielte zwar tight auf, aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich die Jungs schon bedeutend strker gesehen habe. Zudem hatten sie das Pech, das der Sound ein wenig zu matschig und Drum-lastig rberkam; Schade! Auch die Fans reagierten berwiegend verhalten, obwohl Andy die Matrix als seine 2. Heimat bezeichnete. Ansonsten gab es aber an den 75 Minuten nix zu meckern, auer dass man ruhig die anderthalb Stunden htte vollmachen knnen, da mit JADED HEART ja schon ein Act fehlte. Nun ja, das Quintett hatte sicher nur ein "schwcheren" Tag erwischt.

    Setlist: BRAINSTORM
  • Forsake What I Believed
  • The Leading
  • Highs Without Lows
  • Blind Suffering
  • Shiver
  • Shiva's Tears
  • Worlds Are Comin' Through
  • The Conjunction Of 7 Planets
  • Falling Spiral Down
  • Doorway To Survive
  • Hollow Hideaway
  • All Those Words
  • Fire Walk With Me
  • How Do You Feel
Primal Fear Primal Fear

Um 22 Uhr war es dann Zeit fr PRIMAL FEAR und nach einer - nach meinem Dafrhalten - wieder mal viel zu langen Umbaupause kamen Ralf Scheepers, Mat Sinner & Co. auf die Bhne. Wie beim bereits eingangs erwhnten Gig vor 2 Jahren prsentierte sich Alex Beyrodt anstatt Magnus Karlsson als 2. Gitarrist, da dieser aufgrund der Geburt seiner Zwillinge pausiert. Das Quintett ging dann auch sofort in die Vollen und im Gegensatz zu BRAINSTORM war deutlich mehr Stage-Action auszumachen und auch der Sound war deutlich besser. PRIMAL FEAR prsentierten sich als blind funktionierende Einheit, bei der allen Beteiligten der Spa deutlich anzumerken war. So schafften sie es mhelos, keine Distanz zum Publikum aufkommen zu lassen, was vor allem an der kompletten Axt-Fraktion lag, die sich immer wieder gemeinsamen prsentierte und an den vorderen Rand der Bhne trat. Zudem hatte Snger Ralf Scheepers wieder einen brenstarken Tag erwischt und gab sich in Bestform. Jeder Ton und jeder Scream sa einfach perfekt, so dass man neidlos anerkennen musste, dass PRIMAL FEAR die Rolle des Headliners zu Recht inne hatte. Die stimmige Setlist sorgte ebenso fr gute Unterhaltung wie die Gitarren-Soli bzw. -Duelle von Henni Wolter und Alex Beyrodt. Whrend Alex technisch versiert brillierte lag Hennis Augenmerk doch verstrkt auf dem Rock 'n' Roll Faktor. Es war jedenfalls toll der Performance und den neckenden Gesten der Beiden zuzusehen. So war es dann auch kein Wunder, dass Bochum als "Herz des Heavy Metal" (Zitat Ralf) die Jungs ordentlich abfeierte und die regulre Spielzeit viel zu schnell verflog. Der Zugabenblock startete mit "Hands Of Time" meines Erachtens recht schwach und ich htte das lauthals geforderte "The Healer" ebenfalls bevorzugt, aber mit "Seven Seals" und "Chainbreaker" fand dieser Metal-Abend noch einen wrdigen Abschluss und ich durfte mich gegen 23.30 Uhr wieder auf den langen Heimweg begeben.
Ich hoffe einfach, dass beide Bands bei Ihrer nchsten Konzert-Reise wieder einen Abstecher in die Gefilde des Rhein-Main-Gebietes wagen und dass die von mir als etwas schwcher empfundene Performance von BRAINSTORM nur ein "kleiner Ausrutscher" gewesen ist. Live waren beide Bands wie immer eine Bank, obwohl der PRIMAL FEAR-Gig doch deutlich besser rberkam. Nichtsdestotrotz bevorzuge ich auch weiterhin den aktuellen Output von BRAINSTORM, welcher mich durch die Nacht nach Hause begleitete.

    Setlist: PRIMAL FEAR
  • Under The Radar
  • Battalions Of Hate
  • Killbound
  • Nuclear Fire
  • Six Times Dead (16.6)
  • Angel In Black
  • Guitar Solos
  • Sign Of Fear
  • Fighting The Darkness / The Darkness / Reprise
  • Riding The Eagle
  • Final Embrace
  • Metal Is Forever
  • Zugaben:
  • Hands Of Time
  • Seven Seals
  • Chainbreaker
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