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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing IN FLAMES, KILLSWITCH ENGAGE, HEAVEN SHALL BURN
Ort Wiesbaden, Rhein Main Halle
Datum 07.12.2009
Autor Thorsten Dietrich
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Ich war schon auf unzhligen Konzerten, doch noch nie im Schlachthof in Wiesbaden! So war ich dann froh, als ich dann hrte, dass In Flames und Killswitch Engage in Wiesbaden spielen sollten! Doch das Konzert fand in der Rhein- Hessen Halle statt, so dass ich die Kultsttte Schlachthof nicht zu Gesicht bekam. Unter dem doofen Motto "Taste Of Chaos" gesellten sich noch drei weitere Bands zu dem Tross, Heaven Shall Burn, Everytime I Die und Maylene And The Sons Of Disaster. Die letzten beiden hatte aber eine Buspanne in Berlin, weshalb alle anderen Bands etwas lnger spielten und das Konzert erst gegen acht Uhr glaube ich, startete. Drei Bands am Abend waren auch genug und fairer Weise muss ich sagen, dass die nicht erschienenen Bands von jeder Combo des Abends mit warmen Worten gewrdigt wurde!

Heaven Shall Burn Heaven Shall Burn

Die Halle war schon etwas feiner als manche Metalschuppen und der Bierausschank war restlos berfordert, da bildeten sich wahre Pulks und Schlangen! Das zur Halle gehrende Restaurant, vergleichbar mit einem soliden Autobahnrestaurant verschaffte kurzzeitig Abhilfe, war dann aber auch restlos berlaufen, Klarer Fall von Fehlplanung und der Sektstand passte wohl eher zu anderen Veranstaltungen, oder? Wenigstens waren die T-Shirts der Bands recht fair bepreist und von groer Auswahl.

Heaven Shall Burn hatten schon viel Publikum vor der Bhne, wenngleich der Laden auch nicht ausverkauft war, wie mir Roadrunner Promoter Alex nach dem Killswitch Interview von anderen Orten erzhlte. Die ostdeutschen Veganer waren wieder in rot gekleidet, was ich ganz cool finde. Jedoch finde ich Poloshirts etwas uncool vor allem bei einer Metalcorecombo mit Death Metal Einschlag! Dafr war aber auf der Bhne mchtig Action! Die Gitarristen Maik Weichert und Alexander Dietz waren immer in Bewegung und schttelten die Birne, whrend Bassist Eric Bischoff mit der langen Matte eher cool aussah und sich gerne in fotogerechte Posen warf. Der wrde auch bei einer waschechten Metalband gut reinpassen. Snger Marcus Bischoff suchte stetig und freundlich den Kontakt zum Publikum, wetterte brav gegen Nazis und machte den Animateur. Musikalisch war das Gebotene rasant, aber selbst ich als Kenner der Band, musste feststellen, dass sich bis auf "The Weaons They Fear" und die Edge Of Sanity Covernummer "Black Tears" alles wie ein Song anhrte. Ein anderer Konzertbesucher sagte es treffend: Gute Band, aber nach vier oder fnf Songs ist man satt! So sah ich das auch. Kollege Chris setzte dann noch einen drauf und erklrte mir, dass die ganze Show genauso ablief sogar mit den Ansagen wie auf der aktuellen Doppel-DVD der Band. Sicherlich ist das bei vielen Bands nicht anders, doch von so intelligent wirkenden Burschen wie unseren Veganer von HSB htte ich da anderes erwartet. Da ich die Band aber nur mit Ersatzsnger in der Vergangenheit live gesehen habe, wre mir das nicht aufgefallen!

Killswitch Engage Killswitch Engage

War die Bhne bei HSB schon kahl, sollte das bei Killswitch Engage noch so bleiben, was ich etwas schade und trist fand! Da hatten wesentlich kleinere Bands auf anderen Touren ein Backdrop oder flaggenartige Aufbauten. Schade! Doch die Amis machten das musikalisch wett und mit ihrer sympathischen Ausstrahlung. Bis auf den Schlagzeuger (logischerweise) war die Band stndig in Bewegung und sehr motiviert, allen voran Gitarrist Adam, der wieder mit gebasteltem Umhang und Bandana, sowie jeder Menge Grimassen die Blicke auf sich zog und auch mal seinem Snger Hasenohren von hinten verpasste, aber auch die Ansagen bernahm. Mir wurde mal gesagt, das Frontmann Howard Jones das nicht so gerne macht und / oder auf dieser Tour seine Stimme schonen wollte. Dieser beherrschte den Wechsel zwischen klaren und aggressiven Gesang gut und war sehr erfreut ber das lauthals mitsingende Publikum, welches nicht nur bei "My Last Serenade" aus vollem Halse sang! Sicherlich sind einige Hits bei einer Spielzeit von 60 Minuten auf der Strecke geblieben, was ich als einziges Manko eines gelungenen Gigs ansehe. Sehr anstndig und sympathisch war die Ansage des einzigen Coversongs der Band "Holy Diver" von Dio mit einer Widmung von Adam an Dio, auf das er bald wieder gesund werde! Das Teil rockt wie die Hlle und steht dem Original in nichts nach, wer den Song nicht kennt, dem ist eh nicht mehr zu helfen! Das Video dazu sollte man sich unbedingt mal im Internet anschauen.

Setlist: Killswitch Engage

  • My Curse
  • Never Again
  • A Bid Farewell
  • Reckoning
  • Fixation on the Darkness
  • Temple from the Within
  • Starting over
  • Rose of Sharyn
  • The Forgotten
  • My Last Serenade
  • The End of Heartache
  • Holy Diver

Nun kamen In Flames und hatten noch fettere Videoleinwnde als auf einer frheren Tour, bei der, glaube ich auch nur der Bandnamen ausgeleuchtet war. Das hier war krass und sah Hammer aus! Animationen der Musiker bzw. Silhouetten, sowie mit am vorderen Bhnenrand gefilmtes Livematerial machte genauso viel her wie ein knstliches Flammenmeer. In Flames In Flames Ich musste mich dafr daran gewhnen, dass Gitarrist Bjrn Gelotte mit Kurzhaarfrisur auftrat, was ihm aber stand und das letzte Grndunsmitglied Jesper Strmblad aufgrund seiner Alkoholentziehungskur fehlte. Er wurde hier von Niclas Engelkin (Engel), der schon mal in den 90ern fr kurze Zeit in der Band war, souvern mit einem Lcheln vertreten. Lediglich Peter Iwers am Bass machte auf mich einen erschreckenden Eindruck, da er noch massiger von seiner Gestalt und im Gesicht aufgedunsen wirkend wie ein tapsiger Br auf der Bhne herumlief. Glcklicherweise entschdigte ein gut aufgelegter Anders Iwers dies! Der Frontmann war mit Gitarrist Bjrn der Aktivpol der Band, kommunizierte freundlich mit dem Publikum, hatte witzige Sprche am Start und fhrte durch ein gelungenes Best Of Set, bei dem auch alte Kracher wie Artifacts Of The Black Rain" nicht fehlen durften! Bei jedem Konzert sicherlich dabei, aber eine lustige Idee war als er einen Kerl mit Handy auf die Bhne holte, welcher Circle Pit und Wall Of Death Gehampel sowie die Band filmen durfte, was sicherlich vom Bild und Ton frchterlich wurde. Nett behandelt wurde er aber schon und bekam sogar das Mikro zum Singen in die Hand und sein Handy abgenommen, quasi Rollentausch, was ihn kurz ganz schn aufgeschmissen da stehen lie. Witzig! Dadurch, das neben den Videoeinspielungen nach kleine Kameras die Band filmte und auf dies ab und an auf die Projektionsflche geworfen wurde, herrschte auch bei diesem Gimmick nie Langeweile und das textsichere Publikum rundete diesen sehr gelungenen Abend fantastisch ab.
Fazit: Toller Abend!

Setlist: In Flames

  • Cloud Connected
  • Embody the Invisible
  • Pinball Map
  • Delight and Angers
  • Disconnected
  • The Chosen Pessimist
  • Trigger
  • The Hive
  • Only for the Weak
  • Artifacts of the Black Rain
  • March to the Shore
  • Come Clarity
  • Leeches
  • Alias
  • The Mirror's Truth
  • The Quiet Place
  • Take this Life
  • My Sweet Shadow





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