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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PORCUPINE TREE, STICK MEN
Ort Neu-Isenburg, Hugenottenhalle
Datum 01.12.2009
Autor Jennifer Laux
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Eilig vom Frhdienst nach Darmstadt geflitzt, schnell frisch gemacht, Freund ins Auto gepackt, schnell noch die Eingabe ins Navi und ab nach Neu-Isenburg zur Hugenottenhalle. "Sie haben ihr Ziel erreicht"...super, von der Halle aber keine Spur, also erst einmal ein paar Passanten nerven. Gesucht, gefunden. Auf dem Weg vom Parkhaus zur Location pfiff uns schon ein ordentlich kalter Wind um die Nase... brrr, aber in der Halle angekommen und unter die Leute gemischt wurde es schon bald kuschelig warm.

Stick Men Stick Men

Es drfte so kurz nach 20 Uhr gewesen sein als Gavin Harrison himself den heutigen Support STICK MAN willkommen heit, der sich hauptschlich durch einen der wohl angepriesenensten und gefragtesten Progressive Rock-Bassisten weltweit auszeichnet. Die Rede ist von TONY LEVIN, Bassist von Gren wie z.B. Peter Gabriel und den legendren King Grimson. Ein Vollblutmusiker, der sein Handwerk auf dem vielsaitigen Chapman Stick mehr als versteht und damit ein unvergleichliches und berragendes Klangbild zaubert. Technisch einwandfreie Stcke, die Elemente von Funk, Soul, Jazz, Rock und auch Klassik vereinen und durch das Tapping eine ganz eigene Handschrift erhalten. Ein auergewhnliches Merkmal beim Spiel auch der Einsatz des Bogens, der normalerweise zum Equipment der Streicher gehrt. STICK MAN haben gezeigt, dass sie ihre Instrumente beherrschen und konnten das Publikum damit berzeugen.
Sehr gelungen war brigens die Interpretationen zweier King Crimson-Klassiker.

Porcupine Tree Porcupine Tree

Nach ungefhr 45 Minuten Spielzeit und einer kurzen Umbaupause, wurde das Publikum mit einem schnen, aber ziemlich lang andauernden Intro auf den Top-Act vorbereitet. Die Progressive-Metaller PORCUPINE TREE betraten unter tobendem Applaus die Bhne der Hugenottenhalle. Darunter zu meiner Freude auch Gitarrist John Wesley, der bei der aktuellen Album-Produktion nicht mitwirkte. Seine Zweitstimme, die harmonsich perfekt zu der Wilsons passt, darf einfach nicht fehlen. In seiner kurzen Ansprache erklrte Wilson lchelnd, dass er es eigentlich gewohnt sei, ein einfaches "Hello Paris", "Hello Barcelona" oder "Hello Munich" zur Begrung zu sagen, aber mit der Aussprache des Ortes in dem er sich gerade befinde, wohl etwas berfordert sei. Also gaaanz laaangsaaam: "Hello Neu-Isenburg", ...das hat doch super funktioniert und damit hatte er den Applaus des Publikums schon auf seiner Seite.
Wie ich bereits vermutete, widmeten die Briten das erste Set ihrem krzlich erschienenen zehnten Studioalbum "The Incident", einem "musikalischen Konzeptalbum", wie Wilson es selbst in Interviews betitelt. Im Vergleich zu den letzten Scheiben vielleicht nicht ganz so zugnglich, wie man hier und da bei Gesprchen im Publikum auch zu Gehr bekam. Das zentrale Stck des Albums "Time Flies" jedoch bestach wie auf der Scheibe sehr: die emotionale Stimme Steve Wilsons, die grandiosen Einstzen der Akustikgitarren und Richard Barbieris Keyboardeinlagen hatte eine immense Wirkung auf die Fans. Porcupine Tree Porcupine Tree Gnsehautfeeling, das sich stark auf das Publikum ausbreitete. Zur Musik perfekt abgestimmte Videosequenzen auf einer Groleinwand schafften eine angenehme und tiefgehende Atmosphre. Nicht zu vergessen die einwandfreien Leistungen Harrisons an den Drums, die einen immer wieder staunen lassen. Phnomenal! Colin Edwin wirkte auf der Bhne gewohnt lssig und unscheinbar, was seinen spielerischen Fhigkeiten aber keinen Abriss tat.
Teil zwei des Konzertes folgte zehn Minuten nach dem Ersten und stellte endlich auch vergangene Alben in den Vordergrund. So beschallte zum Beispiel "Normal" ("Fear Of A Blank Planet") oder "Way Out Of Here" als Abschluss die Halle. Erst bei der Zugabe werden Klassiker der groartigen "In Absentia" wie "The Sound Of Muzak" und "Trains" hervorgezaubert und der Reaktion des Publikums nach zu urteilen, schienen diese gerade auf jene Songs gewartet zu haben. Angenehm berrascht war ich, dass "Russia on ice" aus dem 2000er Album "Lightbulb Sun" in die Setlist mit aufgenommen wurde. Man blickte rundum in zufriedene Gesichter und dem konnte ich mich nur anschlieen.
Ein wirklich angenehmer Abend mit einem gelungenen Konzert in einer schnen Location. Mit diesem Gig habe ich mir persnlich PORCUPINE TREE und die unvergleichliche Stimme Wilsons noch nher gebracht: Perfektion und Przision allererster Sahne!

Setlist: Porcupine Tree

  • Occam's Razor
  • The Blind House
  • Great Expectations
  • Kneel And Disconnect
  • Drawing The Line
  • The Incident
  • Your Unpleasant Family
  • The Yellow Windows Of The Evening Train
  • Time Flies
  • Degree Zero Liberty
  • Octane Twisted
  • The Séance
  • The Start Of Something Beautiful
  • Russia On Ice
  • Pills I'm Taking
  • Remember Me Lover
  • Strip The Soul
  • Normal
  • Way Out Of Here
  • The Sound Of Muzak
  • Trains

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