Navigation
                
24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DARK AGE, INFECTION & LYING APART
Ort Hamburg, Ballroom
Datum 12.12.2009
Autor Marc Schallmaier
>> Als E-Mail versenden

Die traurige Nachricht mal gleich vorweg: Der Ballroom in Hamburg am Hafen wird im Januar 2010 seine Pforten schlieen. Die gute Nachricht: Im Mrz gibt es direkt auf der Reeperbahn die Neuerffnung! Das neue Etablissement wird dann bessere Rumlichkeiten bieten und eine gute Aufteilung von Party und Konzerte haben. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen. Fr das heutige Konzert spielte als Hauptband die Lokalmatadoren von DARK AGE auf, die es sich nicht nehmen lieen, Chef und Besitzer des Ballrooms Otti auf die Bhne zu bitten, um mit ihm zum Abschied eine groe Flasche Champagner zu kpfen.

Dark Age Dark Age

Bevor es zu dieser feucht frhlichen Einlage kam, enterten zunchst LYING APART die Bhne, um das anwesende Publikum auf den Rest des Abends einzustimmen. Da ich erst kurz vor Konzertbeginnberhaupt davon erfuhr, dass es noch zwei Vorbands gab, konnte ich mich leider so gut wie gar nicht im Vorfeld ber die beidenjeweiligen Bands erkundigen.Die blutjunge Truppe aus Oldenburg & Hannover berraschte mit einer ungewhnlichen Mischung aus smtlichen Metal Bereichen, die zwar teilweise etwas sperrig, aber niemals langweilig wirkte. Dazu abwechselnder Gesang vom SngerPatrick und den beiden Gitarristen Marius und Peter. Die Jungs hatten wirklich Spa an dem Auftritt, nutzen den Raum auf der kleinen Bhne und bekamen wohlwollenden Applaus. Wer mehr ber die Band erfahren mchte, sollte deren Website besuchen, da kann man sich die neue EP mit 4 Songs gratis runter laden. Die Band hat auf alle Flle Potential und man sollte die Kapelle im Auge behalten.

Als nchstes kamen dann INFECTION auf die Bhne, um mit ihren Mischung aus Metal und Gothic Elementen zu berzeugen. Das Ganze gelang nicht wirklich, und der Auftritt der Multikulti Truppe aus Hamburg zog sich wie ein Kaugummi. Die Songs klangen irgendwie nur halbfertig, und stndig wurden ordentliche Teile mit krampfigen Breaks unterbrochen. Der teilweise sehr hohe Gesang des Sngers Tmay konnte mich und wohl einige der anderen Zuschauer ebenfalls nicht berzeugen. Nach Beendigung des dritten Songs wurden bereits Dark Age Rufe laut, was die Stimmungder Band nicht wirklich anhob.Meiner Meinung nach sollte die Band sich weniger auf ihregeschminkten Augenkonzentrieren,sondern mehr auf Ihre Songs, denn da knntemehr gehen.

Dark Age

Das Intro erklang, vor der Bhne wurde es voll, und die gut 130 Zuschauerwaren gespannt auf DARK AGE. Diese kamen dann auch unter groer Begeisterung auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Die Jungs hatten mchtig Spa in den Backen und bekamen vom Mann am Mischpult einen ordentlichen Sound verpasst. Snger und Gitarrist Eike feuerte das Publikumimmer wieder an und brachte somit die Temperaturen in Richtung Siedepunkt. Seinen Aufruf, die Abriss Party bereits heute zu starten wurde aber noch nicht Folge geleistet. DARK AGE sind eine eingespielte Einheit, da gibt es nichts dran zu rtteln. Die tollen atmosphrischen Untermalungen von Martin am Keyboard geben den Lieder eineperfekte Note, whrendBassist Alex und Schlagzeuger Andre jegliche Soundlcher zunichte machen und den beiden Jungs an den Gitarren genug Raum frstarke undeingngige Riffs bieten.Songs aus jeglicher Schaffensperiode der Band wurden gespielt, sowohl Klassiker wie "Last Words" und "Suicide Crew" vom Album "Silent Republic" als auch die neuen Bretter wie "10 Steps To Nausea" oder "Devote Yourself To Nothing" vom aktuellen Album "Acedia". Die Fans gingen ordentlich mit und so wurden fleiig die Matten geschttelt. Selbst einen kleinen Schnitzer wie ein verpatzter Anfang konnte die Stimmung weder auf noch vor der Bhne trben. Und berhaupt, so was finde ich in keiner Weise schlimm, ist es doch auchein klares Zeichen dafr, dass hier wirklich nochlive gespielt wird und nicht irgendwelche Hampel zu vorgefertigten mp3 Dateien so tun als ob.Zwischendurch gab es noch denEingangs erwhnten Sektempfang, von demeinige in den ersten Reihenauch etwas abbekommen haben. Nach einer satten Spielzeit von fast neunzig Minuten und 3 Zugaben war dann Schluss, aber allen Anwesenden wird dasletzte Konzert von DARK AGE im Ballroom wohl noch lange im Gedchtnis bleiben.

Dark Age Dark Age
    Setlist: DARK AGE
  • Intro / Kingdom Nevercome
  • Zero
  • Dying Art of Recreation
  • Outside The Inside
  • Devote
  • Silent Republic
  • Minus Exitus
  • 10 Steps To Nausea
  • Black September
  • Fix The Focus
  • Zeitgeist
  • Last Words
  • Suicide Crew
  • Seven
  • ZUGABEN
  • Dare To Collapse
  • Pulse Of Minority
  • Daily Combat
  • Outro / October
<< vorheriges Review
MOTRHEAD, DER W, BLACK STONE CHERRY - Hamburg, Color Line Arena
nchstes Review >>
PORCUPINE TREE, STICK MEN - Neu-Isenburg, Hugenottenhalle


Zufällige Reviews