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30. September 2014 - Uhr
 
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691 Reviews in der Datenbank
Billing THERAPY?. RICKY WARWICK, SIXXXTEN
Ort Hamburg, Hafenklang
Datum 01.12.2009
Autor Marc Schallmaier
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An diesem sehr kaltenNovemberabendfandim Hafenklang in Hamburgein Konzert statt mit illustrer Besetzung. Doch dazu spter mehr. Die rtlichkeit war mit 200 Leuten in der Spitze mehr als gut gefllt und machte seinem Ruf als Lrmbude Nummer 1 unter Hamburgs kleinen Clubs einmal mehr alle Ehre. Ein Glck hatte ichOhrstpsel dabei, das laute Rauschen in den Ohrenin den Folgetagen wre wohl noch das kleinste bel gewesen. Allerdings, und dass mussman auch sagen, kann man derartig notwendiges Material auch fr lau am Tresen bekommen, was wiederum ein feiner Zug ist.

Erffnet wurde der Abend um zehnvor Neun von dernorddeutschen Kombination SIXXXTEN, die mich auf CD nur halbwegs berzeugen konnten. Grund hierfr waren die etwas aufgesetzt wirkenden Texte. Da diesebei einerLive Darbietungaber nur eine untergeordnete Rolle spielen, konnte man sich voll auf den Schweinerock konzentrieren, der dort von der Bhne abgefeuert wurde. Die Jungs lieferten einen ordentlichen Set ab, auch wenn sich nur eine handvoll Leutevor der Bhne einfanden, um den Jungs um Gitarristund Snger Sixten den gebhrenden Beifall zu spenden. Der Auftritt verlief ohne weitereAufregung, die Band spielte ihre Songs wie "Hi-Skool of Hamburg", "Dead Man Walking" oder "In Love With A Cop" routiniert runter und nutze den kleinen Raum auf der Bhne doch recht ausgiebig. Eine gute halbeStundespter war dann auch schon Feierabend.

Ricky Warwick Therapy?

Etwa 15 Minuten spter war dann RICKY WARWICKangesagt. Zugegeben, viel wusste ich nicht von dem Mann, auer dass er einmaleine Kapelle namens "The Almighty" hatte. Etwas irritiert war ich dann aberdoch, als die Bhne nahezu komplett gerumt und lediglich ein kleiner Soundcheck fr eine Akustik Gitarregemacht wurde, bin ich doch davon ausgegangen, dassRICKY WARWICK mit ein paar Kollegen amtlicheRock Songs vonden Brettern feuern wrde.Kurze Zeit spter wusste dannauch ich Bescheid : RICKY WARWICKstand tatschlich solo auf der Bhne, nur mit seiner Gitarre bewaffnet um in bester Johnny Cash Manier seine neueste CD vorzustellen. Diese enthlt auch nur Lieder, die auf diese Art und Weise entstanden und eingespielt wurden. Zwischendurch gab es noch zwei Cover, "Ace of Spades" und "Ring of Fire". Beide Lieder hoben die Stimmung unter den Zuhrer auch deutlich an, denn man muss ehrlich gestehen und sagen, dass sonst der Auftritt etwas langweilig geworden wre. RICKY WARWICK ist zwar ein guter Musiker und auch seine Qualitten als Frontmann sind unbestritten, aber die Musik an sich ist dann doch eher was zum reinen zuhren, als einen warten Mob an zu heizen. Mit dem mehrfachen Hinweis darauf, dass am Merchandise Stand seine neue CD "Belfast Confetti" zu kaufen sei, verlie er dann unter angebrachtem Applaus und 40 Minuten die Bhne.

Nach einerfr meinen Geschmack zu langen Pause, in der endlos am Bass Sound rumgefriemelt wurde und das Hafenklang die wartenden Zuschauer erst mit Free Jazz und anschlieend mit Dorf Disko hnlicher Techno Musik zudrhnte, kamen dann Therapy? auf die Bhne. Himmel Hilf, der Snger und Gitarrist Andy Cairns hatte sich wohl alles in die Futterluke gestellt, was er in die Finger bekam !So lautete zumindest der einhellige Tenor unter den Zuschauern. Das entpuppte sich aber schnell als Irrglaube, denn er absolvierte das Konzert nicht nur ohne Fehler und ohne zu taumeln, sondern es war die reine Spielfreude, die ihm und seine beiden Mitstreitern Michael McKeegan am Bass und Neil Cooper am Schlagzeug insGesicht geschrieben stand. Das ist halt der Vorteil, wenn man nach langen Zeit mal wieder auf Tour geht und dann in einem kleinen Club spielt : Man kann sich sicher sein, dass da nur beinharte Fans stehen, die jede Zeile mitsingen und die Hits ohne Ende abfeiern. Therapy? Therapy? Unddavon tischten uns THERAPY an diesem Abend jede Menge auf: "Die Laughing", "Nowhere", "Diane", "Isolation" und so weiter, die Liste liee sich beliebig fortsetzen. Die beiden Herren mit den Klampfenwaren wie Sprungfedern auf der Bhne unterwegs, animierten die Fansimmer mal wieder mit lustigen Ansagen und heizten den Moshpit vor der Bhne immer wieder an. Apropos Moshpit : Pltzlich und unerwartet tauchte hier Ricky Warwick als Crowdsurfer auf!! Ob er das gesamte Konzert inmitten der THERAPY? Fans verbrachte, konnte ich von meinem Standpunkt leider nicht sehen, trotzdem eine Geste, die im hoch anzurechnen ist, denn nicht jede Vorband untersttzt die Hauptgruppe mit derartigem Enthusiasmus.
Auch wenn Therapy? nicht wirklich verschwunden waren in den letzten Jahren, so waren Auftritte eher rar gest, und die letzten Alben konnten nicht an die groen Erfolge in den 90er Jahren anknpfen. Dass merkte man auch an den beiden neuen Nummern, die vom diesjhrigen Mini-Album "Crooked Timber" gespielt wurden. Das hat nun wirklich nichts mehr mit den frheren Liedern gemein, und erinnerte eher an schlechte Songs von Korn als an die bereits oben genannten Granaten. Prompt hielten sich dann auch die Reaktionen der Zuschauer arg in Grenzen.Das war dann aber auch der einzige negative Aspekt eines tollen Abends. Fans und Band gingen nach 90 Minuten von der Bhne und es gab nur lachende Gesichter zu sehen. Hoffen wir, dass Therapy? sich mglichst bald an ihre musikalischen Wurzeln erinnern und dementsprechende Songs raushauen werden. Die alten und dann auch neue Fans wrden es ihnen danken.

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