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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DRAGONFORCE, THE NEW BLACK
Ort Kln, Essigfabrik
Datum 27.10.2009
Autor Thorsten Dietrich
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Die Multi-Kulti Truppe mit Sitz in England, Dragonforce hatte zum Tanz geladen und da ich den verrckten Haufen "nur" im Studio und als Vorband von Edguy vor ein paar Jahren erleben durfte, war ich natrlich "Through The Fire And The Flames" die Band live zu erleben! The New Black The New Black Also ab nach Klle, wo ich die Location Essighalle zum ersten Mal betrat und positiv berrascht war: Lag sie doch irgendwie mitten in der Stadt, aber irgendwie in einem Art Industriepark wie der Name es schon ausdrckte. Eine Art kleine Live Music Hall mit gerumigem Innenleben, kleinem Auenbereich und groer Bhne erwartete mich. Alles top und bei den geschtzten 350 Zuschauern war es nett gefllt, aber nicht voll am Dienstagabend. Die Merchandise Preise von 20-25 Euro fr Shirts bei Dragonforce fand ich dann etwas sehr berzogen, zumal die cooleren Shirts der Vorband The New Black 10 oder 15 Euro kosteten. Das nenne ich mal fanfreundlich!
Kurz nach unserem Erscheinen rockten The New Black aus Deutschland dann auch schon los und waren fast den ganzen Set ber in beschissen-rotes Licht getaucht! Super, wenn die Vorbands immer solche Sachen ertragen mssen! Doch die die Band mit Mitgliedern von guten Bands wie Sinner oder Abandoned hatten augenscheinlich viel Spa in den Backen, warfen sich wie Gitarrist Christof Leim gerne in Pose und waren immer in Bewegung. Bse schauen berlassen die Mnner anderen, was besonders bei Bassist Gnt auffiel, der unter seiner langen Matte ein permanentes Grinsen hatte und somit wie die ganze Truppe sichtlich Sympathien sammelte. Das hatte natrlich auch mit der Musik ihres guten, selbstbetitelten Debtalbums zu tun, was so gar nicht nach deutscher Band klang und einen amerikanischen Flair hatte, der in der Nhe von Bands wie Black Label Society zu finden ist. Auch nicht deutsch klang Frontmann Fludid, der locker aber nicht zu viel redete und ansonsten seine Sache ordentlich machte. Schade, das nach gut 35 Minuten die Sache vorbei war, da The New Black zu jenen Bands gehren, die nicht wie alle anderen klingen und man sie deshalb gerne hrt. Wer noch nichts kennt, sollte man den Clip "Ballad Of A Broken Angel" anhren, was keine wirkliche Ballade ist.

Setlist: The New Black

  • Why I Burn
  • More Than A Man
  • Simplify
  • Drive
  • Welcome To Point B
  • Superman
  • Ballad Of Broken Angels
  • Coming Home
  • Not Me
  • Everlasting

Nun kam die Umbauphase fr den Hauptact und ich nutzte die Zeit um mir das Publikum mal anzuschauen. Dragonforce Dragonforce Dieses war total bunt gemischt, hatte aber auch viele junge Fans und einige sahen eher nach Lan-Party als Metalkonzert aus. Da werden sicher einige sagen, dass Dragonforce eh kein Metal ist! Aber egal, Toleranz ist fr viele Metaller ja ein Fremdwort, ich fand die Atmosphre aber angenehm und wenn ein nicht mehr junger Vater mit seinen drei Kinder die nebeneinander wie die Orgelpfeifen aussahen in zu groen Bandshirts in der ersten Reihe steht, ist das doch cool! Der kleinste von ihnen durfte sogar am Ende des Konzertes um Snger auf die Bhne und musste die Meute anfeuern, lustig! Ich wnschte mir wre so was mit circa. 10-12 Jahren passiert! Dragonforce hatten wie blich ihre Podeste, leider keine Trampolins wie bei manchen Open Air Festivals und die Getrnkehalter am Mikrostnder mit Bierflasche und Strohhalm! Ein Roadie brachte unglaubliche 15 (geschtzte) 0,5 l Wasserflaschen auf die Bhne, die aber nicht zum Trinken, sondern als Dusche, Durstlscher und Wurfgeschoss fr das Publikum dienten. Ein einfacher, aber effektiver Spa. Einen Bericht ber eine Dragonforce Show zu schreiben ist eh schwierig, da soviel auf der Bhne passiert, dass ich am liebsten das Spektakel gefilmt htte. Die Jungs hatten aber jederzeit Spa der echt wirkte, waren immer in Bewegung und besonders der drre Keyboarder Vadim Pruzhanov in 80er Jahre Neonklamotten und Gitarrist Sam Totman in Neon Leggins waren der optische Hin-oder Weggucker, besser gesagt das lustige Mode Faux- Pas des Abends. Die beiden waren schon nach drei Songs klatschnass und hampelten jede Minute was die Gliedmaen hergaben. Aber auch Arschmattengitarrist Herman Li machte waghalsige Sprnge. Snger ZP Theart zeigte sich mit Bart im anderen Outfit und kommunizierte freundlich und oft wie ein Animateur mit dem Publikum, was der Band aus der Hand fra und Krach ohne Ende machte. Dragonforce Dragonforce Zwischendrin gab es immer Neckereien zwischen den Musikern und Gesten, die einfach spontan und lustig rber kamen, genauso die auf Deutsch vorgetragene Geschichte des Franzosen Bassisten Frederiq Le Clercq, welcher von einer Sauftour in Kln am vorigen Abend erzhlte. Als dann die Langholzfraktion mit Keyboarder in einer Runde stand und jeder auf dem Lauf des Nachbarn den Song dudelte war klar, dass hier gute Musiker und Freaks auf der Bhne stehen. Da war es egal, dass auch mal was nicht wie auf CD klang und sicherlich wurde auch mal spontan improvisiert, was gut war. Andere Bands stehen rum wie die lgtzen, hier wurde gerockt. Alleine was der der Drummer den ganzen Gig zu knppeln hatte, war schon Schwerstarbeit! Da fllt mir dann doch das Motto der Jungs ein: "Midtempo is gay!" Vielleicht sind die Musiker ja auch schwul, da zwei Balladen in der Setlist waren, die aber auch ntig waren um den ausgepowerten Musikern eine kleine Verschnaufpause zu geben. Was andere Bands in 90 Minuten an Bewegung nicht hinlegen schaffen die Drachenjungs in einem Song! Auch sehr witzig war die Szene als Bassist Frederique mal den Hauptgesang bernehmen sollte und in das Mikro von ZP Theart mit Gefhl reinrlpste, so dass dieser fast einen Lachanfall hatte und nur mit Diziplin weiter singen konnte. Herrlich!
Happy Metal kann so geil sein und dieser Abend war eines sicher: TOLL!

Setlist: Dragonforce

  • Fury Of The Storn
  • Heroes Of Our Time
  • Operation Ground And Pound
  • Reason To Live
  • Starfire
  • Revolution Deathsquad
  • Where Dragons Rule
  • The Last Journey
  • Valley Of The Dead
  • Black Fire
  • Through The Fire And The Flames

Fotos: Thorsten Brauer

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