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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SUBSIGNAL, ALIAS EYE
Ort Rsselsheim, Das Rind
Datum 11.11.2009
Autor Alexander Meyer
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SUBSIGNAL auf ihrer ersten Tour zu besuchen, ist fr einen SIEGES EVEN-Fan der ersten Stunde natrlich ein absolutes Muss, sodass ich mich nach einem langen Arbeitstag gerne auf die einstndige Fahrt in die OPEL-Stadt begebe. SUBSIGNAL SUBSIGNAL Im Auto schwirren mir Erinnerungen an unvergessliche SIEGES EVEN-Gigs wie die "kultige" Show in Werl mit PSYCHOTIC WALTZ oder der denkwrdige Auftritt mit dem "Sense of Change"-Snger Jogi in der Wiesbadener Rough durch den Kopf. Die Location des heutigen Abends liegt zentral und bietet ausreichend Parkpltze (und auch Radarfallen, wie sich spter herausstellen sollte) in unmittelbarer Nhe. "Das Rind" ist bei meiner Ankunft nur recht sprlich gefllt, was sich im Laufe des Abends leider nicht ndern sollte.

Die Vorband ALIAS EYE prsentiert sich zunchst als recht biedere Progrockcombo mit Langeweilegarantie. Der Snger erzeugt mit seinem Joe Cocker-artigen Stageacting und seinen albernen Ansagen einen nicht unerheblichen Fremdschmfaktor. Doch wie durch ein Wunder gelingt es der Band im Laufe des Sets das zweifelsohne wohlwollende Publikum auf seine Seite zu ziehen und am Ende sogar mehr als Hflichkeitsapplaus zu ernten. Die fnf Jungs beherrschen nmlich nicht nur ihre Instrumente, sondern sind einfach mit viel Spa bei der Sache, ohne auch nur im Geringsten cool oder professionell wirken zu wollen. Das Zauberwort lautet "Authentizitt".

SUBSIGNAL merkt man an, dass sie sich als Liveband noch nicht hundertprozentig gefunden haben. Es gibt hier und da noch Abstimmungsschwierigkeiten und Snger Arno Menses vergisst auch schon mal die ein oder andere Textzeile. Doch geht der sympathische Hollnder (Nein, das ist kein Widerspruch in sich!) so locker und witzig mit diesen Fauxpas um, dass man ihm alles gleich nachsieht, auer vielleicht der alberne Umgang mit dem Namen seiner ex-Band (Blasphemie!). Denn gerade die drei SIEGES EVEN-Songs sind die Highlights in einem Set, in dem fast das komplette "Beautiful & Monstrous"-Album dargeboten wird. Die vergleichsweise ruhigeren Nummern des zu recht hoch gelobten SUBSIGNAL-Debts funktionieren auch live und ziehen das Publikum in ihren Bann. Obwohl Arno mit seiner exaltierten Art und seiner beeindruckenden Statur den optischen Mittelpunkt des Geschehens bildet, ist Gitarrist Markus Steffen fr mich der eigentliche Held des Abends. Wie eh und je spielt er sachlich und unaufdringlich seinen Stiefel runter und entlockt seiner Gitarre die himmlischsten Klnge. Dieser Mann ist sowohl als Gitarrist als auch als Songwriter vllig unterbewertet, was ihm wahrscheinlich total am Arsch vorbei geht. Schade, dass die Holzwarth-Brder seinen Weg nicht mehr mitgehen konnten und wollten, denn die wohl beste deutsche Rhythmussection wird selbstredend schmerzlich vermisst, auch wenn Ralf und Roel ihre Sache gut machen. Keyboarder David rundet das positive Gesamtbild nicht zuletzt durch seine harmonischen Backingvocals gekonnt ab. SUBSIGNAL Am Ende des Tages mache ich mich also mde und gleichzeitig begeistert auf den Heimweg, um direkt um die Ecke geblitzt zu werden. So fuckin` what! Ich wrd` trotzdem immer wieder hinfahren!

Setlist: SUBSIGNAL

  • Where Angels Fear To Tread
  • Rain Is The Most Beautiful Color
  • The Sea
  • The Trick Is To Keep Breathing
  • Unbreakable
  • Walking With Ghosts
  • I Go With The Wind
  • Eyes Wide Open
  • To Hope The Road Is Long
  • Beautiful & Monstrous
  • Tidal
  • Paradigm
  • Lonely Views Of Condors
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