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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing FREAKY FUKIN WEIRDOZ & HIGH GAIN DISTRICT
Ort Hamburg, Logo
Datum 24.10.2009
Autor Marc Schallmaier
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Obwohl sich die Freaky Fukin Weirdoz 2001 auflsten, hatte ihr Name in der Szene doch weiterhin Bestand. Lag es an den wenigen Konzerten, die sie zwischendurch immer mal wieder gaben, oder an der Tatsache, dass man ihrer Musik eine gewisse Eigenwilligkeit nicht absprechen kann ? Denn de facto gab es das letzte richtige Album im Jahre 1998. Nun sind 11 Jahre ins Land gezogen, und die vier Mnchener wollen es anscheinend noch mal wissen. Zu der neuer CD Oh My God gab es auch gleich die entsprechende Tour.
FREAKY FUKIN WEIRDOZ FREAKY FUKIN WEIRDOZ Im Vorprogramm an diesem Abend im traditionsreichen Hamburger Logo standen aber zunchst die Nordlichter von High Gain District aus Schleswig Holstein auf der Bhne. Mit ihrer Mischung aus Rock und Alternative sowie leichte Einschlge der Marke Funk und Jazz konnten sie bestimmt den ein oder anderen der gut 200 Besucher berzeugen. Mir persnlich gefiel lediglich der Gesang in einigen Passagen nicht, ansonsten wippte der Fu schon bei dem ein oder anderen Song leicht mit. Ansonsten war der Auftritt zwar routiniert aber keinesfalls langweilig, die 45 Minuten vergingen doch sehr zgig.

Nach einer kurzen Umbaupause enterten dann die Herren von Freaky Fukin Weirdoz die heiligen Bretter. Zur Begrung rotzte Gitarrist Rifkif P. erst mal an die niedrige Decke, um anschlieend eine zweite Lama Attacke auf seinen Bassisten Gringo loszulassen. Dieser nahm es aber mit Humor, wobei wir auch beim Hauptthema des Abends wren. Allein der Auftritt von Frontmann Commander Zdanko ist ja eigentlich schon den Eintritt wert. Fr diesen Abend entschied er sich fr einen rotes Ganzkrper Kondom, dass Elvis Presley wohl im Grab rotieren lsst. Dazu noch schwarze Schuhe mit ordentlich Abstzen. Respekt, in den Dingern htte ich mich schon nach fnf Minuten auf die Schnauze gelegt. Aber bung macht anscheinend wirklich den Meister und der Snger wirkte in keiner Sekunde unsicher in seinen Tretern. Der relativ kleine Raum auf der Bhne wurde dann auch gut genutzt, zuzglich bekamen die Band einen guten und nicht zu lauten Sound verpasst, was heutzutage ja nicht mehr gang und gbe ist. FREAKY FUKIN WEIRDOZ FREAKY FUKIN WEIRDOZ Die neuen Songs wurde vom Publikum sehr interessiert aufgenommen, auch wenn natrlich klar war, dass viele gekommen waren, um die Hits aus den neunziger Jahren zu hren. Gerade bei "Sticky Weed" oder auch "Mao Mak Maa" kam dann auch ordentlich Bewegung in die Besucher. Der seit zwanzig Jahren gelebte Crossover der Herren hat bis heute nicht an Durchschlagskraft verloren und so gab es eine bunten Querschnitt jeglicher Schaffenszeit.
Warum Commander Zdanko dann teilweise seine Ansagen auf englisch abhielt, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch seine Sonnenbrille nahm er den gesamten Auftritt ber nicht ab. Kann vielleicht daran liegen, dass er dem ein oder anderen Bewusstseins erweiternden Mittel nicht ganz abgeneigt war, mit der Einschtzung mag ich aber auch daneben liegen. So war das gesamte Konzert wie bereits eingangs erwhnt eine sehr spaige Angelegenheit und bot einen ordentlichen Unterhaltungswert. Nach zwei Zugaben war dann auch endgltig Schluss, aber bis dahin hatten die Weirdoz auch fast 100 Minuten gespielt. Hoffen wir mal, dass sie mit ihrem neuen Album durchstarten knnen und die musikalische Bandbreite unseres Landes etwas erweiterten.

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