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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing D.A.D., HEAVEN'S BASEMENT
Ort Andernach, JUZ Live Club
Datum 19.09.2009
Autor Thorsten Dietrich
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Es war ein warmer Samstagabend im September, im Juz spielte die dnische Legende D.A.D. mit der jungen und Arsch tretenden Band HEAVEN'S BASEMENT aus England, die mir sehr positiv auf der THUNDER-Abschiedstour aufgefallen sind.

Leider sind bei 21 Euro im Vorverkauf nur circa 170 Zuschauer erschienen, was aber auch mit der Tatsache zusammen hngen kann, dass die Tour etwas zu flchendeckend geplant wurde und "nhere" Orte wie Kln, Frankfurt oder Aschaffenburg natrlich Fans abhielten nach Andernach zu kommen. Dabei war ein Samstag Abend jedoch eine tolle Gelegenheit, da am nchsten Tag fr die meisten nicht der Wecker rappelte! HEAVEN'S BASEMENT verkauften coole Shirts und ihre 30 Minuten EP immer noch fr faire fnf Euro. Leider gab es nur eine Single mit zwei neuen Songs fr ebenso faire 2 Euro, ich htte mich ber ein ganzes Album gefreut, doch die Single habe ich trotzdem gekauft. Bei D.A.D. wunderte ich mich dann ber das groe Backdrop "Disneyland After Dark" und denselben Aufdruck auf den Shirts. Ich habe berall gelesen so drfe man sich wegen dem Disney Konzern nicht mehr nennen. Seltsam, Shirts fr 25 Euro fand ich dann etwas zu berzogen!

HEAVENS BASEMENT HEAVENS BASEMENT

Als HEAVEN'S BASEMENT auf die Bhne gingen, durfte der Soundmann nicht alles Licht benutzen, was ich bei solchen kleinen Touren und allgemein sehr schwach finde! Das sind alte Relikte, die lngst abgeschafft hren. Die Musiker mussten noch ihr Drumkit mit auf die Bhne vor dem Teil von DAD platzieren. Der Bassist war nicht dabei, da er sich angeblich vor einiger Zeit den Arm brach, weshalb er und die Band auch nicht auf dem "Summer's End Festival" spielen konnte. Auf der Homepage der Band ist er auch nicht mehr aufgefhrt und ein kurzhaariger Unbekannter ersetze ihn auf dieser Tour. Infos habe ich keine gefunden. Fazit: Seltsam! So war der agile Haufen natrlich etwas eingeschrnkt! Ansonsten fiel direkt auf, dass Snger Richie die halblange Matte schwer gestutzt hatte und mir Eyeliner und gegeltem, leicht wirren Kurzhaarschnitt eher wie der junge Dero von Oomph! aussah. Aber auch ansonsten schienen die Mannen etwas den Friseur besucht zu haben und waren immer noch so spindeldrr wie in meiner Erinnerung. Besonders die Gitarristen Sid und Johnny, wobei Sids Hose gefhrlich tief hing und dabei einmal zu End des Gigs gefhrlich tief rutschte. Leider spielte die Band nur sieben Songs. Das Publikum war positiv eingestellt, wurde vom stimmsicheren Frontmann Richie auch permanent animiert, am Ende stand er sogar vor der Bhne, doch waren sie mit dem Material der Newcomer sicherlich auch nicht vertraut. Die Songs sind richtig klasse! Ich hoffe aber, dass HEAVEN'S BASEMENT nach dieser Tour einige neue Fans gewonnen haben!

Setlist HEAVEN'S BASEMENT:

  • Tear Your Heart Out
  • Can't Let Go
  • Misunderstood
  • The Long Goodbye
  • Reign On My Parade
  • 10 Minutes
  • Executioner's Day

Nun folgte eine ber 30 Minuten lange "Umbaupause" in der Jazzmusik lief, die wie eine Mischung aus einem "Edgar Wallace" Film und einem alten "James Bond" Soundtrack klang. Fazit: Auf Dauer nervig! Nach zwanzig Minuten fragte ich einen vom Soundteam nach dem Grund, worauf er meinte, dass dies der Wunsch der Band sei und auf der ganzen Tour praktiziert wrde. Kein Wunder, dass bei tollem Wetter und dieser Musik fast jeder drauen stand! DAD DAD DAD bewarben mit dieser Tour ihr 2008er Album "Monster Philospophy", hatten natrlich die volle Lichtshow und rockten mit dezenten Aufbauten neben ihrem riesigen Backdrop. Der Kern der Band sind die Gitarrenbrder Jesper (Gesang) und Jakob Binzler, sowie Bassist Stig Pedersen. Die Herren haben sich auch recht gut gehalten und natrlich war Bassist Stig mit seinen abgefahrenen fr ihn gebauten Bssen (u. a. ein Teil das wie eine Rakete aus einem Kampfjet aussah) der Hingucker, was ebenso sein Outfit anging. Die Jacke oder Umhang erinnerte an Gene Simmons' Kiss Kostm und zeigte viel von Stigs trainierten Oberkrper, whrend Jakob mit Hut eher der Unscheinbare der Band war. Er konnte sich aber auch in Position setzen und war genauso wie Frontmann Jesper recht agil. Jesper, mal mit und ohne zweite Gitarre punktete mit deutsch-englischen Ansagen und fand nette Worte ber die Stadt Andernach, welche die Band vor und nach dem Konzert unsicher machte. Der Sound war druckvoll und die Fans feierten die Jungs ab, die auch ihren Drummer bejubeln lieen, der wohl, wenn ich alles richtig verstand nicht so lange in der Band ist. Ich persnlich kannte aber zu wenig Songs um wirklich warm zu werden, fand den Gig aber gut und erfreute mich an ihrem grten Hit von 1989, "Sleeping My Day Away". Diesen rockten die Mnner aus Kopenhagen in einer extralangen Version am Ende des Sets.
Fazit: geiler Abend!

Setlist DAD:

  • True Believer
  • Beautiful Together
  • Jihad
  • Soft Dogs
  • Everything Glows
  • Reconstrucdead
  • Road Below Me
  • Grow Or Pay
  • Bad Craziness
  • Chainsaw
  • Monster Philosophy
  • Ridin' With Sue
  • Sleeping My Day Away
  • It's After Dark

Bilder: Torsten Butz

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