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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ROCK AREA FESTIVAL
Ort Loreley, Freilichtbhne
Datum 20.-22.08.2009
Autor T. Butz (TB), M. Kmmet (MK), T. Schwalbach (TS)
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Dieses Jahr fand zum ersten Mal das "ROCK AREA"-Festival auf dem berhmten Loreley-Felsen statt. So ist man gespannt, ob sich dieses idyllische und malerische Pltzchen als Veranstaltungsort wieder fr mittelgroe Metal-Events etablieren wird, denn viele Jahre fanden auf der Freilichtbhne keine hnliche Events mehr statt. Der legendre METALLICA-Auftritt ist mittlerweile Geschichte und neben dem "Magic Circle"-Festival konnte man dieses Jahr gleich zwei Veranstaltungen dieser Art auf dem geschichtstrchtigen Felsen erleben. Warum so lange keine Metal-Events veranstaltet wurden ist mir nicht bekannt. Ich hoffe mal, dass dies in Zukunft so bleibt. Das bereits vor siebzig Jahren eingewiehene in Bruchstein gemauerte Amphitheater gestattet zumal jedem Besucher, ob gro oder klein, von nahezu jedem Standort aus einen freien und stresslosen Blick auf das rege Bhnengeschehen. Auch kann man sich ber den Sound nicht beklagen. So erweist sich dieser Ort als ideale Location fr eine mittelgroes Szene-Festival. (TB/MK)

Festivalgelnde

Die Anfahrt zum Weltkulturerbe erweist sich als problemlos, nur sind, falls man denn bersetzen muss, an der Rheinfhre kurze Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Am Parkplatz angekommen, wei nun keiner Bescheid. Das Security-Personal ist vollkommen inkompetent, lediglich im stetigen Schikanieren und in der totalen berwachung der ausnahmslos friedlichen Metalheads kann man sich bestens profilieren. Auch sehr unvorteilhaft ist es, dass Parken und Campen auf getrennten Pltzen stattfinden muss, wobei dies von der rtlichen Lage her kein Problem darstellen drfte. Was ich persnlich allerdings und aufgrund meines mangelnden Fachwissens im Thema Menschenfhrung selbstverstndlich nicht einfach in den Raum stellen mchte. Vom rabiaten, unkoordinierten und mit Verlaub teilweise schwachsinnigen Handeln und Agieren der Sicherheitskrfte distanzierte sich der Veranstalter allerdings im Nachfeld, da ihm von Seiten des Pchters ein Mitspracherecht in dieser Sache verwhrt wurde. (MK)

Nun jedoch zum Hauptschlichen, den Bands dieses Festivals. Ein gemischter Strau bunter Melodien wird geboten. Von Punkmusik, etwas fr den Mittelalter- und Gothik-Freak, ber Power-, Death und Black Metal wird jeder Geschmack getroffen. Klar sind der musikalischen Vorliebe entsprechend auch Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Diese knnen jedoch vor dem eigentlichen Gelnde verbracht werden. Hier hat man eine kleine aber umfangreiche Hndlermeile aufgebaut. Auch kann man im rtlichen Besucherzentrum den gnadenlosen Sonnenstrahlen entfliehen und bei einem kleinen Snack, Kaffee oder Kuchen, vielleicht auch bei einem khlen Blonden den Leerlauf entspannt berbrcken. Im Groen und Ganzen kann man sich so auf ein musikalisch untermaltes Wochenende freuen. (MK)

Die Opener EXCREMENTORY GRINDFUCKERS knnen tatschlich keinerlei Talent vorweisen, so dass man die fnf Jungs aus Hannover in der Berichterstattung vollkommen vernachlssigen knnte. Zumal sich Kollege Butz an diesem extrem heien Donnerstag nach schweitreibender Arbeit noch auf dem Weg durch das schne Mittelrheintal befand: "Geffnete Fenster brachten im Auto keinerlei Khlung, ein Gefhl als wre ein gigantischer Fn auf uns gerichtet. Schonmal ein Vorgeschmack auf das, was uns irgendwann einmal in der Hlle erwartet, in der wir fr unsere Untaten schmoren werden." (TB/MK)

BELPHEGOR, so ein Geballer hat die holde Loreley schon lange nicht mehr gehrt, falls berhaupt schon mal solch eine Death/Black Metal-Band dort gespielt hat. Es ist auch nicht ganz meine Baustelle, so dass ich die Gelegenheit gleich nutzte das Gelnde zu sichten. Dazu etwas flssiges zur Abkhlung und flugs betraten HEAVEN SHALL BURN die Bhne. Doch auch mit deren Hardcore/Death/Thrash-Gemisch habe ich meine lieben Probleme. Das gilt jedoch nicht fr alle Besucher, denn vor der Bhne waren bereits einige rotierende Matten zu sichten. Die Chance einen Mosh- oder Circle-Pit zu bilden, bietet sich nicht, dafr ist die Location nicht geeignet. Nur ein sehr schmaler, ebener Streifen befindet sich direkt vor der Bhne, dahinter beginnen bereits die Stufen. Vielleicht demnchst ein "Stair Pit To Heaven?!?" Ein Aspekt, den die Architekten seinerzeit nicht bedachten. (TB)

HAMMERFALL

Pnktlich betreten die Headliner dieses Tages, HAMMERFALL, die Bhne, um mit ihrem True-Metal den Abend zu beschlieen. Ein starker musikalischer Kontrast gegenber den anderen Bands dieses Tages. Oscar und Co. hatten sichtlich Spa und performten einen Querschnitt durch ihr Schaffenswerk. Snger Joaquim schien ein wenig schwach auf der Brust zu sein, er wirkte nicht ganz bei Stimme. Auf ihren wohl bekanntesten Song "Hammerfall" wartete man an diesem Tag jedoch vergeblich. Ob er sich nicht auf der Setlist befand oder ob man es zeitlich nicht geschafft hatte, da um Punkt Mitternacht Feierabend ist, kann ich leider nicht sagen. Fakt ist, dass HAMMERFALL einige neue Stcke gespielt haben, aber auch viele alte, wie zum Beispiel einige der "Legacy Of Kings"-ra oder "Riders Of The Storm" vom 2002er "Crimson Thunder"-Album. Wie gesagt, um zwlf war Schicht und das sollte auch in den kommenden Tagen so sein. HAMMERFALL: Ein guter Abschluss des ersten Tages. (TB) Wobei das erste meiner Meinung nach einzig gute Album der Schweden leider vollkommen vernachlssigt wurde. Dennoch haben HAMMERFALL Spa gemacht. (MK)

FREITAG:

Nachdem der Donnerstag so hei war, brachte der Freitag erstmal Abkhlung in Form von Oben herabfallendem Wasser. So verschob sich unsere Abfahrt ein wenig nach Hinten, so dass wir gerade rechtzeitig zu den DIMPLE MINDS am Felsen aufschlugen. Deren bekanntestes und immer wieder gerne mitgegrhltes Stck "Durstige Mnner" durfte natrlich auf keinen Fall fehlen. Auch Textpassagen wie "Blau Wie Die Sau" fanden regen Zuspruch im langsam anwachsenden Publikum. Zum Ende gab uns der Snger noch eine Weisheit mit auf den Weg: "Wir sollen nur so viel Saufen, dass fr den Samstag noch zwei Zellen brig bleiben". Danke fr den Tipp, ist aber, glaube ich, nicht berall angekommen oder es war bereits zu spt. (TB)

Mit MAROON ging es dort weiter, wo HEAVEN SHALL BURN am Tag zuvor aufhrten. Schon zu Beginn wurde die Zuhrerschar gefragt, ob sie bereit wre fr den totalen Vernichtungsschlag. Snger Andre versuchte mehrmals die Zuhrer zum "Tanzen" zu animieren. "Ja, lasst uns tanzen", er meinte vielmehr Pogo, das wre erlaubt, doch es ist wie bereits gesagt auf der Loreley sehr schwierig. Doch wo ein Wille, da ist auch ein Weg und Andre schickte die Pogo-Wtigen einfach hoch auf die Wiese, um bei "Reach The Sun" selbst mitzumachen. Unterwegs macht er kurz halt bei einer Bierleiche, die sich zuvor den bisherigen Tag noch mal ausgiebig durch den Kopf gehen lie und nun komats auf einer Stufe lag. Andre sprang ein wenig bei ihm rum, brllte ihn an, eher mit migem Erfolg. Mehr Erfolg hatten MAROON bei ihren Fans, die den Gig als gelungen empfanden. (TB)

Weiter geht's mit ENDSTILLE! Angemalte Gesichter, ellenlange Nagelbnder, dass muss Black Metal sein. Dazu Krawall, purer Hass den einem von den Kielern entgegen geschmettert wird. Diesem brachialen Getse musste ich mich leider entziehen und fliehe zu einem Streifzug durch den Metal-Markt. (TB)
Mein letztes Erlebnis dieser Art konnte ich auf einem der letzten "Up From The Ground"-Festivals erleben. ENDSTILLE machten damals schon keine Gefangenen, doch mit dem norwegischen KOLDBRANN-Snger Mannevond, der zur Zeit fr einige Show einspringt, knnen die Norddeutschen schon mehr berzeugen. Fazit: Nicht sehr originell, doch dem Tageslicht zum Trotze sehr effektiv fr Genrefans! (MK)

Zu meiner Freude wurde es mit SABATON wieder etwas melodischer. Die Skandinavier erschienen im Tarnhosen-Einheitslook auf der Bhne. Snger Joakim wirkte mit seiner Sonnenbrille etwas distanziert. Der melodische Power Metal kam auch beim Publikum gut an und so konnten SABATON den bisher strksten Zuspruch des Tages ernten. Stark akzentuierte Sprche von Joakim, zum Beispiel: "Noch ein Bier", sorgten fr Lacher und SABATON-Sprechchre forderten mehr Granaten wie "Panzer Battalion" oder "Metal Machine". Das Keyboard war mir fr meinen persnlichen Geschmack oft zu stark im Vordergrund, ansonsten ein absolut gelungener Auftritt. (TB)

Auch wenn Mittelalter Musik nicht Jedermanns Geschmack ist, eins mu man Bands dieses Genres lassen: sie haben eine treue Fanschar, welche die Musik nicht nur zu Hause hren, sondern stets zahlreich die Konzerte besuchen. So sind die Rnge gut gefllt als SCHANDMAUL beginnen. Im Laufe ihrer Karriere haben sie so manchen Hit geschrieben und so werden Songs wie "Vogelfrei" oder etwa "Walpurgisnacht" begeistert mitgesungen. (TB)

AMON AMARTH

Ein weiterer Festivaltag neigt sich dem Ende zu und AMON AMARTH haben die Ehre, Headliner des zweiten Tages zu sein. Untersttzt von zahlreichen Pyros, schmettern uns die Schweden ihre Hymnen entgegen. Snger Johan trgt ein Trinkhorn an seiner Seite, das er mit einem Kompliment an das deutsche Bier an die Lippen fhrt. Ich bezweifle allerdings, dass sich darin tatschlich Bier befindet, denn so selten wie er daran trank, konnte es schlielich nur noch abgestandene Plrre sein. Brachiale Songs wie "Fate Of Norns", "Death In Fire" untermalt von mchtigen Stichflammen oder "Cry Of The Black Birds" mit Krhengeschrei als Intro, lieen keine Langeweile aufkommen. Links und Rechts auf der Bhne standen Scheinwerfer-Podeste, welche die Musiker von unten anleuchteten, wenn sie darauf standen, doch der gewnschte dramatische Effekt blieb aus, die Lampen hatten wohl eher nur noch die Funktion bei den niedrigen Temperaturen das Gemcht zu wrmen. Wie auch immer, AMON AMARTH lieferten eine grandiose Show. (TB)

Wer nun nach fast zwlf Stunden Live-Mucke immer noch nicht genug hat, wird schnell von dem "Aufrumpersonal herausgekehrt", um der ausklingenden Aftershow-Party im Biergarten der Rheinterrassen beizuwohnen. Hier trifft man sich nun zu einem Gute Nacht-Trunk! (MK)

SAMSTAG:

Bevor man sich versah, ist bereits der letzte Festival-Tag angebrochen. Wie auch die Tage zuvor, kamen wir wieder etwas spter auf dem Gelnde an. Um halb Eins fand die angekndigte Special-Kick-Off-Show mit AGNOSTIC FRONT statt, welche, wie ich mir sagen lie, drftig besucht war, aber dafr so richtig ordentlich abging. Aktuell waren LETZTE INSTANZ am Spielen. Diese sah ich bereits ein Jahr zuvor auf dem Open Air in Andernach. Doch damals wie heute konnte ich der Musik nicht viel abgewinnen. Zeit fr einen Plausch mit anderen Metal+Rock-Fans. (TB)

Mit ICON hatte ich noch vor Jahren mit meiner damaligen Band die Bhne geteilt. Die Truppe aus dem Saarland haben sich mittlerweile um Lngen verbessert, zelebrieren jedoch immer noch lupenreinen Death Metal. Sympathisch bestreitet man nun den Gig auf einer greren Bhne. Zur frhen Spielzeit finden sich leider nur wenige untersttzende Banger ein. Doch im Groen und Ganzen kann man von einem gelungen Auftritt berichten. (MK)

Fr A.O.K. suche ich mir ein schnes Pltzchen mit freiem Blick auf die Bhne und lasse mich berraschen, was die Skandal-Rocker vom Main so bieten. Und sie bieten viel nacktes Fleisch, viel mehr als man sehen mchte. Bilder, die sich in die Netzhaut eingebrannt haben. Pluspunkte konnten sie bei mir sammeln, als sie ber den "Butzemann" singen. Neben Krautsalat-Attacken auf die geneigte Hrerschaft, zieht sich einer der Snger noch das Mikro schn ordentlich hinten durch die Kimme. Den nachfolgenden Bands schon mal viel Spa vorab. Musik war bei A.O.K. eher nebenschlich, die nackte Show muss das Markenzeichen der Band sein. Aber zur Statistik sind mir folgende Titel im Gedchtnis geblieben: "Girl Vom Wurststand" und "Heavy Metal Breakfast", eine Variante des GRAVEDIGGER-Songs "Heavy Metal Breakdown". (TB)

Danach war mit BRAINSTORM das totale Kontrastprogramm angesagt. Die Band war ja so ein bisschen die Vertretung des Power Metal beim diesjhrigen "ROCK AREA"-Festival" und das hat sie richtig gut gemacht. Mit dem schnellen recht heftigen Opener "Falling Spiral Down" ihrer letzten CD ging die Band mit ihrer mitreienden Spielfreude direkt in die Vollen, um danach mit ihrer typischen Mischung aus lteren Klassikern wie "Hollow Hideaway" oder "Shiva's Tears" und Songs ihrer letzten beiden Alben zu begeistern. Schn fand ich, dass BRAINSTORM mit "End In Sorrow" auch eine Ballade in ihrer Setlist hatten und damit fr Abwechslung sorgten. Andy B. Franck sang tadellos, war wie immer der showtechnische Aktivposten der Band und machte seine Singspielchen mit dem Publikum. BRAINSTORM Dabei zeigte er auch mal Humor (Ansage: "Ihr macht auch jeden Schei mit!") und schaffte eine gute Bindung zum Publikum. Aber neben Andy konnte auch Neubasser Antonio Iera (ist seit der Tour zum letzten Album dabei) berzeugen und war die meiste Zeit wie wild am rumbangen. Die beiden Gitarristen Thorsten "Todde" Ihlenfeld und Milan Loncaric hielten sich dagegen wie gewohnt optisch eher im Hintergrund, berzeugten durch ihre musikalischen Darbietungen und ihr perfektes Zusammenspiel. Im Laufe des Sets wurde es im Publikum auch etwas voller und die typischen Refrains dieser Band wurden beeindruckend mitgesungen. Durch das Nichterscheinen von den im Stau stehenden ELUVEITIE konnten BRAINSTORM ihre Spielzeit noch ausdehnen, weshalb sich die Band erst nach festivalfreundlichen fast fnfundsechzig Minuten mit dem atmosphrischen "Under Lights" verabschiedete und verdienterweise vom Publikum abgefeiert wurden. Auch wenn vieles doch sehr gewohnt ist, haben BRAINSTORM auf der Loreley absolut berzeugt. Aber das ist bei dieser Band halt so. Man wei, was man bekommt, und es macht immer wieder Spa. Im Oktober gibt es ein neues Album, fr das Andy am Ende in seiner ultrasympathischen Art noch ein bisschen Eigenwerbung machte. (TS)


    Setlist BRAINSTORM:
  • Falling Spiral Down
  • Blind Suffering
  • Worlds Are Comin' Trough
  • Shiva's Tears
  • Fire Walks With Me
  • End In Sorrow
  • Highs Without Lows
  • Hollow Hideaway
  • All Those Words
  • Painside
  • How Do You Feel
  • Under Lights

1983 wurde ONSLAUGHT als Punk-Band gegrndet. Nach einigen Platten und einer Besinnung zum Thrash-Metal, lsten sie sich 1991 auf, fanden 2005 wieder zusammen und mit ihrem 2007er Album "Killing Piece" konnten man sie dieses Jahr auf dem "ROCK AREA" live erleben. Bislang hatte ich noch nicht bewusst etwas von der Band gehrt und war sehr erstaunt, fast begeistert von den Englndern. Der geschtzte, ungefhr fnfundzwanzigste. Snger in der Geschichte der Band, Sy Keeler, machte seinen Job sehr gut und auch das musikalische Umfeld stimmte. "Metal Forces", "Devastation Of Planet Earth" und weitere Songs machten Lust auf mehr. Muss mir wohl mal ein Eisen der Metaller zulegen. (TB)

Bei den nachfolgenden KREATOR fiel dann zuerst einmal der beeindruckende Bhnenaufbau mit jeder Menge zum Teil rumlich aufgebauter Backdrops und einer Videoleinwand hinter dem Schlagzeug auf. Nach dem Intro "Choir Of The Damned" stiegen KREATOR mit dem Titelstck ihrer letzten CD "Hordes Of Chaos" in ihr Set ein, bei dem auch der Clip zu diesem Song auf der Leinwand mitlief. Mittlerweile waren die Rnge richtig gut gefllt und die Band wurde begeistert empfangen. Diese Begeisterung hatte die Band aber auch verdient, denn vom ersten Ton an zeigten KREATOR eine Spielfreude, bei der man einfach mitgehen musste. KREATOR Frontmann Mille war der Mittelpunkt der Show. In seiner typischen Art schrie, keifte und sang er sich durch die einzelnen Stcke und berzeugte durch gekonntes Gitarrenspiel. Und seine Ansagen kamen gut an, bei denen er mehrfach seinen Spa zeigte, mal auf der altehrwrdigen Loreley zu spielen. Aber auch Basser Christian Giesler und Gitarrist Samy Yli Sirni waren stndig in Bewegung und berzeugten musikalisch, sowie showtechnisch. Die ganze Band nutzte sehr oft den Laufsteg durch den groen Fotograben und baute eine Bindung zum Publikum auf. Auch KREATOR spielten ihre Mischung aus lteren Klassikern wie "Pleasure To Kill" und aktuellen Songs. Durch etwas langsamer angelegte Stcke wie "Voices Of The Dead", bei dem die Bhne sehr atmosphrisch einfarbig ausgeleuchtet wurde, sorgten KREATOR auch fr die ntige Abwechslung. Nach rund fnfundsechzig. Minuten ging die Band zum ersten Mal von der Bhne. Kurz darauf kam Mille mit einer groen KREATOR-Fahne in der Hand zurck und es war klar, was folgte. Das Publikum brllte schnell die Refrainzeilen von "Flag Of Hate" mit, die Band stieg ein und gab bei diesem Song, der nahtlos in "Tormentor" berging, noch mal alles. Danach war leider endgltig Schluss. Zum Abschied legten KREATOR die Bhne in dichte dunkle Rauchwolken, bei denen man fast erwartete, dass gleich die Feuerwehr ausrckte. Die Band wurde verdient abgefeiert. Ein absolut berzeugender Auftritt. Irgendwie fhlte ich mich nach 1989 ins "Metal-Hammer"-Festival zurckversetzt, als KREATOR mich von jetzt auf gleich durch ihre Energie in ihren Bann gezogen haben. Und von dieser Energie hat die Band in zwanzig Jahren kein bisschen verloren. (TS)
Fr mich waren KREATOR die beste Band des ganzen Festivals, der wahre Headliner. Wirklich grandios, erstklassige Vorstellung. Bitte mehr davon! (TB)


    Setlist KREATOR:
  • Choir Of The Damned (Intro)
  • Hordes Of Chaos
  • Phobia
  • Terrible Certainty
  • Betrayer
  • Voices Of The Dead
  • Enemy Of God
  • Destroy What Destroys You
  • Pleasure To Kill
  • The Patriarch
  • Violent Revolution
  • Extreme Aggression
  • Zugaben:
  • Flag Of Hate
  • Tormentor

BOLT THROWER sind nicht sehr prsent auf Festivals und so war der Auftritt auf der Loreley der einzige dieses Jahres. Grund genug fr viele Fans vor Ort zu sein. Das Theater war gut gefllt, als schlielich die letzte Band des Festivals los schmetterte. Im Vergleich zu den Headlinern der letzten Tage war die Bhne sehr spartanisch ausgestattet, keine Pyros oder sonstiger Schnick-Schnack trbten das Bild, BOLT THROWER hauten die Hrerschaft mit einem gezielten Death Metal-Rundumschlag aus den Stiefeln. Die pure, reine Essenz des Metal wurde versprht. "Warmaster" wurde von dem 2004 zur Band zurckgekehrtem Snger Karl Willets derart in das Mikro gekeift, dass es eine wahre Pracht war. Allerdings hatte ich das Gefhl, dass das ein oder andere Bier bereits durch ihn vernichtet wurde. Mit "No Guts, No Glory" oder "For Victory" schlugen noch weitere Granaten in das Amphitheater ein, bevor auch BOLT THROWER um Mitternacht das Feld rumen mussten. Ein deftiger Abschluss fr ein interessantes Festival. (TB)


    Setlist: BOLT THROWER
  • The IVth Crusade
  • Forever Fallen
  • Mercenary
  • Entrenched
  • The Shreds Of Sanity
  • World Eater/ Cenotaph
  • At First Light
  • No Guts, No Glory
  • The Killchain
  • Powder Burns
  • ...For Victory
  • In Battle There Is No Law
  • When Cannons Fade

Trotz Werbung im TV und in den Print-Medien, war das "ROCK AREA" relativ schwach besucht. Die Rnge waren oft nur mig besetzt, erst gegen Abend war die Loreley relativ gut gefllt. Leider ein Phnomen, das dieses Jahr vermehrt aufgetreten ist: Die mittleren und kleinen Festivals sind oft schlecht besucht, die Geldbrsen sind nun mal nicht mehr so prall gefllt. Ich fand das "ROCK AREA" sehr gelungen und mchte auch nchstes Jahr wieder zu Gast auf dem Felsen sein. (TB)

Auch ich mchte als gefrchteter Kritiker meinen Senf nach einem im Nachhinein betrachtet durchaus gelungenen Wochenende abgeben: Es hat trotz einiger Missstnde, die sicherlich nchstes Jahr behoben sind, doch recht viel Spa gemacht. Daumen hoch! (MK)

Fotos: Michael Kmmet, Thorsten Schwalbach



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