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685 Reviews in der Datenbank
Billing SUPERFLY 69, SUBSTYLE, HANS
Ort Andernach, JuZ
Datum 27.09.2002
Autor Thorsten Dietrich
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Wir waren für die Juzkonzerte eigentlich schon zu spät als wir um ca. 20.15 Uhr in Andernach eintrafen. Doch entgegen meiner Annahme hatten wir die erste Band Hans nicht verpasst. Es tummelten sich ca. 20 – 30 Gestalten im JuZ , von denen auch einige zum Haus oder den Bands gehörten. Schade für die Bands und den Laden, sowie für das anwesende Publikum!
10 Minuten später erschienen Hans auf der Bühne, ein dämlicher Name, wann kommen denn Franz oder Josef? Die fünf Musiker mussten sich auf die Bühne quetschen, da die ohnehin nicht so große Bühne durch das Schlagzeug der nachfolgenden Band blockiert wurde. Toll! Das heißt Schlagzeug davor aufgebaut und aufpassen, dass man nicht über die Füße des anderen stolpert. Hans boten gefälligen Alternativ Rock, nicht mein Ding aber handwerklich o.k. Der Sänger verstand seine Arbeit und kommunizierte zwischendurch mit dem Publikum, jedenfalls der klägliche Haufen der da war. Nach einem Covermedley, wo ich „Give It Away“ heraushörte und einer ganz üblen Version von „Walk This Way“, wo die Power fehlte, hatte ich aber auch genug und es war dann schnell Schluss. Die eigenen Songs waren nicht verkehrt, aber wie gesagt nicht meine Baustelle!
Es plagte uns der Hunger und wir fuhren ins nahe Fressparadies Burger King, als wir kurze Zeit später wiederkamen, waren schon Substyle dran! Grrrrrrr! Auf den Plakaten waren diese als Headliner ausgewiesen, die anderen waren sogenannte Specialguests. Na toll, wegen denen bin ich doch gekommen. Das Quintett überzeugte mich direkt mit ihren tollen Songs und ich war froh noch ca. 20 Minuten sehen zu können. Für mich sind Substyle eine Mischung aus Faith No More und den Farmer Boys, wobei die Abgedrehtheit mancher Faith No More Songs nicht erreicht wird und die Härte der Farmer Riffs auch nicht, aber von den Melodien passt es schon. Substyle sind doch eigenständig, das ist eher ein Orientierungsvergleich.



Das Quintett um Sänger Guido, der sympathisch herüberkam und über eine gute Stimme verfügt, taten mir schon angesichts der immer noch mageren Kulisse leid, aber sie ließen sich nichts anmerken und boten die Songs motiviert dar. Leider kenne ich nur einige Songs von Subsytle, einer ihrer größten Hits ist immer noch „Downstream“ vom Debut! Dabei unterstützt der Keyboarder die restlichen Musiker mit Geige und Samples, ein echter Knaller. Was ich nicht mag, ist wenn Sänger immer die Hand hinter den Rücken nehmen, als wollten sie Popel verschwinden lassen, was besonders bei Alternativbands zum guten Ton gehört, bitte lass es! Na ja dann war schon alles fast vorbei und der Bandsong „Substyle“ hing mir noch länger im Ohr! Die Band hat zwei Alben und ne E.P. draußen, die ich unbedingt mal haben muss!
Teilweise war schon komisches Volk da, das lieber an der Theke lungerte als die Band zu sehen, selber Schuld! Nach der Umbaupause wurde es überraschenderweise etwas voller, keine Ahnung, aus welchen Löchern die Leute gekrochen kamen, gut für die Band Superfly 69.
Superfly 69 erwiesen sich als tolle Liveband, ich kannte nichts, mir gefielen sie aber ganz gut. Beim Quartett passte einer optisch nicht zum anderen, im Gegensatz zu Substyle, und der stimmgewaltige Sänger erinnerte mich an Moritz Bleibtreu in der Teddybärversion. Er sah auch zu schräg in seiner blauen Jeans, dem gelben Chikitashirt und der blauschwarzen Reisverschlussstrickjacke aus! Der Basser hatte bestimmt nach dem Konzert eine klatschnasse Matte unter seiner runden Strickmütze........



Die Mischung aus „Gute Laune“ Punk Rock und Crossover kam beim Publikum an, die Band wirkte trotz der spärlichen Kulisse gut gelaunt und hatte den Laden im Griff, so dass die Leute auch mal tanzten, sich bewegten, mitsangen oder Lärm machten. Songs wie das Bandlied „Superfly“, „Diane“, „One In A Million“ oder das flotte „Back To The Roots“ gefielen mir und dem Publikum und zeigten, dass die Jungs auf Abwechslung stehen, was ich Bands wie Bad Religion abstreite. Gutes Stichwort, einer der Gitarristen sah aus wie von diesen Bad Religion und sorgte neben dem Sänger für Bewegung, beide liefen mal ins Publikum oder rannten über die Bühne. Nette Aktion!
Nur die ausgelutschte und von jedem gespielte Coverversion von „Sweet Dreams“ hätten sich Superfly 69 bessere gespart, gääääähn....
Ebenso fand ich die Spielzeit von ca. 45 Minuten etwas frech!
Egal, ein gutes Konzert war es trotzdem. Ich denke aber, dass im JuZ nur die bekannten Sachen ziehen, was Bands wie In Extremo oder Bolt Thrower eindrucksvoll bewiesen haben!

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