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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RHAPSODY, ANGEL DUST, AT VANCE
Ort Offenbach, Hafenbahn
Datum 12.04.2002
Autor Thorsten Dietrich
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Endlich konnte ich einer meiner Lieblings - Powermetal - Combos mal live bestauen, dafr nahm ich sogar den Weg nach Offenbach auf mich, mit Aline und Kollegen NDK & Tom, wir wurden nicht enttuscht! Natrlich haben wir uns auf dem Hinweg wieder etwas verfahren, dank meiner und anderer Laberknste, jedoch kamen wir pnktlich zum Einlass an. Der Anblick der Hafenbahn ist zwar nicht schn und der Sound ist oft mies, aber es tut doch weh zu wissen, das wieder ein Metalstandort verschwindet. 19 ist fr die heutige Zeit an der Abendkasse echt o.k., wohl aber doch nicht billig, es sollten nur ca. 400 Zuschauer gewesen sein. Wie sagt Heinz Becker: "Ich bin ja nicht tolerant!" oder so, was da an geschmacklosen Outfits rumrannte, lsst die Lsterei ber Power - Metal Konzerte manchmal verstehen. Oberlippenbrte, karierte Kittelhemden, Hemd/T - Sshirt in Hose, Dauerwelle, Vokuhila und Vogelnestfrisur alles war vorhanden. Hilfe! Genug gelstert, nachdem ich mich ber den unfreundlichen griesgrmigen Security(?) Typ gergert habe, der auf No Mercy schon zu allen "suuupernett" war, fingen schon At Vance als erste Band an. Man konzentrierte sich zuerst auf Songs vom neuen Album "Only Human" wobei neben dem Titeltrack u.a. noch "Take My Away" von neuen Album gespielt wurden. Danach nahm man sich etwas Zeit die anderen Alben auch zu bercksichtigen: "Heart Of Steel" "Dragonchaser", Power & Glory" kame alle gut an, die Band zeigte Spiellaune und der Sound war fr den Laden, wie auch den ganzen Abend echt o.k. Snger Oliver berzeugte mit Stimmvolumen und die Band musste mit dem Manko der beengten Bhne kmpfen, da die Drums vor dem Headlinerkit aufgebaut wurden, eine Sitte, die wohl nie aufhrt. At Vance machten alles richtig! Nach kurzer Umbau und Trinkpause kamen dann Angel Dust zum Zuge, eine Band, die in den 80er Jahren Thrash machte und 2 Alben verffentlichte. Nach der Reunion in den 90er Jahren hat die Mark II Besetzung einen krftigen Power - Metal Sound. Snger Dirk und Co. hatten durch eine engagierte Performance und tolle Songs wie "The Human Bondage" , "Border Of Reality" oder "Bleed" die Menge schnell af Ihrer Seite, die Temperaturen stiegen wieder bedrohlich. Der neue Gitarrist (Name?) der Bernd Aufermann ersetzte (jetzt Running Wild) fgte sich gut in das Bandgefge ein. Wie At Vance war man schlau genug nicht nur Songs der neuen Platte "The Human Bondage" zu spielen sondern ein verkrztes Best Of Programm zu servieren. Super! Wann kommt die Headlinertour, Leute? Dann kam wegen des Headliners eine lngere Umbaupause, wo wir die Zeit wieder fr Luft und Getrnke nutzten. Wir schauten auch noch zum Merchandisestand, wo hatte faire Preise und grosse Auswahl herrschte, so soll es sein! Mit grauen denke ich an Preise von grossen Acts wie Dream Theater z.B. KAUFT DA NIX, WUCHERPREISE! Wir hatten noch Zeit uns wieder ber das sehr bunt gemischte Publikum zu wundern und entdeckten noch einige ble Haircrimes! Jetzt war es soweit, Die Backdrops waren wie eine Burg gestaltet, zustzliche schwenkbare Scheinwerfer sorgten fr eine tolle Atmosphre, als das obligatorische Intro anfing, das Publikum jubelte voller Erwartung als eine in einem weissen Kleid gekleidete Frau unter einem riesigen Schleier auf der Bhne tanzte, als sie verschwand erschien der Erzhler, welcher auf "Rain Of A.." und "Power Of The Dragonflame" zu hren und bei "Power...." auf dem Backcover zu sehen ist. Der erzhlte dann etwas aus der "Emeral Sword" Saga, die mit der neuen Platte beendet ist. Etwas lcherlich sah der Typ schon aus, ne Mischung aus Zauberer/Hexe - Karnevalsmaske, der im schwarzen Cape zum Playback herumfuchtelte. "Hoffentlich sieht uns hier keiner" sagte ich zu NDK, der auch etwas belustigt war. Dann strmten Rhapsody auf die Bhne und stiegen mit "Emerald Sword" ein. Sofort merkte ich die Spiel - und Bewegungsfreudigkeit der Band, die gut eingespielt wirkte. Das grsste Manko der Band die Liveperformance schien also behoben. Naja nicht ganz, dadurch das die Band so orchestral und klassisch angehaucht ist, kommt vieles vom Band oder wurde vom Keyboarder Alex Staropoli aufgerufen: Die Chre, die vielen klassischen Instrumente. Schade, keiner der Band singt Backingvocals! So hrt es sich knstlich an und hat nicht das geile Livefeeling einer Blinden Gardinen Show. Genauso "posig" war das Auftreten des Fltenspielers, der bei gelegentlicher Fltenunterlegung der Songs mit verschiedenen Flten bewaffnet auf der Bhne Verrenkungen machte. Sieht aus wie beim Musikantenstadl, was mein Vater immer sieht, denn kein Mikrofon war an der Flte angeschlossen. So net!!!!! Ist schon frech! Sonst gab es nicht viel zu meckern. Der neue Bassist und Drummer zeigten sich sehr engagiert und kompetent, vor allem begeisterte der kraftvolle Gesang von Fabio Leone. Man gab dem begeisterten Publikum einen superben Querschnitt der 5 Alben und eine gute Lichtshow. In der Mitte des Sets gab es noch ein Drumsolo, was aufgrund des getriggerten Drumkits optisch nicht so toll kam, aber ganz nett zu hren war. Das anschliesende Bass Solo htte man sich sparen knnen, dann lieber 3 von Joey De Maio ( o.k. eins). Schlitzohrige Italiener, bei den Solos konnten die anderen Bandmitglieder etwas verschnaufen! Bei der fast Arie "Lamneto Erioco" zeigte Fabio sein Knnen und das Chre wieder vom Band kamen GRRRRR! Hier hatten mal die Gitarrristen eine kleine Pause. Bei Songs wie "Power Of The Dragonflame" oder When Demons Awake" wurde auch gut aufs Gaspedal gedrckt! Nach ber 100 Minuten inklusive der onligatorischen Zugaben war dann Schluss und ich habe es nicht bereut. Yes, mighty Warrior! Gut gelaunt traten wir den Heimweg, doch das ist eine andere Geschichte...
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