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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing LAMB OF GOD & MISERY SPEAKS
Ort Kln, Stollwerk
Datum 29.06.2009
Autor David Lang
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LAMB OF GOD zhlen, nichts zuletzt dank der sehr guten, letzten Alben mittlerweile auch in Deutschland zur "Metal-Elite". Das lie sich Ende Juni sehr gut in Kln nachvollziehen. An einem heien Montag Abend ziehen die Amis ganze Horden dunkel gekleideter Menschen ins Brgerhaus Stollwerk.

Es ist hei, liebe Leute, tierisch hei. Allein auf der Fahrt nach Kln haben mein Freund und Beifahrer Dan und ich bereits geschtzte 5 Pfund verloren... allein durchs Schwitzen.
LAMB OF GOD sollen heute im Luxor spielen, doch aufgrund der immensen Nachfrage wurde die Show ins grere Stollwerk verlegt. Definitiv mit ein Grund fr die gute Laune meines Interviewpartners, LoG Drummer Chris Adler (siehe Interview!). MISERY SPEAKS MISERY SPEAKS Nach diesem Vorfall der prominenteren Art ziehen wir es vor, es uns im Mini-Biergarten vor dem Stollwerk gemtlich zu machen statt verzweifelt nach einem Mc D. oder hnlichem Ausschau zu halten. Das bisschen was wir essen... Nun ja, nach 3 Bierchen hab ich meinen Konsum dann auch gleich wieder eingestellt, muss ja schlielich noch fahren. ber drei Stunden dauerte es letztlich, bis MISERY SPEAKS den Abend musikalisch erffnen sollten. Die Mnsteraner zogen bereits eine beachtliche Anzahl feierwilliger Menschen ins Innere des Brgerhauses und bretterten auch gleich drauf los. Ob es geschickt war, den Leuten fast ausschlielich Songs des recht neuen Albums "Disciples Of Doom" zu bieten, sei mal dahin gestellt. Snger Przemek jedenfalls hatte die Massen im Griff und brachte die Fans gar zu einem Circlepit. Bei Temperaturen, die schon jetzt jenseits der Schmerzgrenze lagen definitiv keine schlechte Leistung fr eine verhltnismig kleine Vorband. Mich persnlich konnten die fnf an diesem Abend (musikalisch) weniger berzeugen, was aber auch durchaus an besagten Temperaturen, damit einhergehender niedriger Motivation und der Unkenntnis des neuen Materials gelegen haben knnte. Dieses unterschied sich nmlich doch mehr von den beiden Vorgngeralben, als Flo und Stephan mir vorher noch weis machen wollten. Wie auch immer, der Sound war durchaus ok, das Publikum ging steil und die Musiker hatten Spa in den Backen.

Setlist: MISERY SPEAKS

  • End Up In Smoke
  • The Burning Path
  • Disciples Of Doom
  • To My Enemies
  • A Road Less Travelled
  • Obsessed

Letzteres kann man von 2/5 der LAMB OF GOD Besetzung nicht wirklich behaupten. Willie Adler und Mark Morton, ihres Zeichens Gitarristen bei den Amis wirkten an diesem Abend so dermaen unsympathisch, lustlos, ja gar angepisst, dass man sich allen Ernstes fragen musste, warum die zwei berhaupt erst aus dem Bett gestiegen sind. Adler stand zunchst permanent auf seinem Posten neben der linken Box, bangte sporadisch und beschrnkte sich ansonsten auf den bsen Blick. Morton poste und bangte zwar wesentlich mehr als sein sechssaitiger Kollege, doch auch sein Blick war mehr als nur schwermetallisches Bse-Buben-Gehabe. LAMB OF GOD LAMB OF GOD Agiler Gegenpol zu den beiden Motzmuckern war zweifelsfrei Snger Randy, der stndig in Bewegung war, schrie und brllte wie ein junger Gott und auch ansonsten den Eindruck machte, er habe tatschlich Spa. Drummer Chris konnte da, aufgrund seines eingeschrnkten Bewegungsradius' natrlich nicht mithalten, unterlegte die Songs jedoch mit einem arsch tighten Groove und auch Bassist John Campbell legte ein erdiges Fundament unter das Gebretter, whrend er die Mhne schttelte. Wenn man auch sagen muss, dass 65 Minuten, von denen gerade mal 55 Minuten die Musik ausmachten, nicht gerade mrderisch viel Spielzeit fr einen Headliner dieses Formats waren, so kann man doch festhalten, dass diese knappe Stunde es in sich hatte. Sieht man nmlich mal von den Launen der beiden Mariachis (und kurz auch Snger Randys Verhalten gegenber Stagedivern; ihr merkt es bestimmt, mich hat es gestrt) ab, kann man den Musikern definitiv eine mehr als amtliche Leistung bescheinigen. Der Mixer hat einen guten Job gemacht, die Stimmung im Pit war grandios und die Band feuerte ein Best Of Programm in die schwitzende Masse. Der Erffnungsschlag "In Your Words" und "Set To Fail" vom aktuellen Album "Wrath" und das darauf folgende gttliche "Walk With Me In Hell" (etwas langsamer gespielt) lieen die Stimmung von Sekunde 1 an sofort berkochen. Erwartungsgem provozierte "Redneck" im Zugabenblock die heftigsten Reaktionen und so war nach der knapp bemessenen Spielzeit wohl letztlich auch keiner wirklich enttuscht, als er aus der Heavy Metal Waschkche ins leicht abgekhlte Kln entlassen wurde.

Setlist: LAMB OF GOD

  • In Your Words
  • Set To Fail
  • Walk With Me In Hell
  • Hourglass
  • Something To Die For
  • Ruin
  • Dead Seeds
  • Grace
  • Broken Hands
  • Laid To Rest
  • Contractor
  • Reclamation
  • Redneck
  • Black Label

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