Navigation
                
25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing OPETH, LONG DISTANCE CALLING
Ort Wiesbaden, Schlachthof
Datum 31.05.2009
Autor Andreas Goericke
>> Als E-Mail versenden

Was war das denn fr ein herrlicher Sonntag. Es war wunderbar sonnig als Sabine und ich uns gegen 17 Uhr gemtlich auf den Weg gen Wiesbaden aufmachten, um die Superschweden OPETH und die relativ neugeborenen Prog-Gtter LONG DISTANCE CALLING zu bewundern. Long Distance Calling Long Distance Calling Wir kamen pnktlich an der Halle an und hatten zunchst ein Interview mit OPETH zu absolvieren, das sich mit Gitarrist Frederik leider doch etwas mhsam anlie. Das vollstndige Interview findet ihr in der Interview-Sektion. Etwas ernchtert von diesem Auftakt wurden wir vorerst wieder heraus komplimentiert, bis der tatschliche Einlass erfolgte. Der Schlachthof war zu Beginn mig gefllt, so dass wir uns ein paar schne Pltze recht weit vorne angeln und uns auf die Youngsters LONG DISTANCE CALLING freuen konnten.

Die Mnsteraner traten in gewohnt lssiger und sympathischer Art auf die Bretter und nahmen grinsend ihre Instrumente in die Hand. Mit dem Intro von Ambience-Mann Reimut wurde dann der Opener "Sundown Highway" gezndet, der mit seinem rockigen Groove schon schwer vormarschierte und die Temperatur in der Halle solide steigen lie. Wie blich bernahm Bassist Jan die Ansagen und die Jungs waren sichtlich spielfreudig und gaben dem Publikum einen soliden Einstand vor OPETH. Das Publikum nahm den raumfllenden und ausufernden Sound der Deutschen sehr dankbar auf und brachte die Band damit erst so richtig in Stimmung. Auf der groen Bhne waren die Songs von LONG DISTANCE CALLING sowie ihre Performance noch deutlich eindrucksvoller, als auf den schmalen Brettern, auf denen ich sie bisher sehen konnte. Es war eine reine Freude, dieser Kapelle an jenem Abend erneut zusehen zu drfen. Sie spielten ihre Kompositionen mit solcher Lssigkeit und dennoch so unendlich viel Gefhl, dass es mich jedes Mal kalt schauerte. Wobei natrlich auch die hrteren Parts nicht fehlten und den Gsten die ersten Haareschttler entlockten. Nach leider nur drei weiteren Songs war die Dreiviertelstunde auch schon aufgebraucht und die Band verabschiedete sich sehr freundlich von den Gsten und machte Platz fr den Headliner des Abends: OPETH.



Setlist: LONG DISTANCE CALLING Opeth
  • Sundown Highway
  • Black Paper Planes
  • Metulski Curse Revisited
  • Apparitions

Nach einer gemtlichen Umbaupause, bei der viele zum Rauchen, oder Bierchen zischen nach drauen strmten ging es gut 15 Minuten spter weiter. Opeth Mit dem bekannten Gitarrenintro startete das, was man gemeinhin als Weltklasse-Performance bezeichnen konnte. Sehr gut gelaunt enterten die Herren um Mikael Akerfeld die Bhne des Schlachthofs und langten, wie bereits im Winter, mit "Coil" als Erffnungsstck hin. Es war wie immer wieder komplett erstaunlich, mit welcher groen Professionalitt, unermesslichen Spielfreude und Souvernitt diese Mannschaft an den Start ging. Bereits nach den ersten Takten bangte sich die halbe Halle den Kopf ab. Auerdem sorgten Opeth, mit den blichen, unberechenbaren Lachern ihres schlecht rasierten Frontmannes, fr die ntige Stimmung. OPETH trugen wie immer einen schnen Schnitt durch ihre Hammeralben vor, wobei sie auch dieses Mal wieder einen wesentlich lteren und bisher live nahezu ungespielten Track ausgepackten, nmlich das phantastische "Karma" vom "My Arms, Your Hearse"-Album. Nach "Hessian Peel" folgte eine brillante Version von "Closure", wobei diesmal allein die Anwesenheit des neuen Gitarristen fr ein neues, alternatives Outro dieses bersongs taugte, selbiges allerdings noch durch ein feines Drumsolo von Axe bereichert wurde. Ein Alptraum fr jeden Trommler, mochte man meinen. Nach "The Night.." und dem genialen "Lotus Eater" hatten sich die Schweden dann redlich den Zugabenteil verdient. Sie spielten eine kurze Mitsingversion von "Drapery Falls" an, ohne den Song allerdings wirklich zu spielen. Dafr wurde zum bermchtigen "Fair Judgement" angesetzt, welcher den mden Kriegern im Publikum endgltig den Todessto versetzen sollte. Alles in allem ein unglaublich genialer Abend mit zwei vollkommenen berkapellen. Da nebenbei die musikalische Darbietung noch von fiesen Metal-Gitarrensoli, blden Witzen und unglaublich freundlichen Musikern, ohne jegliche Starallren, aufgehbscht wurde, konnte man wohl von einem durchaus gelungenen Abends sprechen, an dem wir sozusagen satt und zufrieden nach Hause fuhren. Abgesehen, von dem unbefriedigten Interview zuvor natrlich.

Opeth
Setlist: OPETH
  • Coil
  • Ghost Of Perdition
  • Godheads Lament
  • Wreath
  • Karma
  • Hessian Peel
  • Closure
  • The Night And The Silent Water
  • Lotus Eater
  • Fair Judgement

Bilder: Sabine Jordan
<< vorheriges Review
ROCK HARD FESTIVAL 2009 - Gelsenkirchen, Amphitheater
nchstes Review >>
COMBICHRIST, AESTHETIC PERFECTION, UBERBYTE - Kln, Essigfabrik


Zufällige Reviews