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24. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HELSTAR, EVOLUTION
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 03.06.2009
Autor Michael Kmmet
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Um ihr aktuelles Werk "The King Of Hell" zu promoten sind die Jungs um James Rivera in Europa unterwegs. Zwischenstopp der Tournee ist das Colos-Saal im nordbayerischen Aschaffenburg, ein kleiner aber feiner Club, der neben gutem Sound auerdem eine gemtliche gepflegte Atmosphre bietet. Zumal auch die geographische Lage dem Autor persnlich relativ vorteilhaft erscheint, bietet sich so ein Besuch bei HELSTAR bestens an. Dass der Ansturm auf dieses Konzert nicht sonderlich gro sein wird, war im Vorfeld schon zu erahnen, fllt der Termin auf einen Mittwoch und ist Texas-Metal der alten Schule momentan icht gerade im Trend. Dennoch sollte ein fantastischer Gig geboten werden.

Evolution

Doch zunchst wird die Bhne von EVOLUTION geentert, einer fnfkpfigen Truppe aus Ludwigshafen, die sich trashigem dennoch melodischen Heavy Metal gewidmet hat. Live-Erfahrungen konnte die Combo um Frontmann Maik Nirmaier in diesem Frhjahr als Support von CREMATORY sicherlich mehr als genug sammeln, so ist das Auftreten der Musiker sehr souvern und spielfreudig. Jedoch harmoniert der Stil von EVOLUTION wenig mit jenem des US-Powermetals, welchen die berwiegende Anzahl der Besucher bevorzugt. So wird offensichtlich nur aus Hflichkeit applaudiert oder manche verlassen sogar den Saal, um im hauseigenen Jazzbistro das ein oder andere khle Getrnk in einer ruhigeren Umgebung zu genieen. Schade eigentlich den Mhe geben sich die Jungs schon, doch wohlmglich werden gerade heute die falschen Konsumenten angesprochen. Musikalisch bietet das Quintett eine solide Show, wobei die Frage aufkommt, weshalb man ausschlielich Songs des aktuellen Albums "When Serenity Ends" darbietet und die beiden Vorgngerscheiben vllig vernachlssigt.


Setlist: EVOLUTION
  • The Hunt
  • To Die For
  • Biology Of Fear
  • In Your Eyes
  • Friend Of Mine
  • Poisoning This World
  • Fateful Day
  • Killing Words
  • Justice Be Done
  • Behind The Mirror
  • Woe Of My Disease
Helstar Helstar

Zum Hauptact fllt sich doch langsam der Saal, wobei allerdings noch ausreichend Platz fr zwei gute Hundertschaften ber wre. Jedoch kaum beeindruckt von der sprlichen Anzahl der Fans legen HELSTAR mit dem Titeltrack der aktuellen Scheibe "The King Of Hell" vehement los. Nach der instrumentalen Einleitung erscheint Hauptakteur James Rivera, um im Blitzlichtgewitter gefeiert zu werden, mit Teufelsmaske, die ein wenig an ein Outfit der legendren Lizzy Borden erinnert. Matten kreisen und die Meute vor der Bhne zelebriert lautstark frhere Songs wie "Dracula's Castle", "Suicidal Nightmare" oder "The King Is Dead"", wie auch Stcke des 2008er Werkes. Zwischen den einzelnen Tracks gibt es immer wieder "Helstar" - Chre aus dem Publikum zu vernehmen, was offensichtlich die Band sehr rhrt. Mr. Rivera, der kleine Mann mit der ganz groen Stimme, hlt zwischenzeitlich ein paar kurze Ansagen, grt langjhrige Freunde, die sich zu diesem Konzert eingefunden haben und lsst ein paar lockere Sprche vom Stapel. Dieser Gig macht einfach jedem Anwesenden Spa. Die beiden Gitarristen zocken ihre Riffs mit erstaunlicher Leichtigkeit, whrend Bassist und Grndungsmitglied Jerry Abarca im Hintergrund pausenlos, springend und bangend die Bhnenseiten wechselt. Dieser Mann entwickelt auf der Bhne eine unbndige Energie um dem Viersaiter grandiose Lufe und Figuren zu entlocken, welche durch eine ausgezeichnete Leistung der Tontechniker auch akzentuell, deutlich und klar zu vernehmen sind. Doch irgendwann nimmt auch der schnste Abend ein Ende, so verlassen HELSTAR die Bhne, um kurz spter mit "Run With The Pack" und "Angel Of Death" noch zwei Klassiker dem erwartungsvollen Publikum entgegenzuschmettern.

Bevor man jedoch die Bretter, welche die Welt bedeuten, verlsst gibt James Rivera noch bekannt, dass man in zehn Minuten zum Smalltalk, Fotografieren und Signieren bereitsteht. So mischen sich die Musiker unter die Leute um einfach nur die Hnde zu schtteln oder von Erlebnissen whrend der Tournee zu berichten. Selten hat man eine so sympathische Band erlebt.

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