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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ARKANGEL, DOWN TO EARTH, COALITION
Ort Latour (B), Salle des Dragons, M.C.
Datum 13.09.2002
Autor Thomas Roos
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Ich hatte „Arkangel“ bisher immer nur auf „großen“ Festivals gesehen, aber noch nie auf einer kleinen Club-Show. Von daher wußte ich auch noch nicht genau, was mich dort erwarten würde. Aber es fing gleich schon lustig an, da es sich bei dem besagten Club um einen Biker-Treffpunkt der dort angesiedelten sogenannten „Dragons“ handelte. Außer dem Personal waren aber keinerlei Biker an diesem Abend anwesend. Heute hatten sich fast ausschließlich langhaarige Black-/Death-Metaller in schwarzen Klamotten dort versammelt. Daneben hatten sich vereinzelt noch ein paar HC-Kids eingefunden. Eröffnet wurde das Konzert auch von einer lokalen Death Metal-Band mit Namen „Coalition“. Die Mitglieder sahen zum Teil zwar etwas böse aus, was sie auf der Bühne boten, war aber eher langweilig und auch nicht wirklich gut. Deshalb zogen wir es auch vor, uns diese Band lieber von draußen anzuhören. Dort traf ich auf Michel, den Gitarristen von Arkangel, mit dem ich kurz später dann wie vereinbart ein Interview führte. Als dies beendet war, betrat ich auch wieder den Club, wo „Down to Earth“ sich schon so langsam aber sicher dem Ende ihres Sets näherten. Mittlerweile hatten sich auch ein paar mehr HC-Kids angesammelt und es kam ab und zu mal zu etwas Crowd-Surfing und seltene Tanzeinlagen. Ein wirkliches Urteil will ich über die Band nicht abgeben, da ich von ihrem Set, wie bereits erwähnt, nur noch sehr wenig mitbekommen habe. Dennoch verließ ich den Raum mit einem recht guten Eindruck und meinen beiden Freunden, die das komplette Set gesehen haben, hat es auch gefallen. „Arkangel“ selbst hatten mich allerdings schon mal mehr überzeugt als an diesem Abend. Das der Sound in einem kleinen Club nicht so gut ist wie auf größeren Festivals, und das nicht ganz so viel abgeht wie beispielsweise auf dem „Good Life“-Fest, ist aber auch ganz klar. Trotzdem hat mir der Auftritt gut gefallen. Und nicht nur mir, sondern auch den restlichen Besuchern, was man an der einsetzenden Pit-Aktivität gut erkennen konnte. Und auch daran, dass Zugaben gefordert wurden, welche auch bereitwillig gegeben wurden. Am Ende hat man wieder die bekannten Songs gehört, die nun schon seit einigen Jahren gespielt werden. Aber das sind ja schließlich auch die einzigsten „Arkangel“-Songs, die es gibt. Außerdem sind es auch genau die Songs, die das Publikum hören will. Und deshalb konnte wohl auch jeder zufrieden das Konzert verlassen. Als Ergänzung möchte ich nur kurz noch hinzufügen, dass ein neues Album in Planung ist, so dass man in Zukunft wohl auch mal ein paar neue Songs auf den Konzerten hören wird.

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