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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing EKTOMORF, DEBAUCHERY, DRONE, AGGRESSIVE FEAR, PENTARIUM
Ort Mhltal, Steinbruch Theater
Datum 12.04.2009
Autor Andreas Goericke
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Am diesjhrigen Osterwochenende luden New Evil Music mal wieder mit einem brachialen Package zum Tanze im Steinbruch-Theater bei Darmstadt. Die Ungarn von EKTOMORF, verstrkt von den Gewaltmetallern DEBAUCHERY, den irrsinnigen DRONE, den Schweizern AGGRESSIVE FEAR und dem lokalen Support PENTARIUM.

Drone Drone

Aufgrund familirer Zwnge fand man sich leider etwas zu spt im Bruch ein, wobei fr solche Pakete das Konzert auch immer recht frh gestartet wird, so dass die Lokalheroen leider vom Radar fielen. Die zweite Band des Abends, AGGRESSIVE FEAR, fand sich also gerade bei Ankunft auf der Bhne ein. So richtig wichtig waren die Kerle aber auch nicht. Sie brauten zwar ein ganz nettes Sppchen aus thrashigen und wie blich core-lastigen Stcken. Das Alles wurde ganz solide hingezimmert, aber leider war es trotzdem so gar nicht inspirierend. Dazu war noch das Stageacting bzw. das Bhnenbild generell etwas unbeholfen und der laue, viel zu leise Sound verhinderte das Aufkommen jedweder Atmosphre.

Ein ganz anderes Kaliber waren die Mannen aus Celle, DRONE. Sie sind ja seit dem Gewinn der Wacken-Band-Battle reichlich unterwegs und haben gerade eben Ihre neue Langrille "Juggernaut" vom Stapel gelassen, die sich tatschlich monstrs gut anlsst. Zum bekannten Intro von Fluch der Karibik kamen die Mannen um Frontsau Mutz auf die Bretter, die die Welt bedeuten und fackelten eine solide Packung aus ihren beiden Platten ab. Die Show war supertight und das Stageacting der Jungs lsst nun wirklich keine Wnsche offen. Es wurde gepost bis sich die Balken bogen und der hammerharte MACHINE HEAD - Sound der Ossis, gepaart mit ihrer unendlichen Energie, lie ordentlich die wnde wackeln und die ersten Moshpits bildeten sich. Man kann sich den Reifegrad dieser Band nur auf der Zunge zergehen lassen. Die letzten Jahre, in denen sie sehr fleiig waren, haben eindeutig fr eine Einheit und extrem starke Prsenz gesorgt. Nach einer viel zu kurzen knappen dreiviertel Stunde war der Zauber leider auch schon wieder vorbei und man berlie die Bhne den Wutklumpen von DEBAUCHERY.

Mir persnlich sagt ja das Blutgeschmiere nicht so wirklich zu. Macht irgendwie immer ein bisschen albern und eigentlich glaube ich auch nicht, dass sie das ntig haben. Aber sie machen es eben und kamen also wie gehabt mit reichlich Kunstsuppe angemalt auf die Bhne. Ektomorf Ektomorf Allerdings machten sie das Theater mit einer soliden Performance wieder wett. Der wuchtige, meist im Midtempo gehaltene Brutalo-Death der Jungs macht ja schon einen Haufen Spa. Auch der Sound im Club war mittlerweile eingependelt, so dass die Nummern der Blutjungs gut zndeten. Die Show an sich war vielleicht etwas arm in der Bewegung, aber sonst kamen DEBAUCHERY gut gelaunt und hchst professionell herber. War jetzt nicht unbedingt das beste Konzert, aber einfach schn hingezimmert und die Dampfwalzen ihrer Songs lieen das Publikum schn kcheln. Ein gelungener Einstand fr den Headliner dieses Abends: EKTOMORF!

Die Mannen um Zoltan brachten einen neuen Drummer mit und starteten sogleich Energie geladen voll durch. Zuerst gab es einen schnen Rundumschlag quer durch alle Platten, beispielsweise das grandiose "Gypsy", "We Rise", dicht gefolgt vom Titeltrack des neuen Albums, der ja mal eine richtige Wuchtnummer ist. Wie blich sprangen die Ungarn wild durch die Gegend und vermbelten die Htte unglaublich. Die erste berraschung kam dann mit "Who Can I Trust", das Zoltan allein an der Akustikgitarre vortrug und das Publikum zum Mitsingen animierte. War eigentlich ganz nett die Nummer, auch wenn er freilich nicht gerade als Snger durchgeht und ein Akustiksong mit Gekreische irgendwie seltsam ist. Aber eine gewisse Gnsehaut hat es schon erzeugt. Nachdem die anderen Mitglieder von der Pause zurckkamen, wurstelten EKTOMORF munter weiter durch ihre Scheiben und beendeten den ersten Teil nach soliden 14 Songs. Die Zugabe leiteten sie dann mit einem kurzen Anspieler eines KORN - Songs ein, um uns dann direkt den Smash-Hit "Fuck You All" um die Ohren zu bratzen. Es folgte noch ein Ausflug auf das "Kali Yag" - Album, dicht gefolgt von "I Know Them", der sie seinerzeit in die Rockstarsphren hat aufsteigen lassen. Zuletzt spielten sie tatschlich noch "Blind" kurz an, um die mde Meute nach soliden anderthalb Stunden in die warme Nacht zu verabschieden. Alles in allem ein gelungener Abend, wobei eindeutig DRONE die berraschungsgranate waren. Die Ungarn selbst wirken irgendwie ein Wenig satt und auch das Zoltan seine Frau auf der Bhne geparkt hatte, war etwas deplatziert. Es ist schon amsant, wenn ein kleiner Schreihals ber die Gesellschaft oder sonst wen in das Mikro kreischt, nur um danach Ksshndchen an eine - zugegeben sehr hbsche - Frau zu schicken, die im knallengen roten Fummel mit Stiefelchen an der Backstagetr stand und zu den brachialen Songs mit dem rschlein wackelte und mitsang. Das hatte schon eine gewisse Komik.


Bilder: Katrin Ntling
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