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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HEADBANGER'S NIGHT VI
Ort Nanzdietschweiler, Kurpfalzhalle
Datum 28.03.2009
Autor Thorsten Dietrich
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Die sechste "Headbanger's Night" stand an, wir waren zum fnften Mal dabei, nur einmal haben wir geschwchelt und wir hatten immer Spa. Maloik Maloik So auch 2009, als wir und einige andere Magazine vor Ort waren um in der Kurpfalzhalle eine Menge Bands zu sehen. Wir erreichten sogar richtig pnktlich den Ort des Geschehens und es war um kurz nach 19.30 Uhr vor der ersten Band schon nett gefllt.

Als erstes kamen die Newcomer von Maloik dran, die laut Veranstalter den ersten oder auch dritten Auftritt ihrer Laufbahn an diesem Abend hatten. Die bunt gemischte Truppe hatte zwar einen ultrabeschissenen Namen, ich nannte sie albern wie ich bin den ganzen Abend Karl Moik, doch die Pflzer spielten lupenreinen Metal und keine Volskmusikgrtze. Dabei hatten die Musiker kurz vor dem Gig noch einen anderen Namen und hieen in manchen Ankndigungen noch anders, Savian! Das klang doch viel besser. Die Nervositt merkte man den Vier jederzeit an, was besonders dem sehr jungen Schlagzeuger Norman Steilinger vor dem Gig zu schaffen machte, da er dachte er knne nicht ber ein fremdes Kit spielen. Doch nach Zureden anderer, u.a. vom Chinchilla Drummer der sein Vater htte sein knnen, lief die Chose doch. Sicherlich liefen die Heavy Metal Songs noch nicht ganz rund und die Saitenfraktion sah aus, als wren sie gerade aus dem Bett gekrochen, doch Frontmann und Glatzkopf Jens Usner bildete da einen positiven Gegenpol und zeigte Potential und nette Gesten. Insgesamt ein solider Auftritt. Das erste Demo der Jungs haben sie auf CD gebrannt und fr 1 Euro noch verkauft, mal sehen was aus Maloik noch wird!


Setlist: Maloik
  • RIP
  • Holy Law
  • Otherworld
  • Eternal Game
  • Sentenced To Fall
  • Threshold
  • Straight To Hell (Rage Coverversion)

Palace sind quasi auch aus der Ecke und hatten irgendwie ein Heimspiel, doch ich war von der Band und ihrem Auftreten mehr als berrascht. Die Musiker kamen mit schwarzen Klamotten mit vielen Ketten und Schnallen auf die Bhne, was eher an Besucher einer Gothic Disco als an eine Metalband des Achtziger Metal erinnert. Seltsam! Den Outfitvogel schoss aber Frontmann und Gitarrist HP Piller ab, dessen Vokuhila richtig "evil" in Verbindung mit den Lederklamotten und Ketten aussah. Dazu passte auch sein Gesang, er kreischbrllte wie eine Mischung aus Udo Dirkschneider und Brian Johnson von Atzedetze. Musikalisch fhrt man auch eine rocknrollige Mischung aus Accept, AC / DC plus X. Palace Gitarrist Jason sah brigens von Statur und grimmiger Miene wie Curgan aus "Highlander" aus. Cool! Eine Stunde Spielzeit war dafr vielleicht etwas lang, ich hatte nach einer halben Stunde genug, doch die Leute vor der Bhne inklusive Musiker von Ross The Boss reckten die Fuste und warfen die Matten. Ist halt alles Geschmackssache!


Setlist: Palace
  • High Speed World
  • Generation PSI Forces
  • The Last Waltz
  • The Honest And The Brave
  • Divine Intervention
  • Rock Soldiers
  • Bloodsuckers
  • The Healer
  • Rock The Nation
  • Women In Leather
  • Machine Evolution

Alte Bekannnte wie Chinchilla waren schon mal auf der HBN vor ein paar Jahren (2006) und hinterlieen dort einen guten Eindruck. Chinchilla Chinchilla Auf eine neue Platte wartet man schon seit einiger Zeit und die letzte Scheibe kam schon 2004 heraus. Ein Problem der Band sind sicherlich die vielen Besetzungswechsel. Bassist Roberto Palacios ist eigentlich schon lnger aus der Band ausgestiegen, hilft aber an diesem Abend noch mal aus. Der zweite Gitarrist, der baumlange und auch recht neue Tobias Frank passte irgendwie nicht so ganz optisch in die Band, whrend Schlagzeuger Bernd Heining richtig gute Arbeit leistete. Kern der Band sind sicherlich Bandboss, Gitarrist Udo Gerstermeyer und Snger Thomas Laasch. Gerade Laasch hat eine Stimme, die man nicht vergisst und sicherlich zu den besten Sngern im deutschen Hard Rock und Power Metal gehrt. Mit einer guten Auswahl der fnf Alben und Krachern wie "Fight", "Queen Of The Rain" oder dem berhammer "Father Forgive Me" kann auch nichts schief gehen und so fras das Publikum den Sddeutschen mit dem agilen Snger mal wieder aus der Hand. Wenn das nchste, hoffentlich bald erscheinende Album "The Prophecy" genauso geil wird wie die besten Alben der Band "Madness" und "The Last Millenium" dann bin ich zufrieden. Selten habe ich eine so coole Coverversion wie " Stole Your Love" von Kiss gehrt! Der Song passte super zur Band - wurde gut "verchinchillert". Der gesamte Auftritt war schweitreibend, gelungen und die Zugaben waren mehr als gewollt vom brllenden Publikum. Daumen hoch!


Setlist: Chinchilla
  • Our Destiny
  • Take No Prisoners
  • The Call
  • The Ripper
  • Thunderstorm
  • Queen Of The Rain
  • The Almighty Power
  • Entire World
  • Fight
  • When The Sand Darkens The Sun
  • Bloody Sacrifice
  • Father Forgive Me
  • I Stole Your Love (Kiss Coverversion)
  • War Machine
  • Demons We Call

Die Saarlnder von Powerwolf rumten 2008 ab wie kaum eine andere Band auf der "HBN". Vielleicht haben Tankard in dem Jahr, als wir nicht vor Ort waren die Fans genauso mobiliert! Powerwolf Powerwolf Auch 2009 war es ein Triumpfzug, bei dem es erst mal eine lngere Umbaupause gab, da die Headliner ber eine eigene Backline und das eigene Schlagzeug spielten. Dazu gab es jede Menge Aufsteller und auch natrlich ein Backdrop. Das ganze Konzert wurde dann mit viel Pathos zelebriert, wobei die Band etwas zu permanent in rotes Licht getaucht. war Die Mchtegernrumnen posten auch mit ihrer Schminken um die Wette, wobei die Gitarrenbrder Greywolf in bester Morbid Angel Manier sich die Matte von Ventilatoren hochpusten lieen. Der stimmgewaltige Frontmann Attila Dorn hat in den letzten Jahren eine stattliche Matte bekommen, sah aber in seiner an sich imposanten Kleidung aus, als wrde er gleich platzen! Das war beim letzten Konzert nicht ganz so schlimm. Mein Modetipp an den Mann: Mach es wie Messiah und packe alles unter einen Mnchskutte, das sieht cooler aus. Ich will nicht wissen, wie viel der Mann bei diesem Auftritt geschwitzt hat. Gesungen hat er aber Klasse, auch wenn ich die radebrechenden Ansagen etwas albern und stressig fr Attila und die Zuschauer finde. Das knnte man in Zukunft doch einfach weglassen! Musikalisch gab es eine gelungene Mischung der ersten beiden Alben und zwei neue Songs. "Raise Your Fist, Evangelist" und "Werewolf Of Armenia" machten tierisch Lust auf das starke, neue Album "Bible Of The Beast". Das Publikum fras der Wolfsmeute, welche mit einem Ersatzschlagzeuger da waren, da der Originaldrummer daheim auf sein bald zur Welt kommendes Kind wartete den ganzen Gig ber aus der Hand und strte sich auch nicht am Konservensound der Chre und des Basses. Sicherlich hatten Powerwolf noch nie einen Bassisten in der Band, aber ich fand diese Situation von jeher etwas seltsam. Die ganzen Sound musste dann wohl Keyboarder Falk abrufen, der aber immer noch Zeit fand an den Bhnenrand zu spurten um die Massen anzufeuern. Vielleicht war auch gerade dann immer Keyboardpause oder das Teil hatte einen "Autopiloten". Doch auch mein persnliches viertes Powerwolf Konzert kann ich als gut verbuchen. Schade, dass die Wlfe nicht neues Merchandise vor Ort hatte, denn dann htten die Fans bei diesen gnstigen Preisen bestimmt annhernd so viel gekauft wie ein Jahr zuvor.

Contradiction
Setlist:Powerwolf
  • We Take It From The Living
  • Prayer In The Dark
  • We Came To Take Your Souls
  • Raise Your Fist, Evangelist
  • Saturday Satan
  • In Blood We Trust
  • Vampires Don't Die
  • Mr. Sinister
  • Mother Mary Is A Bird Of Prey
  • Werewolfs Of Armenia
  • Kiss Of The Cobra King
  • Lupus Dei
  • Lucifer In Starlight

Durch den verspteten Beginn des Powerwolf Auftrittes bezglich der langen Umbaupause, war es logisch, dass auch noch eine lange Abbaupause folgte in der viele Zuschauer logischerweise nach Hause dackelten, da es ein langer Abend und schon nach 1 Uhr nachts war. Zu allem bel wurden auch noch die Uhren eine Stunde vorgestellt. Das war alles ein Nachteil fr die Thrasher von Contradiction, die keine 100 Nasen mehr vor der Bhne hatten und diese trotzdem mit ihren Songs mitrissen. Contradiction Die vielleicht technisch beste Band des Abends htte es sicherlich verdient gehabt zwischen Chinchilla und Powerwolf als musikalische Abwechslung gespielt zu haben.


Setlist: Contradiction
  • Break The Oath
  • Your God
  • The Warchitect
  • Tunes Of War
  • Nation Of Fear
  • What Am I
  • Hate Patrol
  • Old Demon
  • Voice Of Hatred
  • Engines Of Greed
  • All We Hate!
  • Red Line

Dann war mitten in der Nacht Schluss, wobei ich mal wieder sagen muss, dass auch 2009 keine Schlgerei, keine Pbeleien und kein rger an sich fr uns zu vernehmen war: Friedlich war es! Moderate Bierpreise, die auch fr den Brezel und das Wrstchen zwischendurch galten rundeten eine gelungenen Abend ab. Leider mssen sich die Metalheads wegen konstant gestiegener Preise fr die Halle und allem darum herum eine neue Lokation suchen, wie ich an dem Abend gehrt habe. Wir hoffen die Veranstalter finden eine Lsung und halten euch auf dem Laufenden!


Vielen Dank an Christian Seip fr die Bilder!
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