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693 Reviews in der Datenbank
Billing NEAERA, DEADLOCK, BLOODATTACK, ENRAGED BY BEAUTY, SAINT SHELTER, DEMOCRAZED & CAMBODIA
Ort Heimersheim, Landskroner Festhalle
Datum 18.04.2009
Autor David Lang
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Regierte 2008 noch unbarmherzige Hitze vor den Toren der Halle in Heimersheim, so zog es die Sonne in diesem Jahr vor die Besucher des zweiten Circle Pit Festivals zu meiden. Doch es blieb trocken und so war es im Groen und Ganzen weitaus angenehmer den heftigen Klngen zu lauschen; sowohl in als auch auerhalb der Rumlichkeiten.

CAMBODIA DEMOCRAZED

Berichtete 2008 an dieser Stelle noch Stefan Fuchs vom "Zirkel Peter" und "meiner" Band (HATEDRIVE), so verhlt es sich in diesem Jahr genau anders herum; doch dazu spter mehr.
Fr einen uerst fairen Preis (15 € im Vorverkauf und 19 an der Abendkasse) bekamen die Besucher der Show auch 2009 vom Veranstalter-Team Kreidt und Althammer wieder ein beraus attraktives Line-Up geboten. Erffnet wurde das Spektakel diesmal von den Mayener "Duudschljer" von CAMBODIA. Die hatten ihren eigenen Bus voller Fans mitgebracht und diese machten auch sofort Alarm fr ihre Helden. Die agilen Musiker um Frontderwisch Dominik (neuerdings mit schickem Zpfchen) lieen auch keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass dieser erste Pit des Abend absolut gerechtfertigt war. Mit brachial flottem Metalcore blies die Truppe zum Angriff und konnte auch die Massen jenseits des Fanmobs berzeugen. Der Sound stimmte auch hier schon und so darf man die Leistung der Band auch vllig unabhngig von ihrer Opener-Rolle als gelungen bezeichnen.


Setlist: CAMBODIA
  • Hafaza
  • True To Ourselves
  • Break Down The Walls
  • Yearning
  • Neu 2.2
  • Till Earth Stops Turning
  • The Day I Regained My Composure

CAMBODIA hatten sich ihren Slot im Billing Ende letzten Jahres beim "Battle Of The Pits", einem Bandwettbewerb durch einen ebenfalls berzeugenden Gig gesichert.
SAINT SHELTER SAINT SHELTER So erging es auch DEMOCRAZED, die bei diesem Contest als Sieger das Feld verlieen. Nun hatten die CAMBODIAner allerdings schon gut vorgelegt und die Erwartungen des Publikums stiegen zurecht in die Hhe, als die fnf Musiker aus Sinzig und Umgebung die Bhne enterten. Auch hier war der Sound recht druckvoll, doch einzelne Details, die den Sound von DEMOCRAZED wesentlich mehr prgen, als den Hauruck-Core der Mayener, gingen (unmittelbar vor der Bhne) leider etwas unter. Auch die Mannen um Snger David hatten ihre eigenen Fanbase, die Stimmung fr die Band machten, doch irgendwie wollte der Funke (bei mir) an diesem Abend nicht so richtig berspringen. Mastermind Stefan (unbedingt anhren - www.myspace.com/iamocean1) riffte und poste sich zwar wieder in Ekstase, aber ich habe die Band schon in besserer Form gesehen. Irgendwie fehlte dem brachialen Thrash der Rheinlnder an diesem Abend der letzte Kick. Mag durchaus auch an den weniger gut klingenden semi-klaren Gesangsparts Davids gelegen haben, die das Material streckenweise unntig verwsserten. Im Paket aber immer noch ordentlich!





Setlist: DEMOCRAZED
  • Intro
  • Apocalypse Rising
  • Hell Is Real (Real As Hell)
  • Black Rain
  • The Suffering
  • Walking In Your Shadow
  • Fear Nothing
  • Bastard Walk
  • Rot In Pieces

Wenn eine Band kurzfristig absagt, hat es der Ersatz nur selten leicht, es sei denn, er ist viel beliebter... oder bekannter. Letzteres war der Fall als die Lokalhelden von SAINT SHELTER los rockten um die verhinderten BUGHOLE zu ersetzen. ENRAGED BY BEAUTY ENRAGED BY BEAUTY Der hohe Bekannt- UND Beliebtheitsgrad der Metalcoreler verhinderte grere Ausschreitungen und bescherte den allesamt sympathischen Mannen auch verhltnismig viel Bewegung vor der Bhne. Frontsmiley Andi, der auch gleichzeitig einer der Veranstalter ist und Bassmonster / Rampensau Ponc waren stndig in Bewegung und damit aktiver Dreh- und Angelpunkt der Show whrend Gitarrist Timo aka "rmchen" schweinecool an seiner Monitorbox posierte. Mein Problem mit der Band hingegen ist seit jeher das Fehlen groer Nummern. In meinen Ohren klingt das zwar handwerklich alles ok, aber auch vllig austauschbar. Um im kaum mehr berschaubaren Metalcore-Sumpf heute noch was reien zu knnen, muss noch viel passieren. Ich bitte darum!


Setlist: SAINT SHELTER
  • The Calm
  • Dead Man Walking
  • Widespread Deaths
  • Apocalypto
  • Death Is Just A Five Letter Word
  • House Of Misery

Dass es auch anders geht beweisen im Anschluss ENRAGED BY BEAUTY. Das Quintett aus Karlsruhe / Pirmasens ist an diesem Abend der absolute Underdog. Whrend man bei jeder anderen Band eine Art kleinen Fanclub ausmachen kann, hat der Fnfer hier quasi die schlechteste Ausgangsposition. Doch was auf CD schon mehr als ordentlich klingt (siehe Review!) ist live ein dicker Mosh-Hammer. BLOODATTACK DEADLOCK Snger Dirk wirkt ein wenig wie der vermeintliche Bruder von Jamey Jasta (HATEBREED) und der Rest der Band zieht ebenfalls alle Register aus dem groen Buch des Posens. Wer jetzt denkt, dass hier eine dicke Show mit nichts dahinter geboten wurde darf sich getuscht sehen. Der wuchtige Metal der Band verleitet gerade live zum heftigen Wackeln mit smtlichen Extremitten und der druckvolle und differenzierte Sound sorgt dafr, dass auch Zuschauer die bisher nicht mit dem Material der Mosher vertraut sind alle Melodien und Riffs vernehmen. Dafr dass die Band den denkbar schwierigsten Start hatte (inklusive verhunztem Monitorsound, der von Frontvieh Dirk bissig kommentiert wird) konnte sie letzten Endes aber auch den berraschendsten Erfolg verbuchen. Denn merke: normalerweise frisst auch der Metal-Bauer nicht, was er nicht kennt. Hat wohl einigen geschmeckt. EBB haben nun gewiss einige Fans mehr.





Setlist: ENRAGED BY BEAUTY
  • None Of Your Excuses
  • Screams Of Suicide
  • Black Despair
  • The Best In Town
  • Madhouse
  • Wrong Turn
  • Words Like Poetry

BLOODATTACK: So martialisch der Name klingt, so brutal und kompromisslos gingen die Koblenzer auch auf der Bhne zur Sache. Mit ihrer zwar wenig innovativen, aber derben Mischung aus schnellem Death Metal, ein paar Thrash-Zitaten und Hardcore hatten die fnf relativ schnell leichtes Spiel mit dem Publikum. Snger Daniel fiel neben seiner gewaltigen Stimme besonders durch eine rote Gummihaube auf, die er whrend des kompletten Gigs trug. Auch eine Mglichkeit den Leuten im Gedchtnis zu bleiben. Musik wie fr den Pit gemacht.


Setlist: BLOODATTACK
  • Mark Of The Lion
  • One Second Abyss
  • Iron Oath
  • Ties That Bind
  • Acid Rain
  • Circle In Red
  • Black Swan Rising
  • The Probotector
  • Born Out Of Ashes

Mit DEADLOCK hatte das Organisatorenteam einen von zwei relativ dicken Brocken fr die Region an der Angel. Die Modern Metaller berzeugten (mich) von Sekunde 1 an und ballerten mit extrem dickem Sound los. Besonders gespannt war ich persnlich auf Sngerin Sabine Weniger und wie sie ihre, auf Platte groartig gesungenen Melodien live umsetzen wrde. DEADLOCK NEAERA Ich muss sagen, dass ich angenehm berrascht wurde, denn Frau Weniger sang ihre Parts perfekt. Fast schon zu perfekt und im Nachhinein wurden auch Stimmen laut, die den Vegan-Metallern mehr Playback als nur die zu erwartenden Synthies attestierten. Mich kmmerte es whrend der Show wenig(er, harharhar) und ich schttelte mein Haupt zu den allesamt hochmelodischen Songs der Band. In Sachen Posing macht den Herren zudem auch niemand etwas vor. Allen voran Snger Johannes schien jede Sekunde zu genieen, doch auch Neuzugang, Bassist John grinste ber alle vier Backen. Lediglich Goldkehlchen Sabine sollte das Verstecken hinter ihrer Mhne ad acta legen. Soviel Selbstbewusstsein darf sie ruhig haben (und Scheie aussehen tut sie ja nun wirklich nicht).





Setlist: DEADLOCK
  • Discoboys Intro
  • Martyr To Science
  • Code Of Honor
  • The Brave / Agony Applause
  • As Words To Bullets
  • Awakened By Sirens
  • Death Race
  • Dark Cell
  • End Begins

Mehr Reaktionen als CAMBODIA zu Beginn riefen lediglich die Headliner NEAERA hervor. Frontsympath Benny hatte die Halle mit dem ersten Ton im Sack und punktete unter anderem durch witzige Ansagen ("Wir sind die Band mit dem komischen Namen!"). NEAERA haben im Grunde nur eine Hand voll Hits, doch hnlich HEAVEN SHALL BURN machen die Mnsteraner diesen Umstand durch eine hllische Live-Intensitt wieder wett. NEAERA Die Fans fraen der Band aus der Hand und die quittierte es mit Vollgas, Vollgas und nochmal Vollgas. Besonders bei dem hei herbei ersehnten "Walls Instead Of Bridges" flippte die Menge regelrecht aus. Smtliche Schaffensphasen wurden abgedeckt und mit "I Loathe" bekam Heimersheim auch noch einen Kracher vom in Blde erscheinenden vierten Album "Omnicide - Creation Unleashed" vors Fressbrett geballert.


Setlist: NEAERA
  • Let The Tempest Come
  • Save The Drowning Child
  • Armamentarium
  • Walls Instead Of Bridges
  • Spearheading The Spawn
  • Broken Spine
  • I Loathe
  • Paradigm Lost
  • Where Submission Reigns
  • Synergy
  • The World Devourers

Nach sieben Bands, die auch alle mehr oder weniger losgerockt haben, hatten die meisten der Anwesenden dann aber auch die Schnauze voll und verzogen sich sehr schnell. Einziges Problem bei der im Grunde groartigen Veranstaltung waren die bescheidenen Besucherzahlen, die die beiden Veranstalter dazu zwangen einen Batzen Geld aus eigener Tasche drauf zu legen. So bleibt abzuwarten und vor allem zu hoffen ob es auch 2010 ein Circle Pit Festival geben wird. Hut ab brigens vor BLOODATTACK, die, als sie von dieser Nachricht hrten, spontan die Einnahmen aus ihrem eine Woche spter stattfindenden Konzert komplett den Veranstaltern zukommen lassen wollten.

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