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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing PRIMAL FEAR (LISTENING-SESSION)
Ort Kln, Underground
Datum 13.03.2009
Autor Thorsten Ritter
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Am Freitag den 13.03.2009 war es soweit und ich fuhr, bei strahlendem Sonnenschein, zu meiner ersten Listening-Session. Bisher hatte ich ber solche Events selber immer nur Berichte gelesen, aber heute durfte ich erstmals live-haftig mit von der Partie sein. PRIMAL FEAR hatten ins Underground in Kln - einen kleinen, sympathischen Club in der Nhe der Live Music Hall - geladen, um ihre am 22.05.2009 erscheinende CD "16.6 - Before The Devil Knows You're Dead" exklusiv vorab zu prsentieren. Da es fr mich eine neue Erfahrung sein sollte, dachte ich mir, dass es nicht schaden kann, wenn ich mir die letzten drei Werke der Band auf der ca. zweistndigen Fahrt nochmal zu Gemte fhre; quasi als Vorbereitung. Ich war jedenfalls gespannt, wie sich das neue Album den anhren wrde, denn schlielich ist mit Henny Wolter ein alter Bekannter zurck an Bord und mit Magnus Karlsson ein weiterer Meister seines Faches dabei, welcher mir vor allem durch sein Projekt mit Russell Allen und Jorn Lande aufgefallen war. Bevor es allerdings den ersten Eindruck gab, stand ein leckeres Buffet inklusive freier Getrnkewahl bereit. Des weiteren bot sich die Gelegenheit ein paar Bilder von der Band zu knipsen. Im Anschluss an das knapp einstndige Hrereignis wurde noch der Video-Clip zu "Six Times Dead (16.6)" gezeigt und dann standen alle Musiker der versammelten Presse fr Fragen zur Verfgung.

Primal Fear

Das neue Album wird in der normalen Version die 13 nachfolgenden Nummern beinhalten. Die Limited Edition ist mit zwei weiteren Songs, welche heute aber nicht auf dem Programm standen, sowie dem gezeigten Video ausgestattet. Zum Titel der neuen Scheibe wollte die Band keine weiteren Erluterungen geben, um dem geneigten Zuhrer seine eigenen Interpretationsmglichkeiten offen zu lassen. Das Cover ist jedenfalls bedeutend dsterer als das seiner Vorgnger. Nun aber zur gehrten Musik im Einzelnen:

Before The Devil Knows You're Dead
Kurzes, mystisches Intro, welches nahtlos in den eigentlichen Opener bergeht.

Riding The Eagle
Treibende Drums dominieren diese flotte Doublebass-Nummer. Cooler Opener mit hymnischen Gitarren und nettem Solo im Mittelpart.

Six Times Dead (16.6)
Groovender Midtempo-Song mit erneut starkem Drumming und frsenden Gitarren, welcher schnell zum Mitsingen einldt und live sicher gut ankommt. Zudem fllt das moderne Gitarren-Solo mit drauffolgendem Bass-Solo in der Mitte auf.

Black Rain
Orientalische Klnge und eine akustische Gitarre leiten diese Powerballade ein, welche einen Ralf Scheepers in Bestform prsentiert. "Black Rain" lebt vom berragenden Gesang und einem abermals famosen Randy Black, der den Song nach vorne treibt. Aufgrund des orientalischen Flairs erinnert das Ganze entfernt an BRAINSTORMs "Shiva's Tears".

Under The Radar
Erneut regieren Gitarren und Drums diese flotte Nummer, bei der auch Scheepers typische Screams zum Einsatz kommen. "Under The Radar" kommt leicht thrashig rber und erinnert ein wenig an ltere PRIMAL FEAR. Trotzdem wirkt das Ganze ein wenig langweilig.

Primal Fear

5.0 / Torn
Ein kurzes Gitarren-Solo erffnet den Song, bevor ein Bass-Solo den typischen PRIMAL FEAR-Stampfer bernimmt. Hier sind erstmals dezente orchestrale Parts integriert, welche aber nicht sonderlich spektakulr wirken. Eine akustische Gitarre lsst "Torn" sanft ausklingen.

Soar
Ungewohnt technoide/moderne Gitarren erffnen und regieren eine weitere Up-Tempo-Nummer, bei der leider durch den Refrain immer ein wenig der Drive raus genommen wird; schade.

Killbound
Simpel groovender Song mit sgenden Gitarren und stampfenden Beats, welcher Reminiszenzen an ACCEPT wach werden lsst. "Killbound" geht hnlich wie "Under The Radar" ein wenig back to the roots.

No Smoke Without Fire
Der Einstieg von "No Smoke Without Fire" erinnert von der Instrumentierung anfnglich ein wenig an "Fighting The Darkness" vom letzten Album bevor die Nummer durch schneidende Gitarren und starkem Drumming an Dynamik gewinnt. Auch hier hat Ralf Scheepers wieder einen fantastischen Job abgeliefert.

Night After Night
Flotte Gitarrensequenzen erffnen eine weitere von Dynamik geprgte Up-Tempo-Nummer mit nettem Chorus; einmal mehr typisch PRIMAL FEAR.

Smith & Wesson
Cooler Titel fr einen mit frsenden Gitarren und stampfenden Beats versehenen Banger, der ordentlich Druck macht und gut abgeht.

The Exorcist
Leicht thrashiger und straighter Doublebass-Song mit aggressiven Gitarren, der aber leider auch ein wenig unspektakulr daherkommt.

Hands Of Time
Zu Anfang eine rein akustische Ballade, die ein wenig Lagerfeueratmosphre aufkommen lsst und bei der sich die Bandmitglieder den Gesang teilen. Kommt im Vergleich zu "Fighting The Darkness" oder "Everytime It Rains" leicht kitschig rber.

Fazit: Ich muss gestehen, dass mich das neue Album nach dem ersten Durchlauf ein wenig enttuscht hat, da ich doch etwas anderes erwartet hatte. Es ist zwar ein typischer PRIMAL FEAR-Output geworden, der von Mat Sinner und Dennis Ward (PINK CREAM 69) druckvoll produziert wurde und bei dem vor allem Drums und Gitarren dominieren, doch die progressiven bzw. orchestralen Elemente der letzten drei Alben wurden stark in den Hintergrund gedrngt. Die Songs gehen daher ein wenig "back to the roots" und erinnern mich stilistisch an die Alben "Nuclear Fire" und "Black Sun". Hierbei spielt es sicher auch eine Rolle, dass Henny Wolter wieder zurck und erneut fester Bestandteil der Band ist. Einen richtigen Hhepunkt, der sich gleich in die Hirnwindungen frst, konnte ich ebenfalls nicht ausmachen. Ich werde aber den von Ralf Scheepers whrend der Pressekonferenz gemachten Vorschlag beherzigen und mir die neue CD nach Erscheinen fters zu Gemte fhren, um mir ein endgltiges Urteil zu bilden. Nichtsdestotrotz freue mich bereits schon auf die anstehenden Live-Events gegen Ende des Jahres, denn dann sind PRIMAL FEAR zusammen mit BRAINSTROM auf Tour; was fr ein cooles Package.

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