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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ANTIMATTER, MONOCHROME CREEKS, VIC ANSELMO, LISA CUTHBERT
Ort Kln, MTC
Datum 13.04.2009
Autor Sabine Jordan & Thorsten Dietrich
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Als wir um kurz nach Acht beim MTC ankamen stand schon eine berwiegend schwarz gekleidete Menschentraube vor dem Eingang des Kellerclubs, Lisa Cuthbert etwa 10 Minuten spter waren wir dann auch schon an der Reihe und konnten uns einen kleinen berblick verschaffen. Zunchst viel unangenehm auf, dass auch das MTC inzwischen wieder ein Raucherclub ist, wie viele Lden in Kln. Das MTC ist hnlich schlauchfrmig, wie das LUXOR und auch hier befinden sich die Toiletten links von der Bhne, so dass es schwierig werden kann die rtlichkeiten zu erreichen, wenn es wirklich voll ist. An einem Abend, wie diesem war es allerdings recht unwahrscheinlich, dass es eng wird. Im Endeffekt waren dann vielleicht 75 zahlende Gste zugegen.

Die Irin Lisa Cuthbert machte dann etwa 20 Minuten vor Neun den Anfang. Sie stand alleine am Keyboard und schaffte es uns mit Ihrer schnen Stimme und freundlichen Art zu unterhalten. Sie sagte, sie sei sehr schchtern, schlug sich aber tapfer, redete mit dem Publikum und machte des fteren Werbung fr Ihre EP, die man fr 4 EUR kaufen konnte und meinte z.B. sie sei auerdem pleite, darum sollten wir die EP kaufen. Vic Anselmo Als dritten Song spielte sie ein Cover Ihrer Lieblingsband, das sie ja heute nicht anzukndigen bruchte: Es folgte "Fragile Dreams" ein Anathema-Song. Lisa spielte eine Mischung aus eigenen Songs und Covern. In einen Ihrer Songs "Material Girl" baute sie ein Stck des Christina Aguilera Hits "Genie In A Bottle" ein, danach folgte dann "Winter" von Tori Amos. Spter gab es mit "Nothing Left" noch einen lteren, eigenen Song dazwischen durfte auch Werbung fr die Myspace-Seite nicht fehlen. Was die Schreibweise Ihres Nachnamens angeht, so wurden wir wieder auf die CD am Merchandise-Stand verwiesen. Danach kamen wir noch in den Genuss eines neuen, noch unbetitelten Songs und zum Schlu gab es noch ein "Nothing Else Matters"-Cover womit dann um 21:25 Ende war. (Sabine Jordan)

Nach dem berraschenden und guten, nicht angekndigten Opener Lisa Cuthbert, kam schon gleich Vic Anselmo auf die Bhne. Die lettische Sngerin wirkte sehr jung und nicht so tough wie in dem Booklet ihrer CD "Trapped In A Dream". Die Dame, deren Haarkreation mich an die "Fragles" aus der Kinderserie erinnerten kam ganz schchtern mit ihrem Teddy auf die Bhne und setzte ihn als Glcksbringer ab. Dann hockte sie sich mit einer Gitarre hin und spielte ihre Songs unplugged. Dabei zeigte sie mit ihrer guten Stimme, dass die Songs auch in diesem Gewand funktionieren. Im Gegensatz zu hnlichen Sngerinnen hat sie mehr "sirenenartige Jauchzer" in die Songs eingebaut, was sie eigenstndig aber auch manchmal nervig wirken lie, ansonsten war die Stimme top. Die freundlichen Ansagen und die Aufforderung an die ersten Reihen sich bitte zu setzen, da sie so klein sei, empfand ich zustzlich als positiv. Die zweite Hlfte des Sets spielte Vic am Piano-Keyboard und brachte dabei auch eine uerst gelungene Coverversion von "Love You To Death" eines Type O' Negative-Songs ins Spiel. Da ihr Debtalbum auch recht kurz ist und sicherlich nicht jeder Song in diesem Rahmen funktioniert passte das ganz gut. Gnsehaut war auf jeden Fall permanent vorhanden! Dann war auch schon Schluss mit der kleinen Vic, die aber spter noch mal als Gastsngerin zu Antimatter stoen sollte.

Vic Anselmo
Setlist: Vic Anselmo
  • Who? (Gitarre)
  • Before I Could Breathe (Gitarre)
  • Deadman Walks (Gitarre)
  • I Cried (Keyboard)
  • Open Wide (Keyboard)
  • Wellspring (Keyboard)
  • Love You To Death (Type O' Negative) (Keyboard)
  • Underwater (Keyboard)
  • House Of The Rising Sun
Monochrome Creeks

Jetzt dachte ich eigentlich, dass der Headliner Antimatter aufmarschiert, doch stattdessen kam ein Mann namens Masi Kriegs unter der Bezeichnung Monochrom Creeks in vergleichsweise normaler Kleidung und mit lockerer Zunge auf die Bhne. Er erklrte erst mal, dass er nach zwei hbschen Damen, die gut singen knnen doch sicherlich etwas Probleme haben werde, womit er die Lacher auf seiner Seite hatte. Danach rockte Masi, welcher eigentlich mit Zusatzgitarrist Peter Feld unter dem Namen Monochrome Creeks agiert, eine Ladung Alternative-Rocker aus dem rmel und coverte auch schon mal einen Popsong, wie z.B. "True Faith" von New Order. Masi war nur bei den Gigs in Venlo, Kln und Frankfurt dabei und hatte auch kein Merchandise am Start, weshalb er dem Publikum das Versprechen abnahm zu einem Konzert seiner ebenfalls existierenden Alternative Rock Band Dust Of Everyday zu kommen, von denen er dann quasi einen Song coverte. Auch wenn der sympathische "Typ von nebenan" etwas aus dem Rahmen fiel, fand ich seinen Auftritt echt gut!


Setlist: Monochrome Creeks
  • Shadows
  • Monochrome
  • Pressure (Anathema Cover)
  • Requiem
  • Prison
  • Hallelujah (Leonard Cohen Cover)
  • Statues In The Field
  • Walking Away (Dust Of Everyday)
  • True Faith (New Order Cover)

Es war schon etwas spt, kurz nach 23 Uhr als endlich Antimatter bestehend aus den Herren Duncan Patterson (Ex-Anathema) und Mick Moss auf die Bhne kamen. Antimatter Ich musste mir zwar dreimal die Augen wischen, da der moppelig gewordene Duncan Patterson mit weiem Unterhemd, Brusttattoos inklusive Pelz und Kette mit Anhnger wie ein schmieriger Ganove aus "Snatch" wirkte, aber er war es wirklich! Dabei wurden kurz Erinnerungen an meinen Spanienurlaub und britische Touristen wach, die dann aber wieder von toller Musik und den schlpfrigen, genuschelten Kalauersprchen von Frontmann Mick Moss ber Sex verdrngt wurden. Ehe es wirklich los ging wurde aber erst mal das ohnehin schon sprliche Licht auf mehrmalige Anforderung von Mick ("I like to do it in the dark, ask my girlfriend") weiter abgedunkelt. Ein Graus fr alle anwesenden Fotografen! Im Laufe des Abends wurde auch mehrfach Vic Anselmo zur Gesangsuntersttzung auf die Bhne gerufen, die dabei eine gute Figur machte. Das Duo wurde auerdem nicht nur fr die ersten Songs von der blonden Lisa Cuthbert am Keyboard untersttzt. Bei dem wunderschnen on-Song "Learpholl" bernahm dann auch Vic wieder den Gesangspart. Coverversionen wurden hier ebenfalls ein paar gute gespielt, wie das Duett mit Vic "Where The Wild Roses Grow" eindrucksvoll bewies. Neben Songs von Antimatter gab es auch - wie auf dem Plakat angekndigt - Songs der Bands Anathema und on, einem Projekt mit Duncan Patterson, bei dem die Musik in eine hnliche Richtung wie Antimatter geht, allerdings mit mehr Frauengesang und teilweise spanischen Texten versehen wurde. Leider wartete ich vergeblich auf "Goodby Johnny Dear", dafr gab's aber witzigerweise ein paar Themes zum Beispiel von "Star Wars" und "Knight Rider" zu hren. Nach einem Abwechslungsreichen Set mit wechselnder Untersttztung von Lisa oder Vic und beiden war dann um kurz nach Zwlf nach einer letzten Zugabe in Form von "Eternity Part III" Ende und wir wurden mde, aber zufrieden in die laue Frhlingsnacht entlassen. Schn war's! Schade, dass fr den fairen Eintrittspreis von 11 EUR fr ber 3,5 h Musik nicht mehr Leute den Weg ins MTC gefunden haben. (Thorsten Dietrich)

Antimatter
Setlist: Antimatter
  • Eleanor Rigby (w/ Lisa Cuthbert)
  • Over Your Shoulder (w/ Lisa Cuthbert)
  • Flowers (w/ Lisa Cuthbert)
  • Learpholl (w/ Lisa Cuthbert + Vic Anselmo)
  • The Last Laugh (w/ Vic Anselmo)
  • Interlude: "Star Wars" Theme
  • Mr White
  • Feel
  • Going Nowhere/Destiny
  • The Power Of Love
  • Interlude: Imperial March
  • The Weight Of The World (w/ Lisa Cuthbert)
  • Empty
  • Interlude: "Knight Rider" Theme
  • Lost Control
  • Where The Wild Roses Grow (w/ Vic Anselmo)
  • Eternity Part III

Bilder: Sabine Jordan
Setlisten: Monochrome Creeks und Antimatter (ohne Gewhr) freundlicher Weise von Masi (Monochrome Creeks) nachgereicht. Danke!
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