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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing STEVE LUKATHER
Ort Mainz, KUZ
Datum 29.03.2009
Autor Thorsten Schwalbach
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Ich muss zugeben, dass ich eigentlich nie der groe Fan von TOTO war. Trotzdem war auch mir der Name STEVE LUKATHER als hervorragender Gitarrist ein Begriff, und so hat sich letztes Jahr seine Solo-CD "Everchanging Times" in meinem CD-Regal eingenistet. Das lag zum einen sicherlich an den umfangreichen Promoaktivitten fr dieses Werk. Zum anderen lief das Teil aber mal im Mediamarkt und hat mich direkt so begeistert, dass ich die CD mitgenommen habe. Und ich habe sie seit dem sehr oft gehrt. So wurde das Konzert des Meisters im fr mich nahen Mainz dann auch zum Pflichttermin. Erwartungsfroh machte ich mich Sonntagsabends auf und wurde richtig begeistert.

Der Konzertbeginn war fr 20:00 Uhr angesetzt. Als ich kurz vorher ankam, war das KUZ schon sehr gut gefllt. Der Laden ist etwas grer als das JUZ in Andernach und hat einen gewissen "Industriehallencharme". Das Publikum war zu mindestens dreiviertel dem 45-Lager zuzuordnen. Die Bhne war schon fr Herrn Lukather und seine Band aufgebaut. Wenn vorher irgendeine Vorband gespielt hat, hat sie schon sehr frh angefangen und niemanden wirklich interessiert. Man konnte frmlich in der Luft spren, dass alle nur einem entgegenfieberten.

Steve Lukather

Und gegen 20:15 Uhr kam der Meister mitsamt seiner Band dann ganz locker auf die Bhne, ohne groes Intro, legte direkt los und wurde begeistert und freundlich empfangen. Schnell war klar, dass STEVE LUKATHER hier keine Onemanshow ablieferte, sondern seine Songs mit einer Band spielte, die weit mehr war als reine Begleitband. Natrlich steht seine Gitarre im Mittelpunkt, die Soli von Steve waren stets das Highlight im Song. Technisch perfekt, trotzdem mit sehr viel Gefhl gespielt und von jetzt auf gleich mit rasender Geschwindigkeit schaffte es Lukather zu begeistern. Die erste Stunde war eher songorientiert und etwas auf "Everchanging Times" bezogen. Neben dem Titelstck wurden "How Many Zeros" und "Stab In The Back" sowie Songs von weiteren Solo-CDs gespielt. Und dann war Jammen angesagt. Nach einem ausgedehnten Keyboard- und Schlagzeugsolo, in dem Drummer Eric Valentine zunchst die Augen verbunden und dann auch noch Teile seines Schlagzeuges weggezogen wurden, kamen auch die weiteren Musiker zu ihren Soloeinlagen. Trotz dieser Einlagen spielte Valentine unbeirrt weiter und zeigte, was er drauf hat und wie sicher er in den verschiedenen Stilen ist. Insgesamt zog sich der Instrumentalpart wohl mehr als 30 Minuten hin, ohne langweilig zu werden. Aufgelockert wurde das alles noch durch weitere Scherze von Luke, die stets spontan und nicht aufgesetzt wirkten. Steve Lukather berhaupt zeigte Steve an diesem Abend, dass er nicht nur ein Weltklassegitarrist ist, sondern zum einen auch sehr gefhlvoll singen kann und zum anderen hervorragend mit den Leuten kommuniziert. Zwischen den Songs erzhlte er Anekdoten aus seinem Tourleben und fand die Nhe zu seinem Publikum. Irgendwie nimmt man ihm diesen Kumpeltyp ab, den er auf der Bhne prsentiert. Nach dem lngeren Instrumentalpart kam man mit dem etwas hrteren "Tell Me What You Want From Me" zurck zum "normalen" Konzertablauf. Hier wurden die knackigen Riffs auch vom zweiten Gitarristen Ricky Z absolut przise rbergebracht. Zum Abschluss des regulren Sets wurde zunchst der Song "Jammin With Jesus" dem Titel entsprechend durch lngere Jamparts auf eine Spielzeit von fast 15 Minuten ausgedehnt. Ricky Z machte hier durch hheren Backgroundgesang auf sich aufmerksam. Danach gab es noch das bekanntere "Hero With A 1000 Eyes" vom 94er Album "Candyman", bei dem das Publikum nochmal aus sich raus ging und begeistert mitgesungen hat. Dann war erst mal Schicht. Steve kam nochmal raus, um nur mit Akustikgitarre bewaffnet den Song "Road Goes On" sehr berzeugend zu spielen. Nach diesem Stck, das er als die Geschichte seines Lebens ankndigte, war nach ungefhr 2 Stunden und 20 Minuten endgltig Schluss. Insgesamt ein sehr starkes Konzert mit einem Superstar, der mitsamt seiner Band musikalisch absolut begeisterte und dabei sehr publikumsnah und sympathisch rberkam. Auch hinsichtlich der Spielzeit blieben keine Wnsche offen. Die anschlieende Autogrammsession habe ich mir geschenkt. Einige Tage spter auf der Musikmesse, wo mich einer der 3 (!!!) tglichen Auftritte von STEVE LUKATHER erneut begeisterte, konnte ich mich bei einer Autogrammstunde aber davon berzeugen, dass Steve auch bei diesen Aktivitten absolut fannah ist. Einfach ein Weltklassegitarrist zum Anfassen, den ich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen habe.


Setlist: STEVE LUKATHER
  • Drive A Crocked Road
  • Twist In The Knife
  • Everchanging Times
  • Live For Today
  • How Many Zeros
  • Stab In The Back
  • Hate Everything About You
  • Keyboard-/Schlagzeugsolo
  • Song For Jeff
  • Fall Into Velvet
  • Talk To Ya Later
  • Tell Me What You Want From Me
  • Party In Simons Pants
  • Jammin With Jesus
  • Hero With A 1000 Eyes
  • Zugabe:
  • Road Goes On
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