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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing JUDAS PRIEST, MEGADETH, TESTAMENT
Ort Fribourg, Forum
Datum 11.03.2009
Autor Markus Hagner
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Da JUDAS PRIEST den europischen Fans beim "PRIEST FEAST 2009" die groe amerikanische Bhnen-Live-Show Testament prsentieren wollten wurde mit dem Forum in Fribourg (CH) eine passende neue Halle gefunden. Leider fanden nur circa 4.000 Freaks den Weg dorthin. Dies lag sicherlich auch am frhen Beginn um 18.15 Uhr, da das Ende auf 22.30 Uhr zu planen war. Grund dafr waren die ffentlichen Rckverkehrs-Verbindungen. Es war schon sehr traurig anzusehen, wie leer die Halle war. Positiv war wenigstens, dass die anwesenden Fans eine super Stimmung machten, als wre diese ausverkauft und eine friedliche Metal-Party zelebrierten

TESTAMENT, legten pnktlich um 18.15 Uhr los. Snger und Frontmann Chuck Billy heizte nach dem Intro von "For The Glory Of..." die Metallkpfe gleich richtig auf. Die Funken zum Publikum sprhten sofort rber. So ging beim ersten Lied "Over The Wall" schon der Punk ab und es wurde kopfgeschttelt wie wild. Der Vorteil der groen Bhne war, dass auch die amerikanischen Thrasher einen berdimensionalen Back-Drop anbringen konnten. Darunter auf beiden Seiten wirkungsvoll das Band-Logo. Der Lichttechniker durfte die Anlage zu 90% kreativ ausnutzen, was Ihm eindrucksvoll gelang. Einmal helles motivierendes Licht, das andere Mal dster blau oder rot, wie bei einem drohenden Weltuntergang. Ganz anders der Tontechniker, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Er mischte zwar einen lauten, dafr aber grottenschlechten Klang. Die beiden Gitarristen Alex Skolnick und Erick Peterson glnzten abwechselnd mit Ihren Soli, vor allem aber beim Kracher "Into The Pit" Greg Christian am Bass und Paul Bostaph spielten als kraftvolle Rhythmus-Fraktion. Mit "The Formation Of Damnation" whlten TESTAMENT den Titelsong der aktuellen CD als Schlusslied, welcher zum Hhepunkt des Abends wurde. Testament Danach wurden die Amis begeistert von der Bhne verabschiedet.


Setlist: TESTAMENT
  • For The Glory Of... (Intro)
  • Over The Wall
  • The New Order
  • Souls of Black
  • Into The Pit
  • More Than Meets The Eye
  • D.N.R.
  • 3 Days In Darkness
  • Practice What You Preach
  • The Formation Of Damnation

MEGADETH betraten nach circa 30 Minuten Umbaupause gut gelaunt, voller Energie und Spielfreude die Bhne und wurden sehr emotional begrt. Megadeath Viele Anhnger waren extra fr Ihre Lieblinge gekommen, was die T-Shirts zeigten, die getragen wurden. Dave war gut bei Stimme, bei weitem besser als ich Ihn damals im Vorprogramm von den "Eisernen Jungfrauen" erlebte. Ein stimmgewaltiger Snger knnte sich aber doch als positiver Extra-Effekt erweisen. Das Gitarrenspiel von Herrn Mustaine war imponierend, besonders auf Grund der Tatsache, dass er ja dabei auch noch singen muss. Herausragend waren aber auch seine Mitstreiter: Chris Broderick (Ex-Jag Panzer) als neuer Gitarrist, James Lomenzo am Bass und Shawn Drover am Schlagzeug. Chris war bei seinen Soli phnomenal. Unglaublich wie er schon whrend den ersten 3 Liedern "Sleepwalker", "Wake Up Dead" und "Take No Prisoners" spielte. Eine wertvolle Bereicherung fr MEGADETH! Shawn hat nicht nur ein geiles Arbeitsgert, er nutzte dies auch sehr versiert. Dave schaffte es problemlos bei "A Tout Le Monde", dass die Freaks als Chor fungierten. Absolutes Spitzenlied wurde allerdings "Symphony of Destruction" mit dem kurzen orchestralen Intro, kernigem melodischen Gesang von Dave, dem rockigen Bassspiel von James und den virtuosen Gitarren-Duellen von Dave und Chris. Daves Stimme hnelte hier der von einem Herrn Idol. Einzig hatte genervt, dass Dave die Bhne mehrmals verlie und sich wieder auf die Bhne zurckrufen lie. Hier htte er noch ein weiteres Hammer-Lied spielen knnen. Die Verehrer waren trotzdem total zufrieden und MEGADETH verlieen mit "Holy Wars... The Punishment Due" umjubelt nach 60 Minuten die Bhne. Herr Mustaine reckte strahlend und sichtlich imponiert seine Gitarre in die Luft.

Megadeath
Setlist: MEGADETH
  • Sleepwalker
  • Wake Up Dead
  • Take No Prisoners
  • A Tout Le Monde
  • Washington Is Next
  • She-Wolf
  • In My Darkest Hour
  • Hangar 18
  • Symphony Of Destruction
  • Peace Sells
  • Skin O' My Teeth
  • Holy Wars... The Punishment Due

20.30 Uhr: Nostradamus zog mit seinen roten leuchtenden Augen als Bhnenbild die Fans in seinen Bann. Die Stimmung war auf dem Siedepunkt. Zeit fr die Metall-Gtter mit lautstarken "Priest, Priest Rufen" auf die Bhne animiert zu werden. Judas Priest Das Intro "Dawn Of Creation" bewirkte eine Wahnsinns-Atmosphre. Die legendren Gitarren-Axt-Mnner Glenn Tipton und K.K. Downing folgtem dem Appell auf die Bhne. Sie entwickelten mit den ersten Gitarren-Tnen bei "Prophecy" bereits eine mchtige Stimmung. Kurz danach war die Ausnahme-Rhythmus-Fraktion mit Ian Hill am Bass und Scott Travis am Schlagzeug auf der Bhne musikalisch prsent. Scott spielt mittlerweile in der Elite-Liga der Schlagzeuger. Er trommelte ebenbrtig mit der verstorbenen Legende Cozy Powell. Gott sei Dank hatten sich durch Berichte zum Tour-Start die Vorhersage von Anno 2008, dass man das komplette "Nostradamus" Album auffhren wollte nicht bewahrheitet. Das ist meiner Meinung nach ein Konzept-Album zum Anhren im Wohnzimmer, aber nicht fr eine komplette Live-Prsentation. Ich war schon gespannt wie Vokalist Rob Halford stimmlich drauf sein wrde, nach den schwcheren Auftritten in 2008. Erste berraschung war, dass auf der kompletten Bhne keine Teleprompter zu entdecken waren. Und dann legte RH granatenmig auf einer 3 Meter hohen Bhnen-Empore stimmlich los. Eingehllt in seinen Goldmantel mit dem JP-Stab in den Hnden. Unglaubliche berraschung: Brillanter Gesang und der kam nicht vom Band, wie mir der Mischer nach dem Konzert besttigte. Die Licht-Schau war gigantisch mit vielen effektvoll eingesetzten Varility-Lichtern, ein Erlebnis. Der Klang war bis zur Mitte der Halle perfekt. Durch die Hallenkonstruktion wurde er danach leider etwas unklar. Mit einem Aufzug wurde RH nach unten zur nchsten Empore gefahren. Rob bewegte sich langsam, aber bei weitem agiler auf der Bhne als 2008. Seine gebckte Haltung ist mittlerweile seit langem seine Lieblingsposition zum Singen. Seine Stimme elektrisierte vom Anfang bis zum Schluss. Mit dem nchsten Lied "Metal Gods", bei dem er bei seinen Band-Kollegen auf der unteren Bhnen-Ebene ankam, erfolgte keine Selbsthuldigung. Die "Metallischen Gtter" sind Priest wirklich und immer noch, wie sie mit diesem berzeugenden Live-Konzert in Fribourg eindrucksvoll bewiesen. Die Fans haben Sie dazu in all den Jahren in Ihr Herz geschlossen, auserkoren und tituliert. "Eat Me Alive" faszinierte durch die scharfen Gitarren-Duelle von Glen und K.K. und dem aggressiven Gesang von Rob. "Breaking The Law" wurde im Forum zur Hymne in der ordentlich Kopfschtteln und Mitsingen angesagt war. Rob und das Publikum hatten immensen Spa miteinander. Die Hintergrundvorhnge wechselten immer passend zu jedem Lied und Album. Besonders beeindruckend bei "TheHellion/Electric Eye" bei der sich Rob wieder auf die hchste Bhnenebene begeben hatte und inmitten des Auges sang. "Painkiller" beendete ideal den normalen Konzert-Teil. Zur ersten Zugabe hallte das Motorradgerusch aus den Boxen wider. Rob mit seiner legendren Leder-Kleidung mit Dominus-Kappe, fuhr sein Motorrad auf die Bhne und das Metall-Kult-Lied "Hell Bent For Leather" wurde intoniert. Im Hintergrund das JP-Logo in den britischen Farben. Gnsehaut-Stimmung danach bei "The Green Manalishi (With the two-Prong Crown"). Die Stimme und die Gitarren verhexten die Anwesenden! Das Publikum war entzckt ber die Mitgesang-Animation von Rob als Einfhrung zu "You've Got Another Thing Comin'". Er schwchelte hier zum einzigen Mal stimmlich, aber dem Publikum war das egal, das fra ihm aus der Hand. Die Meute sang lautstark die Refrains mit. JUDAS PRIEST beendeten mit diesem Hit ein traumhaftes Konzert. Von solchen Live-Sternstunden htte ich nie getrumt! Die Metalheads waren total hin und weg. Eine absolut gelungene Mischung aus neuen und alten Hits. Priest wurden triumphal ohne Ende abgefeiert. Zwei Traumstunden des HEAVY METAL durch JUDAS PRIEST!

Judas Priest
Setlist: JUDAS PRIEST
  • Dawn Of Creation (Intro)
  • Prophecy
  • Metal Gods
  • Eat Me Alive
  • Between The Hammer And The Anvil
  • Devil's Child
  • Breaking The Law
  • Hell Patrol
  • Death
  • Dissident Agressor
  • Angel
  • The Hellion/Electric Eye
  • Rock Hard, Ride Free
  • Sinner
  • Painkiller
  • Hell Bent For Leather
  • The Green Manalishi (With the two-Prong Crown)
  • You've Got Another Thing Comin'

Bilder: Markus Hagner
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