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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing THUNDER, HEAVEN'S BASEMENT
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 28.02.2009
Autor Sabine Jordan & Thorsten Dietrich
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Eigentlich wollten wir an diesem Abend im Colos-Saal schon etwas eher da sein. Wir schafften es auch gerade noch ein Bierchen zu uns zu nehmen und uns in der Nhe der Bar zu platzieren, von wo aus man auch noch gut zum Fotograben gelangen konnte. Heaven's Basement Schlielich sah es ja doch ganz so aus, als wrde es heute recht voll werden.

Heaven's Basement

Als Opener kamen dann um 20:50 h, im bereits sehr gut gefllten Colos-Saal, die jungen Englnder HEAVEN'S BASEMENT auf die Bhne. Die fnf Musiker spielten erdigen Hard Rock und sahen optisch nach einer US Band kurz vor dem tdlichen Grungeboom aus. Dabei rockte der Haufen mit den lustigen Pseudonymen echt gut und souvern ber die engen Bretter: Das Schlagzeug war natrlich vor dem von Thunder aufgebaut, so dass die ohnehin schmale Bhne noch kleiner war. Frontmann Richie Hevanz war optisch und gesanglich kein Fehlgriff und erinnerte vom Aussehen an eine Mischung aus dem jungen Ian Astbury und Kane Roberts ohne seine dicken Muckis. Dabei kam das Publikum wirklich mit jedem Song mehr in Fahrt und nahm die Band fantastisch auf, was Richie gegen Ende des Sets dazu brachte es als den besten Gig der Tour zu deklarieren. Was bei anderen Bands eine Floskel gewesen wre, nahm ich dem Mann aber ab! Die gaben alles, bewegten, schttelten die Zotteln und hatten echt zeitlose, gute Songs in der Schnittmenge von Dokken, Tesla und Konsorten. Lustig war der drre, lockige Gitarrist Johnny Rocker anzusehen, der seine schmalen Stelzen noch in eine Stretchhose zwngte. Heaven's Basement Als die Jungs dann nach einer guten halben Stunde um etwa 21:23h am Ende Ihres Sets waren, fhlten wir uns schon mal gut unterhalten und vorgewrmt fr THUNDER. Von HEAVEN'S BASEMENT wird man sicherlich in Zukunft noch hren und vermutlich werden sie nach dieser Tour einige Fans mehr haben. Am Ende des Abends verkauften smtliche Bandmitglieder persnlich und total engagiert am Ausgang verteilt ihre EP fr 5 Euro. Wir legten uns natrlich ein Exemplar zu, die Scheibe ist wirklich gut gemacht und berzeugt 24 Minuten lang! (Thorsten Dietrich)

THUNDER sind derzeit auf Abschiedstour, eigentlich war diese Tour zum 20. Bandjubilum geplant und ein Teil davon fand in England auch schon Ende letzten Jahres statt. Support waren damals ebenfalls HEAVEN'S BASEMENT. Dann Ende Januar beschlossen die Englnder pltzlich, dass sie zu beschftigt mit anderen Aktivitten auerhalb der Band sind und entschieden, dass das 20. Jubilum der geeignete Zeitpunkt zum Aufhren ist. Danach wurden dann noch ein paar UK-Dates zum Verabschieden und eben die Europa-Tour eingeplant. Ob das jetzt alles nur ein Marketing-Coup ist, wir werden sehen. Erst einmal wollten wir uns natrlich diese "letzte" Chance nicht entgehen lassen und waren sehr gespannt wie der Abschied denn wohl sein wrde, als dann um 21:53 h das Intro in Form von "Thunderstruck" ertnte. Das war schon eine witzige Idee, auch wenn ich AC/DC nicht leiden kann. Dafr freute es mich dann umso mehr als ersten Song gleich "Backstreet Symphony" vom gleichnamigen Album zu hren. Die alten Herren war guten drauf, Danny hpfte total agil und fast wie ein Flummi ber die Bhne, man sah ihm sein Alter wirklich nur an den grauen, kurzen Haaren und vielleicht an der nicht mehr ganz so legeren Kleidung an. Danny Bowes und Bassist Chris Childs trugen beide Hemd und Jeans, wobei Chris den Vogel mit dem Karomuster abgeschossen hat, das war ja schon leicht spiessig. Thunder Thunder Luke Morley und Ben Matthews hatten immerhin noch eine kinnlange Matte und Drummer Harry James sah aus wie immer, glatzkpfig. Es gab brigens weder ein Backdrop, noch stand der Schriftzug auf dem Schlagzeug und die Show bestand eigentlich hauptschlich daran, dass Danny sich kreuz und quer ber die Bhne bewegte und hin- und wieder mal lustige Sprche vom Stapel lie, das ist man ja gewhnt, wenn man THUNDER schon einmal live gesehen hat. Nach dem Opener merkte Mr. Bowes an, dass er ja vergessen htte, dass wir im Fernsehen sein werden. Die Show wurde tatschlich von 2 Herren gefilmt, bestimmt gibt es demnchst auch noch eine Abschieds-DVD. Stimmlich war Danny Bowes auch total auf der Hhe und die Herren schienen allesamt Spa zu haben, das Publikum im gut gefllten Colos-Saal brigens auch. Zu meiner groen Freude ertnte dann gleich als viertes Stck "Low Life In High Places" vom Album "Laughing On Judgement Day". Da kam dann auch stellenweise schon mal die Akustikgitarre zum Einsatz, aber pltzlichen Mitten im Song, beschwert sich Danny pltzlich mit den Worten: "Every night, total rubbish, unacceptable." Dann erklrte er uns auch freundlicher Weise was er meinte, wir sollen zu Ende singen, was er angefangen hat. Gut, das machen wir dann auch, bzw. versuchen es. Nachdem er von uns verlangt den Ton bei "...such a lonely place" lange und immer lnger zu halten und uns anfeuert: "keep it going, come on..." und dann endlich der erlsende Ausruf von ihm: "breathe". Danach zeigte er uns aber auch noch gleich, wie man es richtig htte machen sollen. Auch bei "Love Walked In" von "Backstreet Symphony" kommt dann auch wieder mal die kurz Akustikgitarre zum Einsatz, genauso werden bei "Don't Wait For Me" werden erst mal langsamere Tne angeschlagen bei denen Benny sogar Keyboard spielt. Dann darf die Band Vorgestellung natrlich nicht fehlen, die folgt bei "I Love You More Than Rock 'n' Roll", da wird das Publikum dann auch zum Klatschen animiert und hin- und wieder kommt sogar Percussion zum Einsatz, mit der Gitarrist Ben seinen Spa hat und das Instrument in Richtung Bandkollegen anschlgt. Auerdem bekommen wir hier noch Dannys Hftschwung zu sehen, der eher lustig, als sexy ist und mich irgendwie an Charlie Brown beim tanzen erinnert. Danach ist dann aber um 23:13 Ende, bzw. es folgen natrlich noch ein paar Zugaben, darunter auch ein kleines in Drum-Solo, auf das ich - wie immer - htte verzichten knnen. Den wirklichen Schlu macht dann wieder ein Song von "Backstreet Symphony, nmlich "Dirty Love", bei dem auch noch mal schn mitgesungen werden durfte. Danach war dann aber um 23:36h wirklich Feierabend und Danny verabschiedete sich mit den Worten aber "Thank you very much, Goodnight"... Tja, das war schon ein schner Abend, THUNDER haben das Haus gut gerockt: Sound, Gesang und Spa, alles hat gepasst. Leider waren das nur gut 1,5 Stunden, ich htte ja eigentlich gedacht, dass die Herren die 2 Stunden voll machen... Aber dafr war's qualitativ hochwertige Musik und sogar die Vorband HEAVEN'S BASEMENT hat uns sehr positiv berrascht. (Sabine Jordan)

Thunder
    Setlist: Thunder
  • Intro: Thunderstruck
  • Backstreet Symphony
  • On The Radio
  • Miracle Man
  • Low Life In High Places
  • The Devil Made Me Do It
  • Empty City
  • Dirty Dream
  • Love Walked In
  • Stormwater
  • Can't Keep A Good Man Down
  • Don't Wait For Me
  • I Love You More Than Rock 'n' Roll
    Zugaben:
  • River Of Pain
  • Higher Ground
  • Dirty Love

Bilder: Sabine Jordan
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