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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing APOPTYGMA BERZERK, THE ANIX
Ort Mainz, KUZ
Datum 17.02.2009
Autor Thorsten Ritter
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"Willst Du wirklich dahin?" fragte mich Thor im Vorfeld zum heutigen APOPTYGMA BERZERK-Konzert und ich antwortete "Klar, auf jeden Fall; hab' sie schon fters gesehen und die sind echt gut!". Ich jedenfalls mag die Formation um Stephan L. Groth und kann auch mit den lteren, weitaus elektronischeren Nummern etwas anfangen; aber damit drfte ich bei MyRevelations zu einer kleinen Minderheit gehren. Daher htte ich dem aktuellen Output "Rocket Science" auch mehr als 8 Punkt gegeben, obwohl es sicher strkere Alben der Band gibt. Ich machte mich also zwei Tage vor Altweiberfastnacht auf den Weg ins Mainzer KUZ, wo der fr November 2008 geplante Gig nachgeholt werden sollte, welcher verschoben wurde, da sich die Band zu diesem Zeitpunkt noch mitten in den Aufnahmen zu "Rocket Science" befand.

Im Internet hatte ich meines Wissens etwas von 20 Uhr gelesen, htte es aber nicht fr mglich gehalten, dass bereits um diese Uhrzeit die Vorband THE ANIX spielen sollte, denn ich verweilte zeitgleich - gemtlich und in charmanter Gesellschaft - im nahegelegen Citrus und lie mir mein Weizen schmecken. Tja, ich muss gestehen, dass mir das auch gar nicht so ungelegen kam, da mir weder Band noch Songs gelufig waren und ich mir hchstwahrscheinlich schwer getan htte, etwas Informatives "zu Papier" zu bringen. Ich hab' mir dann aber sagen lassen, dass ich etwas verpasst habe, da THE ANIX recht gut gewesen sein sollen und groen Zuspruch erhalten htten. Nun ja, ein anderes Mal.

Apoptygma Berzerk

Nach kleinen Schwierigkeiten am Einlass - mein Name stand mal wieder nicht auf der Gsteliste - war ich gegen 20.45 Uhr endlich vor Ort und machte mich direkt auf den Weg zum Fotograben und wartete auf den Beginn der Show. Das KUZ war recht ordentlich besucht, als es um 21:07 Uhr endlich losging. Zu den einleitenden Klngen von "Weight Of The World" kamen die Mitglieder von APOPTYGMA BERZERK nacheinander auf die Bhne und es wurde schnell klar, dass im Gegensatz zu PAIN, welche ich vor acht Tagen gesehen hatte, heute eher die Keyboards dominieren sollten, da die Gitarre von Audun Stengel eher im Hintergrund agierte. Zudem hrte sich sein Spiel anfangs recht kontrr zum Gesamtsound an und passte nicht so recht ins musikalische Gefge. Glcklicherweise gab sich dieser Umstand aber nach den ersten Songs. Mit "Weight Of The World" und "Apollo (Live On Your TV)" von der aktuellen CD erwischten die Mnner um Stephan L. Groth jedenfalls einen guten Auftakt, bevor sich ltere Songs die Klinke in die Hand gaben.

Apoptygma Berzerk

Der Frontmann prsentierte sich agil wie immer und fegte ber die Bhne whrend sich Gitarrist und Keyboarder eher hinter ihren Instrumenten versteckten und sich auf ein paar nette Posen beschrnkten. Hinter der Band hing statt eines Backdrops eine groe Videoleinwand, auf der vereinzelt Clips etc. eingespielt wurden, welche ich aber nicht sonderlich spektakulr fand. Dafr berzeugte mich die Musik umso mehr und dementsprechend konnte man berall tanzende Fans beobachten. Besonders bei "In This Togehter" und "Shadow" - einem meiner Favoriten von "Rocket Sciences", bei dem Drummer Fredrik Brarud an die zweite Gitarre wechselte, sorgten fr gute Laune und eine tolle Stimmung. Nach dem Klassiker "Deep Red" ging es Schlag auf Schlag und die nachfolgenden drei Songs markierten den Hhepunkt des Konzerts und Keyboarder Geir Bratland htte sich fast als Stagediver versucht. Im Anschluss wurde - fr mich vllig unverstndlich - durch die nachfolgenden Balladen komplett der Drive aus der Performance genommen. Komische Sache und vllig unntig! Das THE HOUSE OF LOVE-Cover "Shine On" beendete nach knappen 80 Minuten den regulren Set. APOPTYGMA BERZERK lieen sich aber nicht lange bitten und kamen fr die Klassiker "Starsign" und "Mourn" erneut zurck. Mit dem meines Erachtens ersten groen Hit der Bandgeschichte - "Non Stop Violence" - fehlte jedoch eine eigentlich unverzichtbare Nummer, welche bisher auen vor geblieben war. Trotz lautstarken Forderungen seitens der Fans wurde aber heute auf den Song verzichtet - obwohl er auf der Setlist stand! Wie ich spter erfuhr, soll angeblich ein Freund der Band in den vorderen Reihen zu Fall gekommen sein und so entschied man sich, auf den Tanzflchenfeger zu verzichten. Solche Reaktionen htte ich eigentlich eher bei EISBRECHER oder PAIN vermutet und so wurden viele Fans doch ein wenig enttuscht in die noch junge Nacht entlassen. Nichtsdestotrotz war es ein nettes und kurzweiliges, wenn auch viel zu kurzes, Konzert, das gerne durch "Bitch", "Suffer In Silence" und eben "Non Stop Violence" htte ergnzt werden drfen.


    Setlist: Apoptygma Berzerk
  • Weight Of The World
  • Apollo (Live On Your TV)
  • Eclipse
  • Unicorn
  • Mercy Kill
  • Lost In Translation
  • In This Together
  • Shadow
  • Deep Red
  • You Keep Me From Breaking Apart
  • Love Never Dies (Part 1)
  • Until The End Of The World
  • Butterfly Defect
  • Kathy's Song (Come Lie Next To Me)
  • Shine On
    Zugaben:
  • Starsign
  • Mourn
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