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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing AXEL RUDI PELL, MAD MAX
Ort Pratteln, Z7
Datum 30.01.2009
Autor Thorsten Ritter & Thorsten Dietrich
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Axel rief und alle kamen, schon nachmittags wurde Axel von Fans gesucht und sein Bus wurde von diversen Autogrammjgern belagert. Groupie-Thor mit Johnny Im nahegelegenen Etap Hotel, wo auch wir untergbracht waren, sprach mich nachmittags, nach unserer Baselstadt-Tour ein freundlicher Schweizer im typischen Dialekt an, ob ich zur Band gehrte. Als ich verneinte erzhlte er mir, dass er die Gitarre in seiner Hand fr seinen Sohn, der noch in der Ganztagesschule sei, von Axel signieren lassen wollte. Wir nahmen ihn dann zum Z7 mit und gingen erst mal in den Supermarkt um die Ecke, wir hatten ja schliesslich noch Zeit. Abends als wir dann zum Z7 aufbrechen wollten und ich aus dem Hotelzimmer auf den Flur trat, traf ich dort zu meiner berraschung Axels Frontmann Johnny Gioeli. Johnny hatte offenslichtlich auf dem selben Flur wie wir ein Zimmer. Als ich ihn erkannt hatte und er aufgab abzustreiten, dass er Johnny Gioeli ist, fragte er, ob ich es gewesen sei, der ihn am Nachmittag geweckt hatte. Ich verneinte und er meinte ein "crazy Guy" htte auf der Etage an jedes Zimmer geklopft. Ich wrde wetten, ich wei wer es war! Aber Johnny war trotz wenig Schlaf nach diesem Miverstndnis sehr nett und lie ein Foto mit mir zu. Ist doch cooler als das Gekrickel auf nem Stck Papier, oder? Fazit: Groupies Forever! Gut gelaunt konnte es dann kurz vor 20 h in Richtung Z7 losgehen. (Thorsten Dietrich)

Die Konzertfabrik Z7, Nahe der Autobahn gelegen, ist hchstwahrscheinlich mal eine alte Fabrikhalle gewesen und bietet nach meiner Schtzung ungefhr 1.500 bis 2.000 Fans Platz. Zum Zeitpunkt unseres Eintreffens war das Z7 schon gut gefllt und sofort fiel auf, dass das Rauchverbot in der Schweiz noch keinen Einzug gehalten hat. Aufgrund der Hhe des Saales machte sich dies glcklicherweise nicht als allzu strend bemerkbar. Das schicke Z7 in Pratteln zog an diesem Abend locker mal 1600 Leute und so war die groe Konzerthalle brechend voll als wir angeschlurft kamen. Mad Max Mad Max

Zudem stach mir der Dezibel-Meter auf der linken Seite kurz vor der Bhne ins Auge, ohne welchen die Betreiber laut Webinfo den Laden bereits htten schlieen mssen. Anscheinend kmpfen auch die Eidgenossen mit dem Unmut der umliegenden Bevlkerung. 20.35 Uhr startete mit MAD MAX dann der Opener des Abends und ich muss gestehen, dass ich nicht genau wusste, was auf mich zukommen sollte, obwohl es die Formation - mit zwischenzeitlichen Unterbrechungen - schon 25 Jahre gibt. Sicher, ich hatte zuvor das ein oder andere gelesen und den Namen der Band gehrt, trotzdem kannte ich mit CASANOVA bisher nur das zwischenzeitliche Nachfolgeprojekt von Gitarrist und Snger Michael Voss. Mit "Caravan" erwischten die Mnner um Fronter Voss jedoch ein super Einstieg in den Set und MAD MAX Mnner rockten ordentlich los. Im Anschluss begann jedoch eine musikalische Achterbahnfahrt, die nur durch "Night Of Passion" und "Little Princess" positiv unterbrochen wurden, denn hier wurde erneut anstndig gerockt. Der Rest verschwand irgendwo in der Mittelmigkeit obwohl Michael Voss immer wieder versuchte die Menge zu animieren und anzuspornen. In den vorderen Reihen gelang ihm das auch einigermaen, aber ein feierndes Publikum sieht anders aus. Richtig schlimm wurde es bei "Open The Eyes Of My Heart", als die christliche Gesinnung in Form der Holy-Mitsingparts berhand nahmen. Sorry, aber so was braucht kein Mensch. Ebenfalls schade, dass das zusammen mit AXEL RUDI PELL geschriebene "Don't Talk It Over" nicht gemeinsam mit ihm performt wurde. Die THE SWEET Nummer "Fox On The Run" und das vom CASANOVA-Debt stammende "Hollywood Angels" beendeten - pnktlich wie ein Schweizer Uhrwerk - den 60mintigen Gig. Htte man den kompletten Gig so gerockt wie gegen Ende oder bei den eingangs erwhnten Songs wre es ein klasse Auftritt gewesen, so blieb - zumindest bei mir - ein fader Beigeschmack. Ich fr meinen Teil hoffe jedenfalls auf eine CASANOVA-Reunion. (Thorsten Ritter)


    Setlist: MAD MAX
  • Caravan
  • Where The Winds Blow
  • Here We Are
  • Night Of Passion
  • Family Of Rock
  • Little Princess
  • Say Goodbye to Hollywood
  • Open The Eyes Of My Heart
  • Don't Talk It Over
  • Hope To See You
  • Fox On The Run
  • Hollywood Angels

Nach Mad Max kam endlich Axel Rudi Pell und in der Zwischenzeit hatte ich mich an die Ausgabe von Dosenbier und das Rauchen (manchmal vermisst man doch Germany!) in der Halle gewhnt. Axel und Band stiegen dann auch gleich mit dem flotten "Tear Down The Walls" ein. Hier machte sich Frontmann Johnny, auch wenn er deutlich flliger war als sonst, mehr als bezahlt. Axel Rudi Pell Axel Rudi Pell Der muskulse Kalifornier lief beim gutem Gesang ber die gesamte Bhne, heizte das Publikum an und hatte alle Posen drauf, die ntig waren. Dabei hatte er bei den Ansagen, wie immer, den Schalk im Nacken und laberte glcklicherweise nicht so viel und bld wie mancher Landsmann. Sein Boss Axel war dagegen bewegungsarm und schlenderte ab und an mal ber den rechten Bhnenpart. Bassist Volker war da schon mehr in Bewegung, was ihm auch sicherlich gut getan hat. Ansonsten war der Gig eigentlich ganz wie man es von der Band gewhnt ist. Terrana hatte natrlich sein Megakit aufgebaut. Axel hat zu viele geile Songs und da mussten schon mal wieder die bewhrten Medleys rein und dafr fielen paar Songs der letzten Tour und Platte heraus. Dafr kamen dann neue, aber nicht zu viele Stcke, wie "Higher" ins Programm. Nach dem wie immer berflssigen, recht langen Drumsolo von Mike "berall" Terrana und dem Keyboardsolo von Ferdy Doernberg glnzte die Band beim akustischen Balladenpart und vor allem Johnny mit einer Killerversion von "Oceans Of Time". Meine Idee wird den gerne mal solierenden Musikern nicht gefallen: Weinger Soli, dafr zwei oder drei Songs mehr, so dass lnger nicht mehr gespielte wie das hier prsentierte "Eternal Prisoner" wieder mehr zum Zuge kommen. Das war wieder Gnsehaut pur! Trotz dieser kleinen Kritik war ich wieder Mal von der guten Truppe begeistert und das ging den anderen Anwesenden nach geschtzten 120 Minuten Spielzeit auch so. Fazit: Immer wieder gerne! (Thorsten Dietrich)


    Setlist: AXEL RUDI PELL
  • Tear Down The Walls
  • Higher
  • Warrior
  • Medley
  • Masquerade Ball - Casbah - Black Moon Pyramid
  • Tales Of The Crown - Casbah - Black Moon Pyramid
  • Drum Solo
  • Strong As Rock
  • Key Solo
  • Temple Of The King
  • Accoustic Northern Lights
  • Accoustic Oceans Of Time
  • Rock The Nation
  • Eternal Prisoner

Bilder: Sabine Jordan und Thorsten Ritter.
Danke an Heinz Fssler von www.rueblirock.ch fr die Setliste von ARP.
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