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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing TEN YEARS AFTER
Ort Koblenz, Caf Hahn
Datum 20.01.2009
Autor Thorsten Schwalbach
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Einen der meistgenannten Stze von 2008, "Yes we can!" kann auch die Bluesrocklegende TEN YEARS AFTER auf sich bertragen, und zwar als Antwort auf die Frage, ob man auch ohne den langjhrigen Snger und Gitarristen Alvin Lee sehr gute Musik machen kann. Davon hat mich die Band auf ihrem 2008er Album "Evolution" total berzeugt. Alvin Lee wurde Anfang dieses Jahrtausends fr das Comeback durch Joe Gooch mehr als gleichwertig ersetzt. Also machte ich mich Anfang Januar 2009 auf ins Koblenzer Cafe Hahn, um mir die Band live anzusehen. Und auch dort hat mich die Band absolut begeistert und einen wunderschnen Bluesrockabend zelebriert.

Ten Years After Ten Years After

Zunchst fiel auf, dass der Laden gut voll war. Nicht ausverkauft, aber ich schtze, dass gut 300 Leutchen den Weg hierher gefunden hatten. Entsprechend dem Alter der Band war auch das Publikum eher dem "50-Lager" zuzuordnen. Und so ging es dann auch whrend des Konzerts im Publikum eher gemtlich zu. Da waren die Herren auf der Bhne wesentlich beweglicher. Um fast genau 20:00 Uhr ging es pnktlich (ohne Vorgruppe) los, und TEN YEARS AFTER stiegen mit den beiden bluesigen Nummern "Reasons Why" und "King Of The Blues" von ihrem 2004er Comebackalbum "Now" in den Set ein. Hier zeigte Gitarrist Joe schon, was er drauf hat und glnzte mir sehr gefhlvollen Soli, in denen es auch mal schneller wurde. Der Mann ist fr mich einer der besten Gitarristen, die ich in den letzten Jahren entdeckt habe. Sein Spiel ist absolut im Blues verwurzelt, aber trotzdem mit einer technischen Virtuositt verbunden, dass es nie langweilig wird. An einigen Stellen gibt es auch mal jazzige Zutaten, die seine Soli nochmal aufwerten. Auch als Snger kann er berzeugen, wodurch er zum neuen musikalischen Mittelpunkt von TEN YEARS AFTER geworden ist, ohne dass die anderen drei Originalmitglieder hinter ihm zurckstehen. Die Ansagen berlie er grtenteils Basser Leo Lyons, der diese Rolle aber souvern bernahm, z. B. nach der ersten Nummer, als er das Publikum freundlich begrte und hierfr entsprechendes Feedback vom Publikum erhalten hat.

Ten Years After Ten Years After

Der Set bestand berwiegend aus alten Klassikern wie "Love Like A Man", in den vereinzelt neue Nummern wie "Slip Slide Away" eingestreut wurden. Die Band spielte perfekt zusammen, es gab jede Menge Instrumentalparts, die fast schon jamartig ausgedehnt wurden, aber nie langweilig waren. Keyborder Chick Churchill baute einige fast hippiehaft wirkende Soloparts ein, whrend Leos Bassspiel das ganze als "ruhender Pol" zusammenhielt. Ric Lee konnte durch ein ausgedehntes Schlagzeugsolo berzeugen. Danach kam er an den Bhnenrand, erhielt langen Applaus und stellte die Band vor. Im vorletzten Stck gab es nochmal einen mehrere Minuten dauernden Instrumentalpart, in dem Gitarre und Bass einige "Gesprche" fhrten und die Band durch das Anspielen bekannter Classicrockriffs von HENDRIX, CREAM oder DEEP PURPLE total begeisterte. Danach spielte Joe das bekannte Einstiegsriff von "I'm Going Home" an, und die Band gab in diesem Klassiker nochmal alles. Nach einem Zugabesong war dann nach fast 2 Stunden endgltig Schluss.

Ein begeisterndes Konzert einer noch immer sehr agilen, aufgefrischten Legende. Kurz nach dem Auftritt erschien die Band vollstndig am Merchandise-Stand, prsentierte sich freundlich und offen und war fr smtliche Fotos, Autogramme und Shakehands zu haben. Einfach nur sympathische Herren. Jederzeit gerne wieder...


    Setlist TEN YEARS AFTER:
  • Reasons Why
  • King Of The Blues
  • Hear Me Calling
  • Angry Words
  • Big Black 45
  • 50.000 Miles Beneath My Brain
  • The Hobbit / Schlagzeugsolo
  • Love Like A Man
  • Slip Slide Away
  • I'd Love To Change The World
  • Good Morning Little Schoolgirl
  • Living It Up
  • I'm Going Home
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