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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SHINEDOWN, THE CRAVE
Ort Kln, Luxor
Datum 06.02.2008
Autor Sabine Jordan, Thorsten Dietrich
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Als wir am Freitagabend, vllig entnervt von 2 gesperrten Autobahnzufahren und dem Klner Stadtverkehr endlich und viel zu spt um kurz nach Acht im Luxor ankamen, war der Laden schon gerammelt voll. Das Luxor befindet sich ziemlich in der Stadtmitte in Kln Sd. Es ist ein relativ kleiner, schlauchfrmiger Laden, der 400 Leute fasst und ber dem sich Wohnungen befinden. Das Shinedown-Konzert war bereits Tage vorher ausverkauft und dementsprechend schwierig war es sich seinen Weg zur Bhne und den Toiletten, die sich dmlicherweise direkt links vor der Bhne befinden, zu bahnen. Dazu kamen noch die sehr unfreundlichen Fans, die einen dazu noch schubsten. Das Publikum war sowieos etwas merkwrdig, viele Emokinder und Popper, was mich aber ehrlichgesagt beim Aussehen von SHINEDOWN auch nicht mehr verwundert hat. Ich hatte SHINEDOWN zwar schon als Support von Disturbed gesehen, wo ich das Publikum wesentlich entspanneder fand. Als wir dann unseren Weg nach Vorne geschafft hatten, war auch leider die Vorband THE CRAVE zu Ende, von der wir gerade noch den letzten Schnipsel des Abhlusssongs mitbekamen. Ich konnte aber immerhin die Setlist auftreiben, die lag nmlich vllig unbeachtet vor der Absperrung. The Crave mussten dann auch schon weit vor 20:00h angefangen haben, auf den Karten stand auch 19:00h, ziemlich frh fr ein Freitagskonzert.

Shinedown
    Setlist THE CRAVE:
  • My Little Secret
  • The Stray
  • Bullets
  • Headlights
  • Lost In You
  • Maverick
  • Send Me Up
  • High
  • Mercenary
Shinedown

Glcklicherweise durfte ich dann doch noch vor die Absperrung um meine Bilder von SHINEDOWN zu machen. Die Herren fingen allerdings erst um 20:40h, nach einem nervigen 3-mintigen Intro, das an einen Horrorfilm erinnerte, an. Snger Brent hatte sich in eine zu enge Hose gezwngt, sein Shirt spannte auch ein wenig und die Lederjacke darber lie er offen, was nicht unbedingt kaschierte. Eigentlich sah er wirklich aus wie Ozzy in jung inklusive Make-up und abbltterndem, schwarzen Nagellack. Gitarrist Zach und Bassist Eric sahen ebenfalls sehr Emo-mig, aber bubihafter aus. Von der Originalbesetzung sind ohnehin nur noch Snger Brent Smith und Schlagzeuger Barry Kerch dabei. Brent erwies sich an dem Abend als echte Quaselstrippe und erzhlte, den blichen Rockstarquatsch, dass Kln die schnsten Frauen hat, dass das Publikum ja so toll ist, bla... Aber immerhin verzichtete er gnzlich auf die Verwendung des Wortes "Fuck", welches andere Amibands ja jedesmal abnutzen. Dafr kndigte Brent "The Crow & The Butterfly" sehr nett an. Er sagte, dass die besten Songs von Geschichten handeln: Geschichten, die man gehrt, sich ausgedacht, oder erlebt hat und dieser Song sei eine Geschichte, die zu einem Song wurde, der auch entgegen den meisten Meinungen kein trauriger Song sei. Beim anschlieenden "The Sound Of Madness" - dem Titeltrack des aktuellen Albums - flog dann ein halbvoller Becher mit Bier auf Brent, was er - seinem Blick nach zu urteilen - zwar nicht lustig fand, wovon er sich aber auch nicht beirren lie und einfach weiter sang, whrend ein Roadie das Bier aufwischte. Andere wren vielleicht sogar verrgert von der Bhne gegangen, daher ein Pluspunkt fr diese Reaktion. Ich verstehe sowieso nicht, warum man als Fans so etwas tut. Zudem war weder, an der Performance, noch am Gesang an dem Abend irgendetwas auszusetzen und eigentlich war es auch fast unmglich, dass jemand betrunken gewesen ist, denn der Weg zur Bar war ziemlich versperrt, so dass wenig verkauft werden konnte. Danach kam Brent auf die Idee das Publikum zum "Rise" aufzurufen, dabei sollten alle hoch hpfen, eine saublde Idee bei einem so vollen Club, dennoch folgten einige der Aufforderung, aber zum Glck nicht so wild, dass es gefhrlich wurde. Der darauffolgende Song "Save Me" vom zweiten Album "Us And Then" war dann live etwas lahm und eigentlich htten die Herren auch mehr rocken knnen, anstatt so viele Schnulli-Nummern zu spielen. Aber als dann doch noch "Devour" von "The Sound Of Madness" ertnte war ich wieder vershnt. Schlielich folgten noch "Second Chance" und "Fly" danach war dann um kurz vor 22:00h Ende und es hie Schlange stehen um zum Ausgang zu kommen. Ich htte vielleicht auch noch ein Shirt fr 20 EUR mitgenommen, wenn es da nicht auch so voll gewesen wre. Alles in allem boten SHINEDOWN eine gute Show, waren oft in Bewegung und nutzten den raren Platz auf der kleinen Bhne so gut wir mglich aus. Am Sound konnte man nichts aussetzen, auch wenn es vorne an der Box arg laut war, aber das lsst sich aber wohl nicht vermeiden. Allerdings werden wir uns wohl berlegen, ob wir noch mal zu einem Konzert ins Luxor fahren werden, wenn es vorhersehbar ist, dass es so voll wird. Vielleicht sollten sich da auch die Veranstalter mal an die Nase greifen und sich nchstes Mal berlegen die Show in eine grere Halle zu verlegen, wenn schon vorher ausverkauft ist. Shinedown

    Setlist SHINEDOWN:
  • Cry For Help
  • Heroes Shinedown
  • Cyanide
  • If You Only Knew
  • Burning Bright
  • The Crow & The Butterfly
  • Left Out
  • Sound Of Madness
  • Save Me
  • 45
  • Devour
  • Second Chance
  • Fly

Bilder: Sabine Jordan
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