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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing TYKETTO, MARKONEE, RIZON
Ort Pratteln, Z7
Datum 31.01.2009
Autor Sabine Jordan & Thorsten Dietrich
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Also wir kurz vor 20:00h im Z7 aufschlugen war im Vergleich zum Vortag - an dem AXEL RUDI PELL die Bude ziemlich voll gemacht hatte - fast ghnende Leere. Angeblich wurden im Vorverkauf nur 250 Karten verkauft und viel voller wurde es auch nicht mehr, so dass vielleicht am Ende so ca. 300 Leute anwesend waren. Anfangs gab es auch nicht mal einen Merchandise-Stand. Spter fand' man dann aber doch ein paar Shirts der Vorbands und die von Danny Vaughn beworbene Tyketto-Scheibe, aber keine Shirts vom Headliner.

Wer bei Tyketto als Vorband auf die Bretter steigen wrde, wusste man nicht, auf den Karten und zunchst auch auf der Homepage stand nur "Special Guest". Ich war also sehr gespannt wer auf der kahlen Bhne eintreffen wrde. Sieben Menschen in dunklen Klamotten sind es schlussendlich dann geworden. Nach einem Song ist mir dann klar geworden, dass ich die Mischung aus Melodic und Gothic Metal kenne! Es war die Schweizer Band RIZON, deren Debt ich 2008 besprochen hatte. Nette Durchschnittscheibe der es an Biss gefehlt hat. Live war die Gruppe bestehend aus einem gemischtgeschlechtlichen Gesangsduo recht statisch, obwohl sieben Musiker auf der Bhne standen. Frontmann Matthias Gtz machte stimmlich und mit seinen Ansagen in schweizerdeutsch noch am meisten her, whrend die figrlich unvorteilhaft gekleidete Sngerin Franziska Germann etwas unbeholfen und hlzern auf der Bhne eine recht durchschnittliche Gesangsleistung bot. Das traf dann auch auf die Musik zu, bei der Keyboarder Marco Kderli die beiden Gitarristen wie auf der CD einfach bertnte. Die Band rockte irgendwie nicht! Sie nahmen die Bhne nicht ein und alles war recht steif, ohne Drive. Schade! So kam dann auch leider keine Stimmung auf. Nach dreiig Minuten waren RIZON fertig und es zeigte sich wieder, dass viele Bands live einfach zu wenig reien um zu unterhalten.(Thorsten Dietrich)

Markonee Markonee

berraschender Weise stand dann aber um kurz nach Neun eine 2. Vorband namens Markonee auf der Bhne. Markonee hatten zumindest ein Backdrop mit Bandlogo, womit man wenigstens gleich wusste mit wem man es zu tun hatte. Die fnf sympathischen Italiener erffneten mit einem kurzen Drum-Solo, whrend ich mich noch wunderte was uns erwartet, dachte ich doch bei "The Spirit Of Radio", was auch auf dem Banner zu lesen war, an Rush. Letztendlich ist "The Spirit Of Radio" der Titel der selbst produzierten CD und die Musik ging eindeutig in Richtung Hard Rock, was auch viel besser zu Tyketto passte. Snger Gabriel machte gleich einen sehr lockeren und freundlichen Eindruck, stellte die Band vor und bedankte sich spter sogar bei RIZON fr das Erffnen des Abends. Es machte echt Spa der Band zuzusehen und die Musik animierte auerdem mal mindestens zum Mitwippen. Das Publikum hatte ebenfalls sichtlich mehr Spa mit Markonee , die auch optisch etwas hermachten. Beim Bandsong Markonee, versuchte Gabriel das Publikum zum Mitsingen zu motivierten, was aber etwas albern klang, das lag vermutlich daran, dass ich dabei immer an Makkaroni denken musste. Obwohl ich Spass mit Markonee hatte wnschte ich mir dann gegen halb Zehn doch mal so langsam Tyketto herbei, aber dann folgten nach "Loved Land" noch 2 Songs bis sich Markonee gegen 21:45h wirklich verabschiedeten. Wir fanden spter brigens noch heraus, dass Gabriel Gesangsunterricht bei Michele Luppi (Ex-Vision Divine/Los Angeles) nimmt und ehrlich gesagt war der nette Italiener ein optischer Doppelgnger von Edguys Tobias Sammet, zu Zeiten als dieser noch eine Matte hatte.(Sabine Jordan)

    Setlist MARKONEE:
  • Jeans
  • Back On
  • Brand New Day
  • Colors
  • Native European
  • See The Thunder
  • Markonee
  • Loved Land
  • The Big K
  • The Cross between The Lines

Um etwa 22:10 h erschienen dann endlich Danny Vaughn und Co. Auer Schlagzeuger Michael Clayton habe ich - muss ich zu meiner Schande gestehen - erst mal keinen erkannt. Tatschlich war aber noch Bassist Jimi Kennedy, ebenfalls ein Original Mitglied, aus "Don't Come Easy"-Zeiten, mit von der Partie. Jimi hat inzwischen kurze Haare und wirkte irgendwie total unmotiviert und unfreundlich, vielleicht aber auch nur unsicher. Andererseits hatte der gute Mann mit langen Haaren frher auf Bildern auch schon immer so schl aus der Wsche geschaut. Gitarrist P.J. Zitarosa, ebenfalls kein ganz Unbekannter, ist schon seit der Vaughn Scheibe "Soldiers And Sailors On Riverside" an Dannys Seite und war auch an diesem Abend gut aufgelegt und sehr durchtrainiert. Der Star des Abends, Danny Vaughn, wirkte ebenfalls sehr agil und sah in schwarzer Schlagjeans, Tanktop und schwarzem offenen Hemd nicht nur gut trainiert, sondern auch recht frisch aus. Wie der das nur macht? Keyboarder Bobby Lynch aus New Jersey ist eher der Bbchen-Typ, hatte aber jede Menge Spa, sang mit, grinste und bewegte sich soviel es eben geht, wenn man am Keyboard steht. Dem jungen Mann stand die Spielfreude direkt ins Gesicht geschrieben, Tyketto Tyketto eigentlich sah es aus als htten alle Spa, nur bei Jimi waren wir uns nicht so sicher, der schien erst gegen Ende bei "Nothing But Love" und "Walk On Fire" etwas aufzutauen und sang auch mit. Danny Vaughn hatte witzige Sprche auf Lager und verga ebenfalls nicht sich bei RIZON und seinen Freunden MARKONEE aus Italien zu bedanken. Auerdem erzhlte er, dass er 1994 in der Schweiz einen Auftritt hatte, bei dem er wegen Krankheit nicht singen durfte und "nur" Zusehen musste. Das wollte er dann an diesem Abend - 14 Jahre spter - endlich nachholen. Als dann "Seasons" gespielt wurde und Mr. Vaughn auch zur Gitarre griff kam auch bei mir endlich so richtig Stimmung auf und ich ertappte mich beim mitsingen. Einige Songs, die es damals nicht auf die TYKETTO-Alben geschafft hatten wurden spter noch mal auf einer sozusagen 4. Studioscheibe TYKETTO namens "The Last Sunset" herausgebracht fr die etwas Werbung gemacht wurde, aber anderes Merchandise von TYKETTO gab es an dem Abend ja auch nicht. Die Aussage, dass man als man "Till The Summer Comes" schrieb zu viel Bon Jovi gehrt hatte ist fr mich - obwohl ich Bon Jovi mag - nicht unbedingt ein Kaufargument fr eine TYKETTO-Scheibe und auch wenn der Song ganz nett war, fr mich sind irgendwie nur die ersten beiden Scheiben TYKETTO alles andere, ist (Danny) Vaughn solo bzw. berflssig, wie die grauenvolle "Shine"-CD, aber das ist ein anderes Thema. Bei "Sail Away" sollte dann das Publikum mitsingen, aber bei den ganzen "oh-oh-oh" kam man nicht mehr richtig mit, bzw. das Nachgesungene war dann nicht so ganz richtig, brachte Danny aber immerhin zum Schmunzeln. Wie routiniert der Mann wirklich ist, zeigte dann ein kleines Malheur mit dem Mikro, von dem sich bei "Wings" das Kabel lste und einfach flott wieder angeschraubt und weitergemacht wurde, als wre nichts gewesen. Obwohl besonders bei den "Don't Come Easy"-Stcken Stimmung aufkam und einem die Fe zuckten zeigte sich bei der Ankndigung zu "Standing Alone" an der Reaktion der Leute, wie viele dieses Stck berhrt. "Standing Alone" zhlt auch zu meinen Lieblingssongs und steht offensichtlich auch bei der Band selbst hoch im Kurs immerhin findet man es auf "Don't Come Easy" und "Strength In Numbers". Ich war erfreut, denn ein TYKETTO-Konzert ohne diesen Song kann es eigentlich nicht geben, schn dass nicht nur ich das so sehe. Ist ja klar, dass die Fans Erwartungen haben und so rief vor "Walk On Fire" dann sogar jemand den richtigen Songtitel rein worauf Danny nur entgegnete: "All right, who gave this guy the fucking set list?" Leider war danach, so gegen halb Zwlf sozusagen schon Aufbruchstimmung. Allerdings wurde vorher noch mal herzlich gelacht, nmlich bei der Einleitung zu "The Last Sunset", als Danny ganz trocken meinte: "I just like to point out that I was a cowboy long before Jon Bon Jovi was" und dazu gab es die passende Lagerfeuerromantik in Form eines Flamenmeers auf Leinwand in den bis dahin kargen Hintergrund projiziert. Schlielich war mit dem Motto "I never gonna fucking die" und dem Song "Forever Young" dann nach knapp 85 Minuten tatschlich dieser Abend zu Ende. Alles in allem war es ganz schn TYKETTO mal wieder zu sehen, allerdings htte es eine Vorband weniger auch getan, auerdem sei erwhnt, dass mir persnlich die Reunion Tour 2004 etwas besser gefallen hat. Vielleicht waren aber meine daran geknpften Erwartungen auch einfach zu hoch...(Sabine Jordan)

    Setlist TYKETTO:
  • Body Talk
  • Rescue Me
  • Wings
  • Seasons (plus kurzes Git. Solo)
  • Big Wheels?
  • Strength In Numbers
  • Catch my Fall
  • End Of The Summer Days
  • Sail Away
  • Broken Wings
  • Burning Down Inside
  • Standing Alone
  • Till The Summer Comes
  • Nothing But Love
  • Walk On Fire
  • The Last Sunset
  • Forever Young

Bilder: Markus Hagner
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