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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ENSLAVED, AUDREY HORNE, KRAKOW
Ort Darmstadt, Steinbruch Theater
Datum 03.12.2008
Autor Andreas Goericke
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Passend zum einkehrenden Winter lassen sich die Knaben von ENSLAVED sehr exklusiv im Steinbruch Theater mit ein paar in Deutschland weniger bekannten Kombinationen von Musikern im Gepck blicken. Im Vorfeld bekam ich die Gelegenheit, mit Grutle ein paar Worte zu wechseln, dazu aber an anderer Stelle mehr. Ich kam also durch das vllig verkorkste Wetter ausnahmsweise mal halbwegs pnktlich in den Laden und konnte in Ruhe das Interview fhren. Danach war auch direkt der erste Act des Abends, KRAKOW, am Start.

Audrey Horne live

Die Jungs lieferten einen beeindruckenden Mix aus Death, Doom und Stoner - Rock. Somit schon mal eine gute Wahl fr den Beginn, stand doch der Abend unter dem Banner der nordischen Progression. Leider war der Bruch an diesem Mittwoch etwas sehr sprlich besetzt, so dass die Kombo bei Weitem nicht den Tribut erhielt, den sie verdient htte. So rotzten sich die Mnner durch einige geile Bastardsongs ihres Schaffens, stets treibend und dann wieder in schleppendere Gefilde verlangsamt, stets untermalt von den heftigen Growls des Bassisten, bzw. der geflligen sauberen Vocals des Sngers und Gitarristen. Das weie Netzhemd sei ihm verziehen! Schne tighte Performance! Ein gelungener Auftakt, wenn auch zu wenig abgefeiert von den zu wenigen Nasen im Laden.

Enslaved live

Als zweite Keule schlugen Kumpels von ENSLAVED, namentlich AUDREY HORNE ins Geblk. Diese wiederum fhlen sich ebenfalls progressivem Stoner - Rock verpflichtet und lieen ziemlich einen los. Sehr vertrackte Stellen gaben sich mit melodischen Refrains die Hand und zwischendurch gab es immer eine grobe Kelle auf die Nuss. Schne Sache und ich bin wirklich gespannt, wie sich das auf CD anlsst. Die lieen echt kein Auge trocken und langten mchtig hin, auch wurde das Publikum langsam wrmer, so dass endlich etwas Atmosphre aufkam.

Nach diesen Stimmungsaufhellern war aber nun endlich Zeit fr den Wikinger - Headliner himself: ENSLAVED. Vorerst machte ein stimmungsvolles Intro gerumig Platz, welches direkt in den ersten Song des Hammeralbums "Vertebrae" mndete. Dazu sei gesagt, dass die ganze Show von stets passenden Videos von Landschaften oder skurrilen alten Mnnern, Sternenbildern, Feuer, Gewitter und feinen Schriftzgen untermalt wurde. Also sowohl optisch als auch akustisch ein Highlight! Die Mnner prgelten sich dann durch diverse Hits von "Vertebrae" und "Ruun", dicht gefolgt von einem Track von "Below The Light", nur um dann in ltere Phasen wie "ELD" und weiter nach hinten zu rucken. Dazu sei gesagt, dass man ENSLAVED deutlich ihre Reife ansieht, die sie sich ber nun mehr 2 Norwegische Grammys und sehr erfolgreiche weltweite Touren angeeignet haben. Spielfreudig wie nie und mit viel reichlich Kontakt zum Publikum feuerten sie einen Gassenhauer nach dem anderen in die Menge. Bisher haben sie seit ihrer Bandenstehung das stabilste Line - Up, und das hrt man auch. ENSLAVED stehen wie ein Mann auf der Bhne, der singende Keyboarder, der auch mal zu einer Klampfe greift, ist eine echte Bereicherung und ansonsten kommt die ganze Ladung tight, brutal und vllig stimmig zum Zuge. Da kann man nur noch eine Empfehlung aussprechen und behaupten: wer die Grammy - Gewinner noch nicht gesehen hat, sollte dies dringend nachholen!

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