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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SLAYER, TRIVIUM, AMON AMARTH
Ort Offenbach, Stadthalle
Datum 05.11.2008
Autor Daniel Schfer und Arno Brettrger
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Als man zur "Unholy Alliance III" Tour in Offenbach ankommt, wird man erst mal mit der Tatsache konfrontiert das Mastodon krankheitsbedingt nicht spielen. Nun ja - hat es jemanden wirklich gestrt? Ich meine, die Amis mit dem strangen Sound sind ja ganz nett, aber heute Abend kann ihr Fehlen nicht wirklich Unmut hervorrufen. Zu Gro ist die Freude auf Slayer!

AMON AMARTH AMON AMARTH

Amon Amarth legen gleich mit einer Armada an Hits los, ich sag nur "Asator", "Death in Fire" oder "Twilight of the Thunder God". Ja, das neue Zeug bezeichne ich auch schon als Hit! Die aktuellen Tracks passen einfach prima ins Bild und werden von der Meute gierig aufgesaugt. Mit "Guardians of Asgaard" oder eben dem Titelstck haben die Schweden nun mal ganz heie Eisen geschmiedet! Und die kloppen sie heute raus! Blickfang ist ganz klar der Fronthne Johan Hegg, mit seinem Bart, dem Trinkhorn und der Bierplauze ist er einfach der ideale Frontmann fr den Viking Death Metal dieser Gruppe. Amon Amarth ernten richtig gute Reaktionen und als der Bandhit "Pursuit of Vikings" erklingt, hat auch der letzte Banger in der Halle kapiert das die immense Popularitt der Nordlichter absolut verdient ist und der Weg dieser Gruppe weiterhin nach oben fhren wird. Geile Performance, guter Sound - nur die Ansagen ("Are you ready for Metal?") drfte der Hr. Hegg in Zukunft vielleicht ein bisserl origineller gestalten. Ansonsten: Top! (Arno Brettrger)

Im Vorfeld wurde ja schon von diversen Szene-Wchtern gemault, was denn Trivium auf dieser Tour zu suchen htten und so durfte man gespannt sein, ob die 4 Jungs aus Florida das selbe Schicksal ereignen wird, wie schon so viele Bands vor ihnen. Aber die Meute um Matt Heafy legt gleich mit "Kirisute Gomen", dem Opener des neuen Albums los, und zeigt warum sie zur Speerspitze der neuen Thrash Bewegung zhlen! Die Burschen sind spieltechnisch ber jeden Zweifel erhaben und bangen sich zu Stcken wie "Becoming The Dragon" oder "Pull Harder Of The Strings Of Your Martyr" die Rbe vom Hals! Hier sitzt jedes Riff und jedes Solo und man kann wirklich nur staunen was diese drren Kerle fr Tne aus sich herausbekommen! Egal ob cleaner Gesang, tiefes Gegrunze oder hohe Screams, die knnen wirklich alles! Mit einer soliden Leistung knnen sich die Jungs bei manchem Besucher also etwas Respekt verschaffen, bevor sie mit "A Gunshot To The Head Of Trepidation" das Feld rumen. (Daniel Schfer)

TRIVIUM TRIVIUM

Vor ber 20 Jahren war ich schon mal in dieser Halle bei gleicher Band. "Reign in Blood Tour" hie das Ganze damals. Das Publikum war verdammt wild, berall Nietenarmbnder, Kutten und ein Meer von Bierflaschen vor der Halle! Der Opener Malice wurde brutal ausgepfiffen und mit Bechern beworfen - US Power Metal war nicht das, was die Slayer Fans seinerzeit hren wollten! Da ging es den Thrashern Overkill (Support der "South of Heaven" Tour - ebenfalls in dieser Halle vom Verfasser dieser Zeilen gesichtet) schon besser. Nun, zurck in die Gegenwart, die Halle steht noch, das Publikum ist lter und ruhiger, doch die Spannung, diese magische Vorfreude auf die Thrash Metal Gods, ist die Gleiche wie damals. Und endlich kommen sie und legen mit "Flesh Storm" brutal los! Das Gitarrenduo Hanneman/King ist immer noch das Beste, Dave Lombardo immer noch der Killerdrummer und Frontmann Tom Araya nach wie vor total symphatisch, stndig am Grinsen und einfach nur cool! 80 Minuten lang demonstrieren die Amis wie es richtig gemacht wird und warum in all den Jahren, in denen etliche potentielle Thronfolger wie Sepultura, Pantera oder Machine Head kamen und gingen, niemand in der Lage war das Zepter des Thrash Metal zu bernehmen. Es hat halt keine andere Band diese tighte Ttungsmaschinerie aufzubieten. Hier stimmt jeder Ton, hier sitzt jeder Beckenschlag und alles killt einfach nur. Dass es keine 90 Minuten oder mehr sind, das strt doch gar nicht. Die Jungs hauen "Dead Skin Mask", "Angel of Death", "South of Heaven", War Ensemble", "Payback" und vieles mehr, derart przise und heftig raus, es ist ein Thrash Metal Traum. Im Hintergrund der Bhne laufen Slayer Logos und Artworks ber einen digitalen Bildschirm - kommt geil. Die Fans jubeln, bangen und schreien einfach nur "Slayer, Slayer"! Ja, sie sind es wirklich und sie sind heute Abend hier hergekommen um euch zu zeigen das man nach 25 oder so Jahren Bandgeschichte immer noch in der Lage ist magische Momente zu zelebrieren. Danke dafr! Hoffentlich bleiben uns Slayer in der Originalbesetzung noch lange erhalten, damit man auch in Zukunft fette Gigs wie diesen zu sehen bekommt. Slayer waren leider auf dem Fotopass durchgestrichen...(Arno Brettrger)

Danke an Daniel Schfer und Arno Brettrger vom Totentanz-Magazin fr diesen Gastbeitrag.

Und natrrlich auch danke an Britta Stippich fr die Bilder.

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