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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DEATH THREAT, BORN FROM PAIN, DRIFT, END OF DAYS
Ort Mnchengladbach, JZ Westend
Datum 09.08.2002
Autor Thomas Roos
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"Death Threat" wurden von Theo Noizz extra aus den Staaten rbergeholt, um seinen dreitgigen M-Town Hardcore Summer Event #3 am nchsten Tag in Maastricht zu headlinen. Obwohl die Amis nicht auf Tour sind, sondern wirklich nur speziell wegen dem Festival rberkamen, haben es die Leute von "Alveran", Filled with Hate" und "Spill the Blood" aber geschafft, sie auch noch fr dieses Konzert zu buchen, welches somit die einzigste Clubshow von "Death Threat" in ganz Europa darstellte. Dementsprechend weit sind die Leute auch gereist, da jeder scharf auf Death Threat war. Die weiteste Strecke hatten wohl unsere Freunde aus Stuttgart zurckgelegt, die sage und schreibe viereinhalb Stunden unterwegs waren (inklusive Stau). Begonnen wurde das Konzert von "End of Days". Die fnf Jungs aus Bottrop, deren MCD demnchst auf "Spill the Blood" erscheinen wird, lieferten wieder eine gute Show ab, die aber leider von technischen Problemen (vor allem mit dem Mikro) geprgt war. Das Publikum schaute zu, bewegt hat sich aber keiner, was mich doch etwas verwundert hat. Ein paar kleinere Tanzeinlagen htte ich auch hier schon erwartet. Aber das wird sich nach Verffentlichung der MCD sicher ndern. Die zweite Band "Drift" war eigentlich nur als Ersatz fr "Die...My Demon" eingesprungen, weil die Belgier nun schon zum zweiten mal innerhalb von drei Wochen eine bereits geplante Show in Mnchengladbach absagen mussten. Aber die meisten Leute waren vermutlich froh, die Band aus Viersen an diesem Abend sehen zu knnen. Aufgrund von Besetzungsproblemen, die sich ja eigentlich schon durch die komplette Bandgeschichte hindurch ziehen, werden "Drift" sich in naher Zukunft nmlich auflsen. Lediglich die Abschiedsshow am 27.08.02 in Essen werden sie noch spielen. Der Bassist war zwar leider verhindert, aber auch ohne Bass gefiels den Leuten und nun gings auch im Pit rund. Obwohl auch "Drift" mit den erwhnten Mikro-Problemen zu kmpfen hatten, entwickelte sich eine richtig gute Show. Einziger Wermutstropfen war leider mal wieder eine Schlgerei. So sehr ich Schlgereien auf Konzerten auch hasse, mu ich diesmal sagen, dass die beiden "Brightside"-Fans sich ihre blutigen Fressen selbst verschuldet haben. Scheinbar kamen die beiden "Lost & Found"-HC-Wannabes nicht so ganz mit dem vom Publikum bevorzugten Tanzstil klar. Trotzdem standen sie ganz vorne und wenn ihnen einer aus dem Pit zu nahe kam, dann haben sie gerne mal zugetreten. Und das ging natrlich nicht lange gut. Die beiden zogen es dann auch vor, sich lieber aus dem JZ zu verziehen. Wer aber heute noch denkt, dass "L&F" HC sind, der htte sich besser schon vor vier oder fnf Jahren aus unserer Szene verpisst. Nach einer kurzen Unterbrechung, die ntig war, um den Ort des Geschehens zu subern, ging es dann aber wieder wie vor der Schlgerei weiter. Da es sich mittlerweile ja auch rumgesprochen hat, dass "Drift" nur noch eine Show spielen werden, gaben die Zuschauer auch keine Ruhe, bis am Ende auch noch zwei Zugaben gespielt worden sind. Hatte ich aber gedacht, dass die "Drift"-Show schon ziemlich gut war, so konnte ich bei "Born from Pain" fast meinen Augen nicht trauen. Deren Shows sind in der Regel immer sehr gut, aber diese hier gehrt mit zu den Besten, die ich von dieser Band je gesehen hab (und das waren schon eine ganze Reihe). Zwei Wochen zuvor hat der zweite Gitarrist Marijn die Band verlassen. Bis ein neuer gefunden ist, hilft nun Jochen von der befreundeten Band "Full Court Press" aus. Und auch er machte seine Sache sehr gut. Es wurden wieder drei neue Songs gespielt. Der Titelsong des kommenden Albums "Sands of Time" ist ja mittlerweile durch die Live-Auftritte schon etwas bekannter und wurde auch begeistert aufgenommen. Bei den beiden anderen war es etwas ruhiger, aber bei der kompletten restlichen Show hatten BFP eine echte Hlle von einem Pit.
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