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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing 3 DOORS DOWN, 3 DAYS GRACE,REDEEM
Ort Offenbach, Stadthalle
Datum 29.10.2008
Autor Andrea Jordan
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Das ursprnglich am Freitag, 24.10.08, geplante 3 Doors Down Konzert fand ja leider doch erst am Mittwoch, den 29.10. statt. Die Gerchte, das Konzert sei ausverkauft, bewahrheiteten sich allerdings nicht, da man an der Abendkasse immer noch Konzerttickets erwerben konnte. Von den ganzen einzelnen Verkufern vor der Offenbacher Halle mal ganz abgesehen. Wer hatte mir das doch gleich erzhlt... Als wir gegen 19:15 an der Halle ankamen, befanden sich lediglich noch die Nikotinabhngigen in der Klte. Der Einlass sollte ja bereits um 19:00 erfolgen und es sah ganz danach aus, als wre dies auch eingehalten worden. Nach Aufsuchen der Garderobe und den Toiletten machten wir uns dann erstmal, wie auch alle Anderen, ber die Essens- und Getrnkestnde her, bevor wir unseren Platz im vorderen seitlichem Drittel einnahmen. Ich war relativ berrascht, dass sogar eine kleine Tribne fr Sitzpltze im hinteren Teil der Halle aufgebaut war. Das habe ich persnlich bei einem solchen Konzert noch nicht gesehen. Ich hatte zuvor die Information bekommen, dass 3 Days Grace als Vorband spielen und war auch schon etwas verwundert keinen Merchandise-Stand von ihnen, sondern von Redeem zu sehen. Aber wie sich spter herausstellten sollte, spielten beide Bands.

Um Punkt 20:00 legten dann die 3 Schweizer - Stefano, Pascal und Simon - erstmal los. Ich hatte ja bereits das Vergngen Redeem im Mrz diesen Jahres in der Batschkapp auftreten zu sehen. Dieses Jahr waren sie bereits mit Daughtry in 6 deutschen Stdten auf Tour und 2007 mit Gotthard in sterreich und Ungarn. Die Halle war schon relativ gut gefllt, jedoch gab es zu diesem Zeitpunkt noch genug Luft zum Atmen. Die meiste Aufmerksamkeit bekamen Redeem von der vorderen Zuschauermenge whrend sich die Stimmung am Rande und im hinteren Bereich eher verlief. Bis zu uns jedenfalls ist sie leider nicht mehr durchgedrungen und die Meisten haben offensichtlich gehofft, dass es nicht all zu lange dauert. Bei ihrem Auftritt in der Batschkapp hatten sie mir auch besser gefallen, obwohl mir ihr New/Alternative Rock immer noch genauso gut gefllt. Allerdings hat die Aussicht auf eine zweite Vorband mein Herz auch nicht unbedingt hher schlagen lassen und in der greren Stadthalle verluft es sich auch um einiges schneller als in einem engen Rock Club. Die Atmosphre in der Batschkapp ist eben nicht so einfach zu toppen. Nach 25 Minuten wurden Redeem dann freundlich verabschiedet und ich war schon ganz gespannt auf 3 Days Grace.

3 Days Grace live 3 Days Grace live

Nach einem 15 mintigem Bhnenumbau ging es dann endlich weiter und 3 Days Grace wurden schon etwas herzlicher willkommen geheien: Adam (Lead Vocals, Guitar), Neil (Drums), Brad (Bass, Vocals) und Barry (Lead Guitar). Die Kanadier verffentlichten im November 2003 ihr Debt-Album "3DG" das prompt den Einstieg in die kanadischen Top 10 schaffte, fr 2 Wochen in den US-Top 200 war, und sich allein in den USA 800.000 mal verkaufte. Sie tourten durch ziemlich jede Kleinstadt in den USA und als Vorband mit Hoobastank bereits durch Deutschland. Ihr Alternative Rock kam ziemlich gut an und ich persnlich favorisierte "Never too late" und "Pain". Nach 45 Minuten war auch das geschafft, und wir vernahmen von einigen unserer engeren Nachbarn nur ein Raunen oder ein "endlich". Was aber, wie ich denke, nicht auf die Musik oder den Auftritt zurckzufhren ist, sondern darauf dass sich die Meisten einfach nur auf die Headliner freuten. 2 Vorbands sind manchmal eben doch eine zu viel.

In den kommenden 25 Minuten Bhnenumbau merkte man eindeutig, dass sich die Halle langsam richtig fllte und auch leider etwas stickiger wurde. Sogar ich, als Raucher, finde es ja auch gut dass man nicht mehr in Hallen rauchen darf. Jedoch kommt dadurch der Schweigeruch bei einigen noch viel besser zur Geltung und das senkt mein Wohlbefinden auch immer erheblich. Aus diesem Grund verkrmelten wir uns dann noch weiter an die Seite, wodurch unsere Sicht leider etwas eingeschrnkt war. 3 Doors Down wurden 1996 gegrndet: Brad (Lead Vocals), Matt (Guitar), Chris (Guitar), Todd (Bass) und Greg (Drums). Zu Anfangs waren es jedoch nur 3 Bandmitglieder, daher auch die Zahl "3" im Bandnamen. Mit ihrem Debtalbum "The Better Life" gelang ihnen der Durchbruch auf der, unter anderem auch, "Be like that" (der Soundtrack von "Amercian Pie") zu hren ist. Um 21:50 betraten sie dann endlich die Bhne und wurden auch mit groem Gejubel begrt. Die ersten Lieder, die 3 Doors Down spielten kannte ich leider nicht, wie zum Beispiel "Citizen Soldier" oder "Away from the Sun". Allerdings habe ich auch lediglich eine CD zu Hause und demnach ist es mir relativ unmglich, nach dem Gehrten eine anstndige Setlist zu erstellen. 3 Doors Down live 3 Doors Down live Es ging weiter mit "Duck and Run" und dann kam auch endlich eins das ich kannte: "Be like that". Nach 2 weiteren, mir bis dato, unbekannten Liedern "It's not me" und "Landing in London (All I think about is you)" kam es dann endlich. DAS Lied, bei dem selbst ich mit singen konnte: "Kryptonite". Und ab da wurde es dann so richtig wild in der Menge. Bis zu uns kam es natrlich wieder nicht, aber wir hatten uns ja auch etwas weiter zurck gezogen. Gefolgt von "Let me be myself", "Here without you" und "Loser" kamen dann noch ein paar Kassenschlager. "Train" wurde glaube ich auch noch gespielt aber wie gesagt... .Abgerundet wurde das ganze dann mit der Zugabe von "It's not my time" und "When I'm gone". Das Bhnenbild bzw. die Leinwand im Hintergrund hat mir sehr gut gefallen. Soweit ich wei wurden dort einige Musikvideos gespielt und mit Scheinwerfern abgestimmt. Snger Brad war in jedem Fall auch einen Hingucker wert. Zumindest von weitem. Die Bilder die ich mir danach im Internet angesehen habe, haben mich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Manu allerdings, eine Freundin die ebenfalls dort war, war ganz hin und weg von seinem "sexy Hftschwung". Wenn man bedenkt, dass ber die Hlfte der Besucher weiblich waren, war es ja das Mindeste uns noch eine zustzliche Freude zu bereiten, oder? Nach circa einer Stunde Spielzeit war dann auch das vorbei. Das war dann schon etwas enttuschend und ich kann es nur noch einmal betonen: Es wre doch schner das nchste Mal auf eine Vorband zu verzichten und dafr die Headliner lnger auf der Bhne zu lassen. Alles in allem war es jedoch ein sehr schner Abend, der mir allerdings in besserer Erinnerung geblieben wre, wenn mir gestern nicht der dazu passende Strafzettel ins Haus geflattert wre...


Bilder: Britta Stippich
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