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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing ANATHEMA, DEMIANS
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 12.10.2008
Autor Sabine Jordan & Andreas Goericke
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An einem schnen Oktober-Sonntag gaben sich Anathema mit Demians aus Frankreich als Support im Colos-Saal in Aschaffenburg die Ehre. Der Gig in Aschaffenburg war der erste Deutschlandauftritt dieser Tour. Dafr, dass es Sonntag war und die Karte immerhin 20 EUR im Vorverkauf kostete war das Colos-Saal, das knapp halb voll war, relativ gut besucht. Demians Demians Demians, 3 recht unscheinbare, kurzhaarige Herren aus Frankreich erffneten das Konzert um kurz vor 20:00 h. Das ganze fing recht beschaulich an und gerade alsi ich dachte, dass das ein ganz gemtlicher Auftakt werden wrde, da drckten Demians pltzlich auf die Tube und rockten ganz ordentlich. Das ganze ist eine Mischung aus moderner, progressiver Musik, die mir anfangs recht alternative-lastig herberkam. Das Debut der Band "Building An Empire" wurde im Rock Hard und Metal Hammer ordentlich abgefeiert und von Steve Wilson (Porcupine Tree, No-Man) ber den grnen Klee gelobt. Snger und Gitarrist Nicolas Chapel begrsste das Publikum nach dem ersten Song recht zurckhaltend, hnlich fiel auch erst einmal der Applaus aus. Natrlich werden hauptschlich Song vom Debut "Building An Empire", wie z.B. "Naive" gespielt. Zwischendrin ruft mal einer "Vive la France", was dann fr Freude seitens der Band sorgt. Ich kannte bisher nichts von der Band, war aber recht offen und interessiert. Allerdings strten mich ein wenig die Soundsamples und Intros, von denen es fr meinen Geschmack zu viele gab. Nach 20 Minuten musste ich dann das erste Mal auf die Uhr schauen, irgendwie fand ich die Musik zwar gut, aber so richtig znden wollte es bei mir nicht. Snger Nicolas klare Stimme, die auch beim losrocken noch angenehm klang, sowie die Melancholie kamen aber troztdem erst nicht so wirklich herber. Witzig fand ich Bassist Antoine Pohu, der total abging, mitschrie, obwohl vor ihm kein Mikro stand, den Mund auf- und den Kopf nach oben ri whrend er in die Seiten schlug. Welch' ein Einsatz. Fr Ihren ersten Auftritt in Deutschland wurden die Demians denke ich recht gut aufgenommen und mit den letzten beiden Songs hatten sie dann auch nach etwa einer Dreiviertstunde das Publikum aus der Reserve gelockt und Anathema gebhrend den Weg vorbereitet. (Sabine Jordan)

Nach einer relativ gerumigen Umbaupause enterten die Liverpooler Headliner ANATHEMA die gemtliche Bhne. Dann erklang alsbald auch schon das hchst melancholische "Parisienne Moonlight" als Intro, whrend sich die Herren Ihre Instrumente griffen. Die Marschrichtung war also vorgezeichnet. Beim nchsten Klassiker "Deep" kmpften sie und der Mischer noch ein wenig mit dem Sound, allerdings war beim ebenfalls dringend zu empfehlenden "Closer" langsam alles in Butter, so dass dem Hrgenuss ab hier nicht mehr viel im Wege stand. Anathema Anathema Die Briten zeichneten einen schnen Weg durch Ihr bisheriges Schaffen und an manchen Songs kommen sie eben einfach nicht mehr vorbei, so dass das Set bis auf einige - vielleicht etwas zu wenige - berraschungen leider schon altbekannt war. Hier sind sicher das herrlich alte "Far Away" und auch das PINK FLOYD Cover "Hope" sowie einer der neuen, recht balladesken Songs positiv aufgefallen. Die Stimmung war leider nicht ganz so aufgelst wie auf dem diesjhrigen Summer Breeze, evtl. lag es auch am Auftakt in Deutschland, aber whrend der Show wurden sie dann gottlob einigermaen warm und spielfreudig, bezeichneten die ganze Menagerie als Melancholic Comedy und machten sich massiv ber ein Tourplakat von OOMPH! lustig, was dem Set etwas von seiner Melancholie nahm. Aber lachen ist ja auch gesund und ich gehe dazu selten in den Keller! Nach weiteren Ausflgen in Ihren Querschnitt von Hits kam man ber das unfassbar traurige "One Last Goodbye", das selten Live gehrte "Angelica" und dem endlich wieder regulr im Set auffindbaren "Sleepless" nach solider Spielzeit von knappen zwei Stunden langsam zum Ende und verabschiedete die Menge mit "Fragile Dreams" in ihre eigene zerbrechliche Welt. Es war vielleicht nicht ihr strkster Gig und ich freue mich wirklich sehr auf neues Material, aber alles in allem war es ein gelungener Abend mit vielen Knallersongs und traurigen Augen. Wie passend fr einen Sonntag! (Andreas Goericke)

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