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691 Reviews in der Datenbank
Billing HAGGARD, THE FLAW
Ort Frankfurt am Main, Batschkapp
Datum 30.09.2008
Autor Thorsten Ritter
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Eigentlich htte ich es wissen mssen, habe ich doch bei Batschkapp-Konzerten schon des fteren vor verschlossenen Tren gestanden. Auf der Homepage war jedenfalls 20 Uhr angegeben und ich ging, aufgrund einer bei HAGGARD erwartungsgem lngeren Umbaupause, vom Beginn der Veranstaltung aus. Pustekuchen, denn wie sich herausstellen sollte war zu diesem Zeitpunkt erst Einlass, so dass der ein oder andere Fan bei regnerischem Nieselwetter warten musste.

The Flaw The Flaw

Der Ansturm hielt sich dann aber in Grenzen, so dass die Kapp zu Beginn von THE FLAW gegen 21 Uhr nur etwa zur Hlfte besucht war. Das mir bis zu diesem Zeitpunkt vllig unbekannte Quartett aus dem Ruhrpott bot fr die nchsten knapp 45 Minuten eine Mischung aus melodisch-melancholischem Gothik Rock/Metal versetzt mit ein paar Alternativ-Anleihen, welches mich gesanglich zeitweise an MORTAL LOVE erinnerte. Leider war das zumeist im Midtempo angesiedelte Material alles andere als zugnglich, sondern eher sperrig. Nach den ersten, weitestgehend ruhigen Songs kam schlichtweg Langeweile auf, obwohl Sngerin Alexandra Leu mit ihrer ausgereiften Stimme durchaus zu beeindrucken wusste. Gesangliche Untersttzung erhielt sie bei einigen Nummern von Bassist Massimo Sarti, welcher auch immer wieder bemht war, ein sehr zurckhaltendes Publikum zu animieren bzw. anzuheizen. Man merkte der Band aber sichtlich die fehlende Bhnenprsenz an; zu unscheinbar wirkte die Performance. Einzige Spannung - vor allem bei den anwesenden Mnnern - verhie sicher die Frage, ob der knapp ber dem Venushgel sitzende Rock der Sngerin nicht doch vollends runterrutschen wrde. Gegen Ende des Sets steigerten THE FLAW den Hrtegrad der Songs und versuchten mit kraftvollen Gitarrensequenzen die Anwesenden wach zu rttel, was nach meinem Dafrhalten aber nicht gelang. Stattdessen erntete man Unmutsbekundungen, wobei jedoch auf ein obligatorisches "Ausziehen" glcklicherweise verzichtet wurde. Sicherlich war dieser Abend nicht das Zielpublikum fr die noch junge Formation, die ihr Potential an anderer Stelle sicher unter Beweis stellen wird.

Haggard Haggard

Im Anschluss an eine - mit weniger als 20 Minuten - erfreulich kurze Umbaupause gaben sich HAGGARD die Ehre. Zum vom Band kommenden und von Mike Terrana gesprochenen Intro "The Origin" betraten die Musiker die Bhne und es war mal wieder beeindruckend zu sehen, wie insgesamt 13 Bandmitglieder inklusive ihrer Instrumente auf einem solch beengten Raum Platz fanden. Mit dem Titelsong des aktuellen Longplayers "Tales Of Ithiria" begann ein abwechslungsreicher Set, welchen eine mittlerweile angenehm gefllt Batsche verfolgte. Die Freude von Snger/Gitarrist Asis Nasseri, seit langem erneut in Frankfurt auftreten zu knnen, war augenscheinlich riesig und so herrschte bereits zu Anfang eine tolle Atmosphre. Die Stimmung zwischen Band und Publikum htte jedenfalls harmonischer nicht sein knnen. Alle Akteure waren voll konzentriert und bei den Fans herrschte Gnsehaut pur. Klanglich wurde annhernd CD-Qualitt geboten, was bei so vielen Musikern und Instrumenten sowie des kurzen Umbaus sicher nicht selbstverstndlich bzw. zu erwarten gewesen ist. Der Sound war klar und transparent, so dass die Klassik-Parts sehr schn zum Tragen kamen. Immer wieder erstaunlich zu erleben, wie dies mit den teils heftigen Attacken von Gitarre und Schlagzeug harmonierte. Dieser Kontrast wurde zustzlich von Asis Nasseris partiell derben Growls und dem Sopran von Susanne Ehlers und Veronika Kramheller untermalt. Susanne Ehlers bertrieb es jedoch hin und wieder und man musste Angst um berstendes Glas haben. Zustzlich fiel mir die in meinen Augen ziemlich bertriebene anmutige Darbietung unangenehm auf und ich fragte mich, ob nicht eventuell irgendwelche Drogen im Spiel gewesen sind. Hhepunkte des regulren Sets waren das Asis Freundin gewidmete "The Day As Heaven Wept" und "The Sleeping Child", welche frenetisch abgefeiert wurden. Es wurde aber nicht nur gerockt, dass berall die Haare flogen, sondern manch ein Zuschauer konnte sich seiner romantischen Ader nicht erwehren und fiel wilden Knutschereien anheim. Nach 90 kurzweiligen Minuten verlie dann das komplette Ensemble vorerst die Bhne, aber damit sollte noch lange nicht Schluss sein, denn es fehlten noch zwei weitere Klassiker. Asis Nasseri lie sich dann auch nicht lange bitten und kam als Erster nach kurzem Verschnaufen zurck, um anschlieend die einzelnen Bandmitglieder vorzustellen. Nachdem HAGGARD wieder vollzhlig waren, kamen dann auch die zwei Songs, auf die ein Groh der Anwesenden gewartet hatte und so beendeten die beiden Mammut-Nummern "In A Pale Moons Shadow" und "Awaking The Centuries" ein beeindruckendes, knapp zweistndiges Konzert.

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