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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SUMMER BREEZE FESTIVAL 2008
Ort Dinkelsbhl, Flugplatz
Datum 13.08.2008 - 16.08.2008
Autor T. Dietrich, S. Jordan, A. Gricke, T. Ritter
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Die 11. Auflage des "Summer-Breeze Festival" fand nun zum 3. Mal auf dem Flugplatz des Aeroclubs Dinkelsbhl, bei Sinbronn statt. Zwischenzeitlich wuchsen nicht nur die Besucherzahlen, die in diesem Jahr noch mal um 5000 auf 25000 stiegen, sondern es wurden aus 2 Tagen 3. Zu den 2 Bhnen wurde auch dieses Jahr wieder das Partyzelt geboten, wo auch Bands auftraten, was leider zu berschneidungen fhrte und einen dazu zwang sich hin- und wieder entscheiden zu mssen, welche Band man sich anschaute. (Sabine Jordan)

Dinkelsbhl Marktmeile

Mittwoch, 13.08.2008 - Tag 1

Am Mittwoch, dem ersten Tag des diesjhrigen "Summer Breeze" machten wir uns frohen Mutes auf den Weg nach Dinkelsbhl. Das neue Gelnde war mir durch unglckliche Umstnde leider noch gnzlich unbekannt, so dass die Erwartungen auf das Wachstum meines Lieblingsfestivals entsprechend hochgeschraubt waren. Umso grer war der Schock, als bereits um 15 Uhr Autos auf der Autobahn standen. Wir htten wirklich gerne den Newcomer-Wettbewerb bzw. die Metalblade-Nacht gesehen, was allerdings absolut nicht mglich war, da sich dieses Chaos solide 9,5 Stunden hinzog. Fr die Leute am Ticketschalter dauerte die ganze Sache brigens noch bis morgens um 5:00h. Wir standen einen kompletten Urlaubstag im Stau un ich hrte spter noch Horrorgeschichten von Musikern, die selbst erst 20 Minuten vor dem Gig durchkamen und dem entsprechend angefressen waren. Leider ist dieser Fehler absolut den Veranstaltern anzukreiden. Wenn ein Festival dergestalt Ausmae annimmt, sollte bereits einen Tag vorher die Mglichkeit gegeben sein die Anreise zu ttigen. Alternativ kann man den Versuch wagen, dem Verkehrsterror mit unterschiedlichen Routen ber die Kffer, durch Posten gesteuert, Herr zu werden. Dinkelsbhl selbst wird von 3 Bahnbergngen durchzogen, die werktags mit Sicherheit auch einiges zu dem Dilemma beigetragen haben. Allerdings muss man auch Vorwrfe an die Mitstauenden richten. Wenn sich jeder diszipliniert verhlt, auf seinem Hintern sitzen bleibt und fhrt, wenn er kann und soll, ist es fr alle einfacher. Festivalaction Menschenmenge Diese permanent aussteigenden und feiernden Idioten, die sich voll laufen lassen oder aus Spa ihr Gefhrt schieben, braucht kein Mensch! Das stndige Warten auf Deppen, die Ihre Karre verlassen, um mit dem Hintermann zu reden oder Schlimmeres, verzgern einfach alles nur noch mehr. Von Metalheads die pfel klauen, whrend die Oma verngstigt am Fenster ihres Bauernhofes sitzt, oder noch besser gleich in Mengen an diesen urinieren, sowohl Straen- als auch rtliche Einrichtungen zerstren, massiven Mll verteilen und letztlich die Anwohner mit Hupkonzerten und Grlen belstigen, ganz zu schweigen. Das ist absolut nicht unser Spirit und ihr seid dort Gste, Also benehmt euch auch so!(Andreas Gricke)

Donnerstag, 14.08.2008 - Tag 2

Wer spter kommt, der profitiert manchmal und so erkundigten wir uns - ehe wir am Donnerstag morgen gemtlich auf den Weg machten - vor der Abfahrt noch einmal bei der rtlichen Polizei ber die Verkehrslage. Sicher ist sicher, besonders, da uns Kollege Andreas G. bereits mit seiner Hiobsbotschaft berraschte. Als wir dann gegen 13h am Donnerstag Dinkelsbhl erreichten zeugte nur noch der Mll am Straenrand und das ein oder andere verunstaltete Verkehrsschild von der Staukolonne am Vortag. (Sabine Jordan)

Pain Stage: ABORTED, 14.40 - 15.15

Wir erreichten das Festivalgelnde uns sahen erst mal die schon spielenden belgischen Death Grinder von Aborted, welche sich wirklich Mhe gaben und tierisch in Bewegung waren. Die grtenteils mattenlose Truppe singt ja gerne ber Massenmrder (ghn) und ballert auf dem Breeze mit viel Spa in den Backen ihr Geprgel in die Menge. Fr drei Lieder und ein Bier reichte mir der Auftritt, danach waren die Jungs auch schon fertig. (Thorsten Dietrich)

Saltatio Mortis

Main Stage: SALTATIO MORTIS, 15:20 - 16:05

Am Donnerstag Nachmittag enterten SALTATIO MORTIS um 15:15h die Main Stage. Ich hatte die Herren Spielleute in der "neuen Besetzung" bisher noch gar nicht gesehen und war - obwohl ich eher ein Freund von dem Mittelaltermarkt-Programm der Band war - schon neugierig, was die Band inzwischen zu bieten hat. Erst mal bekam ich beim Anblick von Snger Jrg - Entschuldigung, Alea dem Bescheidenen - einen Schrecken, denn der hat inzwischen kurze, schwarze Haare mit rotem Pony und Punkschnitt la Bela B. Statt farbiger Mittelalter-Gewnder gab es zum Mittelalter-Rock nun nur schwarze Gewnder, die aber teilweise auch wallend und in Rockform. Der Frontmann prsentierte sich sogar mit freiem Oberkrper, was einige der zahlreichen weiblichen Fans sicher gefreut hat. SALTATIO MORTIS bietem einem mittlerweile Musik, die mich schon sehr stark an die Sachen, die Subway To Sally frher gemacht haben erinnerte: Rockmusik mit mittelalterlichen Instrumenten, wie Dudelsack, Drehleier und Flten. Fans haben SALTATIO MORTIS jedenfalls eine Menge und so war der Platz vor der Main Stage fr diese Zeit auch schon recht gut gefllt. Unter anderem unterhielten die Spielleute uns mit Songs vom aktuellen Albun "Aus der Asche", so z.B. "Worte" und "Wirf den ersten Stein", bei dem sogar Hannes der Snger von Kissin' Dynamite Jrg gesanglich untersttzte und ordentlich mit auf der Bhne herumhpfte, was den Song zu einem besonderen Erlebnis machte. Weniger gut, gefiel mir allerdings dann "Salz der Erde" vom Album "Des Knigs Henker", das rollende "R" ging hier schon sehr in Richtung Rammstein und das Riffing am Anfang hatte irgendwie "Symphony Of Destruction"-Anleihen. Dem Publikum aber, schien es zu gefallen und so wurde auch bei Songs "Tritt ein" und dem letzten Song - um kurz nach 16:00h - "Falsche Freunde" ordentlich mitgehpft. Damit verabschiedeten sich dann die - Achtung, Zitat des Sngers! - "gut aussehenden und vor allem nach der Show besonders wohlriechenden und allseits potenten Spielleute von SALTATIO MORTIS". Na, dann Prost und beim nchsten Mal tut es auch ein bisschen weniger Schleimen beim Publikum, so von wegen Ihr seid das geilste bla. (Sabine Jordan)

Soilwork

Mainstage: SOILWORK, 17:00 - 17:50

Um 17 Uhr gaben sich die Herren von SOILWORK die Ehre. Ich durfte die Mannen schon das ein oder andere Mal bewundern und war diesmal aber nicht ganz berzeugt. Der Gig war natrlich fr eine Band dieser Grenordnung generell sehr gut und stimmig. In den Details allerdings lie es fr meine Begriffe etwas zu wnschen brig. Man spielte ein solides Set quer durch die Schaffensperiode, mit Hauptaugenmerk auf die neue Platte, gespickt mit ein paar lteren Hits, die natrlich nicht fehlen drfen. Allerdings standen die Gitarristen doch recht angewurzelt da, der Bassist hpfte gewohnt befrchtet schwul durch die Gegend, der Drummer kmpfte im ersten Song schlimm mit seinem Mikro und der eine oder andere Ton des Sangesbarden wollte auch nicht ganz gelingen. Dennoch hat die Horde selbstverstndlich tchtig gefeiert. Es ist ja auch in Ordnung eine solche Band live zu genieen, auch wenn sie nicht zwingend den besten Tag hat. Denn selbst dann kommt noch genug Energie rber, um dem Haupthirn den Blutweg zu verweigern und einfach mal auf Heavy Metal zu schalten, was dann auch etlichen tausend Leuten gelang. Nicht die beste Form der Mnner, dennoch durchaus lrmbereit und Energie geladen genug, um damit leben zu knnen. (Andreas Gricke)

Party Tent: NEGURA BUNGET, 18:00 - 18:30

Leider habe ich es nicht rechtzeitig zum Beginn des Auftritts von NEGURA BUNGET aus Rumnien geschafft, die brigens bei Lupus Lounge (Prophecy) unter Vertrag sind. Ich kannte von der Band bisher noch nichts, hatte aber mal kurz reingehrt und fand' die Beschreibung der Musik recht spannend, weshalb ich mir den Auftritt unbedingt anschauen wollte. Als ich dann 10 Minuten zu spt einlief war das Zelt schon gut voll, aber ich konnte trotzdem noch bequem einen Platz finden, von dem aus ich auch etwas sehen konnte. Tatschlich machen die Herren sehr atmosphrischen Black Metal, der mit ausgefallenen Instrumenten, wie Xylophon, einem aufgehngten Brett, auf dem mit Holzhmmern geklopft wurde, einer extra Pauke und Flte dargeboten wurde. Auerdem war als Gast der Schlagzeuger von Secrets Of The Moon am Start, um die extra Pauke zu schlagen. Es gab auffallend lange Instrumentalparts, hin- und wieder Growls und auch dann wieder klaren Gesang, leider war der Sound eben Zeltsound und irgendwie kam das alles fr mich nicht so gut herber. Das Ende machte dann ein Megariff, bei dem die Herren an Gitarre und Bass alle mit geneigten Kpfen auf der Bhne standen und es noch mal so richtig krachen lieen. Danach war um kurz nach halb sieben trotz einiger Zugaberufe Schlu. Ich hoffe mal, dass ich demnchst mal etwas auf CD von NEGURA BUNGET hren kann. (Sabine Jordan)

ArchEnemy

Mainstage: ARCH ENEMY, 18:45 - 19:45

Die schwedisch-deutsche Band ARCH ENEMY hat sich in den letzten Jahren zu einem starken Publikumsmagneten entwickelt. Sauvoll war es vor der Bhne und ich Depp stand links an der Seite, da ich spt dran war und schon einige Bier intus hatte. Dort erlebte ich aus einem doofen Blickwinkel eine gut gelte Bandmaschine, die ihre Mischung aus klassischem Metal und Death Metal gekonnt darbot. Madame Gossow war wieder mit ihrer Football Kriegsbemalung unterwegs und ich konnte wieder nicht glauben, dass so eine kleine zierliche Frau diese Stimme fabriziert. Das schon lnger wieder vereinte Gitarrenbrder-Paar Amott zockte die tollen Riffs, wobei der kleinere namens Chris mit seiner neuen Kurzhaarfrisur optisch gar nicht in die agile Band passte. In Zukunft wrde ich mir die Band gerne mal in einem Club ansehen, da ich glaube, dass das dann noch besser knallt! (Thorsten Dietrich)

Kissin'

Party Tent: KISSIN' DYNAMITE, 19:00-19:30

Nach dem dsteren Black Metal von NEGURA BUNGET spielten KISSIN' DYNAMITE nur wenig spter ganz andere Tne an. Wer die Teenie-Jungs dem Schwabenland noch nicht kannte wusste sptestens nach dem zum Soundcheck von Hannes angesungenen "All I Care For" (Anm. d. Red: Song von Gotthard) was ihn erwarten wrde: Rock 'n Roll.. Die Jungs rockten dann auch schon um kurz vor sieben die Bhne und starteten mit "My Religion". Leider waren anfangs nur recht wenig Zuschauer zugegen, was sich aber im Laufe des Auftritts ein wenig nderte und somit war das Zelt dann spter auch immerhin halbvoll. Die Rhre von Hannes war echt beeindruckend, ebenso wie seine Souvernitt auf der Bhne, das machen die alten Hasen teilweise auch nicht besser mit dem Anfeuern des Publikums und dem Posen. Soundtechnisch kamen die Jungs ebenfalls fr die Zeltverhltnisse relativ gut rber und so machten Songs wie "I Hate Hip Hop", "You're like a Zombie", "Let's get Freaky" und der Titeltrack zum Album "Steel of Swabia" echt Spa. Auf der Bhne wurde etwas geboten vom Luftgitarrenspiel bis zum maskierten, tanzenden Kerl im rosa Kleid. Ganz offensichtlich hatten KISSIN' DYNAMITE Spa an der Sache und der bertrug sich auch auf einige der Anwesenden, mich eingeschlossen. Schmunzeln musste ich auch bei der Aufforderung von Hannes jetzt endlich alles herauszulassen und noch mal richtig Gas zu geben, da wir ja schlielich auf dem Summer Breeze und nicht in der Oper wren. Statt Werbung fr Merchandise, oder dafr die CD zu kaufen machte der sympatische Frontmann auf die Homepage und Myspace-Seite der Band aufmerksam und lud dazu ein, bei Gefallen einmal vorbeizuklicken, danach rockten KISSIN' DYNAMITE noch einmal zu "Welcome to the Jungle" ( kein G'NR Cover!) (Sabine Jordan)

Ahab

Party Tent: AHAB, 20:00-20:30

AHAB waren einer meiner Hauptgrnde auf das Festival zu fahren. So wahnsinnig wie ich mir erhoffte, diesen unfassbar gewaltigen und schwermtigen Funeral-Doom im Zeichen des weien Wales zu Gehr zu bringen, sollte auch der Gig werden. Urgewaltig, langsam, brechend und zerstrerisch war die Darbietung der Herren. Ganz so, wie AHAB hchstselbst seine Crew in den Untergang ritt, um den verhassten Suger zu Fall zu bringen. Gestartet wurde das Set mit einem tchtig langen Intro, scheinbar direkt aus der ursprnglichen Filmversion entnommen. Dies endete mit gewaltigen Brechern, die gegen das dunkle Zeltdach zu klatschen schienen. Daraufhin enterte die Meute die Bhne und legte mit "The Hunt" erstmal mchtig einen hin. Der melodise Part am Ende dieser zehnmintigen Hassparole auf Blubbertragende Unfische drckte einen frmlich unter Wasser und im Zelt wurde es unglaublich dunkel um diese Uhrzeit. Whale ahead! Als Verschnaufpause wurde ein etwas ruhigerer Song nachgeschoben, der allerdings letztendlich von gigantischen "Old Thunder" vollkommen zermalmt wurde. Mit diesem genialen Gassenhauer verabschiedeten sich die wohlwollend gefeierten Waljger leider bereits in die Nacht und zeigten erneut, dass ein Nebenprojekt durchaus besser sein kann, als die Hauptband der jeweiligen Akteure. Ein solch stimmiges Konzept sucht wirklich seinesgleichen! (Andreas Gricke)

Paradise

Main Stage: PARADISE LOST, 20:45 - 21:45

Der Summer Breeze-Donnerstag war mal wieder ein Triumphzug fr die britischen Gothic-Metaler, denn es stimmte einfach alles. Zwar war die Stimme von Snger Nick Holmes anfangs ein wenig dnn, aber das gab sich im Laufe des Gigs. PARADISE LOST bestachen durch eine groartige Performance und einer exzellenten Light-Show, welche besonders gegen Ende des Sets super zur Geltung kam. Zudem lag dem Ganzen eine gelungene Setlist zugrunde, die eine gelungene Mischung aus alten Hits und neuerem Material bot, wobei die Stimmung natrlich bei den Klassikern berwog. Fr mich mal wieder ein sehr berzeugender Auftritt. (Thorsten Ritter)

Helloween

Main Stage: HELLOWEEN, 22:45 - 00:05

HELLOWEEN sind live eigentlich immer eine Macht und konnten mich bereits whrend der vergangenen Hallen-Tour mehrfach berzeugen, aber wrden sie es schaffen ihrer Headliner-Rolle beim Summer Breeze gerecht zu werden? Diese Frage lies sich definitiv mit einem JA beantworten. Die Setlist variierte leicht von der im Winter absolvierten Tour und cleverer Weise verzichteten die Krbiskpfe auf die Mammut-Nummern und boten ein Hitfeuerwerk der Extraklasse. Egal ob Nummern der jngeren Vergangenheit ("As Long As I Fall", "If I Could Fly") oder die Klassiker der Keeper-ra gespielt wurden, der Fnfer wurde frenetisch abgefeiert. HELLOWEEN boten eine tighte Perfomance voller Spielfreude und man sah den Mannen um Andi Deris und Michael Grokopf sichtlich an, dass sie Spa bei ihrer Arbeit hatten. Einziger Kritikpunkt blieb mal wieder das nach meinem Dafrhalten berflssige Drum-Solo von Dani Lbele. Ansonsten lies der Headliner-Auftritt aber keine Wnsche offen und selbst skeptische oder zweifelnde Zeitgenossen mussten am Ende - wohl eher unerwartet - zugeben, bei etwas ganz Groes teilgenommen zu haben und das HELLOWEEN zurecht die Pole-Position inne hatten. (Thorsten Ritter)

Party Tent: CULT OF LUNA, 01:15 -02:00

War ich anfangs noch etwas unsicher, was die Darbietung der schwedischen Postcore-Heroen CULT OF LUNA anging, war ich nach dem Gig atemlos in deren Wahnsinn aufgegangen. Die Band steht fr ausufernde Sounds der apokalyptischsten Sorte, welche sie auch ergreifend vortrgt. Die Bhne betraten dann solide acht Mann, allesamt fein im Hemdchen hergerichtet. Was dann passierte, kann man dann auch hchstens als endzeitlichen Irrsinn bezeichnen. Von den ersten Takten des Openers "Owlwood" ab, krankten sich die Mnner posend und zuckend quer ber die Bhne. Sie moshten sich die Seele aus dem Leib, whrend sie in vllig verqueren Posen ihre Instrumente bearbeiteten, mal lauter und punkiger, dann wieder in trgerischer Sicherheit melodischer Parts, lediglich ausharrend und lauernd bis zur nchsten gewaltigen Eruption, stets melancholisch oder in Erwartung der Beirufung des absoluten Untergangs. ber das geniale "Ghost Trail" bis hin zu "Following Betulas" krampften sich die Jungs durch ihre berlangen Klanggemlde. Die meisten Titel stammten vom aktuellen Killeralbum Eternal Kingdom und wurden dem entsprechend frisch und spielfreudig in Szene gesetzt, allerdings stets sehr schrg ausgedrckt. Der Hauptsnger beispielsweise war meist komplett versteckt und sprang nur kurz fr seine kranken geschrienen Passagen ans Mikro. Diese seltsame Bhnenatmosphre mit den vllig verzckten Gitarristen war malerisch ausschlaggebend fr meinen Eindruck. Ein absolutes Highlight dieses Festivals, CULT OF LUNA muss man gesehen haben! (Andreas Gricke)

Dark Destruction"

Freitag, 15.08.08 - Tag 3

Pain Stage: DARK AGE, 11:00-11:25

Trotz eines anstrengenden Donnerstags machte ich mich am Freitag rechtzeitig auf, um gegen 11 Uhr den Auftritt von DARK AGE verfolgen zu knnen, auf den ich mich bereits im Vorfeld riesig gefreut hatte. Die letzten beiden Scheiben sind fr mich ein Hammer, blo live hatte ich noch nicht das Vergngen, den Hamburger Fnfer erleben zu drfen. Passend zur frhen Tageszeit lud Snger und Gitarrist Eike Freese daher alle Anwesenden zum Frhstcks-Metal ein und der hatte es - obwohl es leicht regnete - wahrhaft in sich, denn der Moshpit in den vorderen Reihen war bereits recht ordentlich. Die Stimmung war ebenfalls ausgelassen und jeder Song wurde gebhrend abgefeiert. Damit nicht genug flog bei zwei Songs noch Merchandise von der Bhne. Nach 25 viel zu kurzen Minuten war leider schon wieder Schluss, so dass ich nur sagen kann: Daumen hoch fr eine gute und in meinen Augen vllig unterbewertete Band, die hoffentlich bald fters live-haftig in Erscheinung treten wird. (Thorsten Ritter)

Mainstage: HEIDEVOLK, 11:30 - 12:00

HEIDEVOLK boten uns Viking Metal mit Mittelalterklamotten aus Holland mit mittelmigem, zweistimmigen Heldengesang und sehr durchschnittliche Songs, die meiner Meinung nach relativ berflssig waren und keine Stimmung erzeugen konnten und auf der Bhne recht steif wirkten. Irgendwann ist es einfach mal gut mit den ganzen brtigen Kerlen in komischen Klamotten. Das gilt auch fr die spter aufspielenden Eluveitie. Da ist das Ganze noch mehr in Richtung Mittelalter mit Dudelsack und Schunkeltakt gedriftet. Sowas nervte meine Ohren auch von der Merchandise Meile aus! (Thorsten Dietrich)

Painstage: MIDNATTSOL, 12:05 - 12:30

Die Gothic Metal Band MIDNATTSOL haben wir quasi nur durch Zufall gesehen, da der Umbau immer so rasch ablief und wir einfach Bier trinken und quatschend stehen blieben. Die deutsch-norwegische Gothic Band um Carmen Elise Espanaes (Schwester von Liv Kristine - Leaves Eyes) haben neben der Sngerin noch eine Bassistin als Hingucker und die spielen seit 2002 absolut langweiligen und total entbehrlichen Gothic Metal ohne berraschungen, was auch mit einer lahmen Bhnenshow unterstrichen wurde. Die unterirdisch-infantilen Ansagen von Carmen trieben uns dann immer weiter Richtung Ausgang und lediglich Bassistin Birgit lbrunner zeigte Einsatz und schttelte bestndig ihre lange Matte. Das hat aber nicht gereicht um diesen Auftritt gut werden zu lassen. Spter waren beide Damen im Publikum, wobei Carmen im Mini und ganz in wei mit riesiger Sonnenbrille eher nach The Dome bzw irgendeiner Bravo / Viva Show aussah, als sonst was. Seltsame Sache! (Thorsten Dietrich)

3

Mainstage: 3 INCHES OF BLOOD, 12:40 - 13:10

Die meines Wissens zweite kanadische Band auf dem Festival war 3 INCHES OF BLOOD, die mit ihrem eigentlich altmodischen Metal in neuer aggressiv-bissiger Verpackung relativ exotisch auf dem Billing waren. Drei Alben mit Songs ber Orks. Sozialkritische Themen und Schlachten, wobei 2 Snger kreischten und grunzten waren schon fr manche Fans zu nervig. Auf der Bhne war aber nur der pummelige Frontschrat Cam Pipes, eine musikalische Mischung aus King Diamond und altem Rob Halford mit Kutte und Bart zu sehen. Scheinbar hat die Band nicht nur nach der ersten Scheibe eine Menge Bandmitglieder ausgetauscht, denn aus der fast kurzhaarigen Truppe von frher ist eine Langhaartruppe geworden, wo ein Gitarrist fr die zweite derbere Gesangsstimme zustndig war. Ansonsten war auf der Bhne wenig los, da irgendwie der Truppe etwas Ausstrahlung und Charisma fehlte. Der Snger stapfte ab und an ber die Bhne, das Konzert war sicherlich o.k., aber spannend war anders. Highlight: "Deadly Sinner"! (Thorsten Dietrich)

Heaven

Mainstage, EXODUS, 17:00 - 17:50

Die US Thrash Metal Legende EXODUS habe ich noch nie live gesehen und die aktuelle Besertzung mit den Originalmitgliedern Gary Holt (Gitarre) und Tom Hunting (Drums) ist immer noch wert gesehen zu werden, zumal man neben dem langjhrigen Bassisten und Ruhepol der Band Jack Gibbons seit 2005 Lee Altus (Heathen, Die Krupps) in der Band hat. Frontpitbull Rob Dukes vervollstndigt die Truppe und so war ich gespannt auf den Auftritt! Rob Dukes ist stimmlich eine 1-A Mischung aus Paul (RIP) Balof und Zetro Souza, was nicht nur mir gefllt. Ansonsten war der kleine Brllwrfel etwas bewegungsarm und steif, und verzichtete - wie viele Amis - nicht auf die blichen Fuck-Labereien, was mir und anderen aber nicht den Spa an Thrash-Granaten wie "Blacklist" oder "Piranha" nahm. (Thorsten Dietrich)

Mainstage: AS I LAY DYING, 18:45 - 19:45

Die US Youngster AS I LAY DYING sind mit ihrer Mischung aus Metalcore und Death Metal tierisch angesagt. Mit den Jahren haben die Musiker ber Metal Blade gute Alben gemacht und auch an ihren Matten gearbeitet, so dass auf dem Breeze eine agile, bissige und mattenschttelnde Truppe vor mir stand, deren Snger Tim Lambesis Hummeln im Hintern hatte und ber die Bhne fegte, so dass die Band tierisch mitreiend wirkte. Leider waren mir persnlich die Songs nach einer halben Stunde zu gleichfrmig, was aber nicht heien soll, dass die Band mies war. Aber AS I LAY DYING war nicht so meine Baustelle. Den Fans und Crowdsufern vor der Bhne hat es aber gefallen!(Thorsten Dietrich)

Painstage: END OF GREEN, 19:50 - 20:40

END OF GREEN waren der gefeierte melancho-rockige Hammer auf dem diesjhrigen Summer Breeze. Mit der unglaublich durchdringenden Stimme des Herren Huber schnitten die Jungs einen sauberen Bogen quer durch ihr Schaffen, ber nahezu smtliche Platten mit den Hammersongs "Motor" als Opener. Danach folgte eine kurze Studie der neuen Platte, die ebenfalls ein absoluter Killer ist. So sprangen END OF GREEN mehr oder minder frhlich von einem Album zum nchsten, mit stets zielsicheren Zwischenstopps an den momentan perfekten Titeln, so dass sich rockende und gefhlvolle Stcke die Klinke in die Hand gaben. Den einen oder anderen berschwnglichen Patzer des Herrn Huber mgen wir an dieser Stelle verzeihen. Ist es doch so, dass seine Stimme gottgegeben energetisch rberkommt und die suizidalen Themen der Band unglaublich eindrucksvoll auszudrcken vermag. Nach ziemlich emotionalen und auch derb rockenden Minuten lieferten die Jungs mit "Highway 69" und "Death in Veins" zum krnenden Abschluss den gefhlsmigen Kahlschlag dieses Tages. Gratulation zur neuen Platte, man darf weiterhin gespannt sein was diese Kapelle noch zu liefern vermag. (Andreas Gricke)

Mainstage: SIX FEET UNDER, 20:45 - 21:45

Im Dunkel ist gut munkeln und so sehe ich mir nach Jahren mal wieder den unfreundlichen Waldschrat Chris Barnes und seine Truppe SIX FEET UNDER an. Was habe ich Spa gehabt! SIX FEET UNDER spielen Midtempo Death Metal wie jeder wei und rocken live, wenn der Barnes will, wie die Sau. So war es auch hier! Mit den besten Songs der ersten drei Alben plus wenigen guten der spteren, weitaus schwcheren Alben, brachten die vier Amis nicht nur mich in Wallung und hatten eine beachtliche Zuschauermenge vor der Bhne. So unfreundlich wie Barnes (keine Autogramme oder hnliches, wenn Fans ihn treffen) auch wirkte, so bld waren seine Ansagen auf der Bhne. Das typische "Fucker", "Motherfucker"-Gelaber war sicherlich nervig und keine Anrede fr die Fans, die ihm seinen zu groen Cannabiskonsum finanzieren! Fr seine Verhltnisse war der Mann gut drauf und gesprchig. Aber so ist halt der typische Ami, daheim wird alles zensiert und im Ausland darf man dann mal fluchen und Scheie labern. Shut up and play sage ich da nur. Glcklicherweise spielte die Band genug geile Songs und der recht fertig aussehende Barnes rhrte "nett" wie immer. Im Endeffekt war das also ein guter Auftritt!(Thorsten Dietrich)

Kataklysm"

Painstage: KATAKLYSM 21:50 - 22:30

Die franko-kanadischen Death Metaller von KATAKLYSM haben mit den letzten drei oder vier Alben den Ruf einer Chaoscombo abgestreift und sind mit den Jahren zu einer ernstzunehmenden Macht im Metalsektor gewachsen. Live war die Band immens agil, schttelte die Matten und ballerte Hits der groovigen Sorte "Taking The World By Storm" passenderweise ins prall gefllte Publikum. Frontmatte Maurizio zeigte dann auch, dass man als Death Metal Frontmann tausendmal sympathisch rberkommen kann als Chris Barnes! Eingetaucht in rotes Licht und Nebel war die Bhne aufgrund der Menschenmassen selbst fr mich langen Lulatsch schlecht zu sehen und zeigt wie beliebt die Band und wie ausverkauft voll das Festival ist. (Thorsten Dietrich)

Debauchery"

Samstag, 16.08.2008 - Tag 4

Painstage: DEBAUCHERY 11:00 - 11:25

Die Kopie und das Original auf einem Festival! DEBAUCHERY spielen Midtempo Death Metal und klauen seit jeher bei Six Feet Under. Seit einigen Jahren finde ich aber DEBAUCHERY cooler und spannender als der olle Barnes auf CD. Eigentlich besteht die Band nur aus Snger Thomas, der im Studio und Live eine feste Truppe hat, die ihn untersttzt. Whrend im Studio PC69 Bassist und Produzent Dennis Ward viel gemacht hat, ist der ex-Primal Fear Gitarrist Tom Naumann auch live mit dabei! Dabei hat der Mann genauso wie der Rest der Truppe Kunstblut im Gesicht.. DEBAUCHERY rockten, waren gut in Bewegung und Frontmann Thomas gab sich sympathisch. (Da knnte Mr. Barnes was lernen!). DEBAUCHERY waren die ersten auf dem Festival an diesem Morgen, hatten aber auch, nicht wenige Fans vor der Bhne. (Thorsten Dietrich)

Mainstage: JAPANISCHE KAMPFHRSPIELE 11:30 - 12:00

Ein blder Bandname ist das ja schon: JAPANISCHE KAMPFHRSPIELE kurz JaKa ballern eine Mischung aus Death, Hardcore und Grind ins Publikum, wobei die Texte, welche man nicht verstehen kann auf deutsch und recht links sind. Diese werden von Markus Hoff und Martin Freund vorgetragen und sind im Endeffekt nicht der Brller. Hauptsache Brll und Rchel. Wer was blkt wei man im Getmmel auf der Bhne als Zuschauer nicht. Zur Ehrenrettung der Krefelder muss ich sagen, dass sie durchaus ihre Fans hatten und auf CD nicht so nervig sind! (Thorsten Dietrich)

The

Pain Stage: THE OLD DEAD TREE, 12:05 - 12:35

Zur Mittagsstunde legten THE OLD DEAD TREE auf der Pain Stage los, im Hintergrund ein Banner mit Logo und dem Cover von "The Water Fields" und rechts und links flatterten zwei schwarze Lngsbanner auf denen je ein verflochtenen Baumstamm in wei zu sehen war. Auffllig war hier, das in den ersten Reihen mehr Mdels anwesend waren, aber bei den Knppelbands, die den Morgen erffneten war das vielleicht auch nicht unbedingt verwunderlich. Bassist Vincent Danhier war schon zu Anfang zu gelaunt, lachte und grsste das Publikum mit einer freundlichen Geste. Nach dem ersten Song hie uns dann auch Snger Manuel Munoz mit den Worten: "Hallo Freunde, wir kommen aus Paris/Frankreich. Wir sind THE OLD DEAD TREE" willkommen. THE OLD DEAD TREE prsentierten sich schlicht gekleidet und freundlich, aber mit relativ wenigen Worten dem schon recht zahlreich anwesenden Publikum. Einige Songs, so wie z.B. "Dive" vom aktuellen Albun "The Water Fields" wurden dann doch angekndigt. Die Musik von TODT ist eine Mischung zwischen Gothic Rock und Progessive Metal mit teilweise Alternative Anstzen und Death Metal Geschrei, sehr spannend und vor allem schlecht zu kategorisieren. Die klare Stimme von Manuel begeisterte ebenso wie die Tatsache verwunderte, dass so eine kleine, zierliche Person so schreien und den Mund dazu so weit aufreien kann. Manuel, der zustzlich zum Gesang auch noch Gitarre spielte, bewegte sich auch hin- und wieder einige Meter auf der Bhne, oder spielte die Gitarre whrend er sie hochhielt, auerdem schenkte er den Songs durch Mimik und Gestik zustzlichen Ausdruck. Leider war der Sound nicht wirklich gut und es gab fter mal Rckkoppelungen, die nicht so angenehm fr die Ohren waren. Als letzter Song schmettern TODT uns ihren "Knock Out Song" vom Album "The Perpetual Motion" entgegen, bei dem Snger Manuel, Gitarrist Gilles Moinet und Bassist Vincent whrendem dem Spielen in die Luft hpften, was echt witzig aussah. Leider war nach dem Song um 12:30h wirklich Schluss. (Sabine Jordan)

Dismember"

brigens standen whrend des Auftritts von THE OLD DEAD TREE die ganze Zeit Kinder hinten links auf der Bhne, die sich das ganze aus der Nhe ansahen. Wir erfuhren spter, dass es Fhrungen ber das Festival fr die Anwohner gab und, dass alle Anwohner ber 40, sowie Kinder unter 12 in Begleitung der Eltern freien Zutritt zum Summer Breeze Festival hatten. Wir hatten dann auch am Samstag einige ltere Personen gesehen, sogar ein Senioren-Ehepaar! (Sabine Jordan)

Mainstage: DISMEMBER, 15:20 - 16:05

Die schwedische Death Metal Institution DISMEMBER hat immer die Fahne des Metals hochgehalten und konstant guten Death Metal abgeliefert. Rckschlge in Form von Plattenfirmen und Lineupwechseln hat die klasse Band ebenfalls berwunden und auch wenn auf dem Breeze nur zwei Originalmitglieder auf der Bhne standen, waren DISMEMBER eine Macht. Matti Krki ist brtig und seit Jahren ein Pummelchen, wei aber noch immer wie man dismembered. Die neuen Mitglieder waren agil und mit Spa in der Backe dabei. Im Gegensatz zu anderen Bands konnten DISMEMBER sowohl mit alten Hits, als auch mit neuen Krachern berzeugen. Aber eines ist sicher, "Casket Garden" wird immer der Hit der Band bleiben! (Thorsten Dietrich)

Agrypine"

Party Tent: AGRYPNIE, 16:00 - 16:30

Mit AGRYPNIE bringt der Unhold in Form von Torsten, dem Ex-NOCTE OBDUCTA Frontmann, sein neues Projekt an den Start. Nach einem relativ langen Intro sprangen vier Mann in Hardcore-Optik auf die Bretter, dicht gefolgt von der massiv ttowierten Frontsau in Person. Geliefert wurde an dieser Stelle eine krude Mixtur aus Black-Metal, gepaart mit massigen Hardcore-Passagen, mit der die Mannen ihre neue Scheibe "Exit" vorstellten. Die Strukturen waren nicht immer hundertprozentig stimmig, dennoch kam eine gewaltig kalte und aggressive Stimmung durch, die ausgesprochen ausbaufhig und eigenstndig wirkte. Auch die Mischung von Blasts mit den soliden Stampfern aus dem Hardcore-Genre wirkte recht ansprechend auf mich, insbesondere mit den kranken deutschen Texten des Ausnahme-Kreischers. Hier darf man sich sicherlich auf Weitere Brocken freuen. (Andreas Gricke)

Primal

Pain Stage: PRIMAL FEAR, 17:55 - 18:40

Nach einem fast schon Headliner-verdchtigem Auftritt von ENSIFERUM hatten es PRIMAL FEAR im Anschluss erwartungsgem ein wenig schwer, diesen Level zu halten. Die sympathischen Jungs um Snger Ralf Scheepers und Bassist Mat Sinner zogen sich aber mehr als achtbar aus der Affre, denn sie knne auf eine treue Fangemeinde bauen. Die Band berzeugte durch eine agile Performance - von der sich so manche hftsteifen Kollegen eine Scheibe htten abschneiden knnen - so wie eine ausgewogene Songauswahl, bei der sowohl ltere Klassiker als auch Songs des letzten Outputs "New Religion" zum Zuge kamen. Trotz einiger Probleme mit dem Gitarrensound am Anfang des Sets sowie dem hin und wieder zu leisem Gesang war es ein gelungener Auftritt "for the true Heavy Metal Fans" (Zitat: Ralf Scheepers), bei dem der Hhepunkt fr mich mal wieder die Gnsehaut-Ballade "Fighting The Darkness" war. (Thorsten Ritter)

H-Blockx"

Main Stage: H-BLOCKX, 18:45-19:45

Was die H-BLOCKX danach veranstalteten lag jenseits meiner Erwartungen. Ich hatte die Jungs nach den ersten Alben komplett aus den Augen verloren und war mir nicht sicher, was sie anno 2008 noch zu leisten im Stande sind und wie sie beim Summer Breeze-Publikum ankommen wrden.Snger Henning Wehland uerte zu Beginn hnliche Bedenken, da man so gar nicht recht ins Billing passen wollte. Diese Sorgen htte sich die Band aber gar nicht machen mssen, denn es gab einen beachtlichen Zulauf. Sptestens jedoch nach der Aufforderung, eine ordentlich Party zu veranstalten und das mittlerweile getrocknete Heu berall - auch auf der Bhne - zu verteilen, herrschte eine Stimmung, mit der wohl Niemand der Anwesenden gerechnet hatte. Ab dem dritten Song wurde eine nicht enden wollende Heuschlacht veranstaltet, welche selbst die Ordner mit den eingesetzten "Wasserwerfern" nicht verhindern konnte. Es war mittlerweile egal, ob aktuelles Material oder die alten Hits gespielt wurden, die Meute hatte einfach nur Lust zum Feiern. Ich kann daher nur sagen, dass mit den H-BLOCKX live jederzeit gerechnet werden darf und dass sie es immer noch schaffen, ein Crossover-Publikum zu begeistern. (Thorsten Ritter)

Mondfinsternis"

Painstage: Anathema, 00:10 - 01:00

Mit Anathema betraten dann meine Favoriten endlich die Painstage am letzten Abend. Ich war recht gespannt, sind doch leider recht viele Konzerte der Jungs in meiner Nhe ausgefallen oder durch den Bankrott des Wave Gothic Festivals direkt gefhrdet gewesen. Dort habe ich sie auch zuletzt gesehen, also ist das gute acht Jahre her. Die Jungs gingen aber nicht nur auf die Bhne! Nein, sie waren bestens gelaunt, alberten brutal herum und legten eine gewaltige Spielfreude an den Tag. Es war die reine Pracht ihnen zuzusehen und die Setlist lie ebenfalls keine Wnsche offen, ganz im Gegenteil! Vom genialischen "Fragile Dreams" ber "Empty" arbeitete man sich solide zum Natural Disaster-Album vor, hierbei wurden Anathema auch auf der Bhne unglaublich singstark von Lee Douglas untersttzt, die man sicherlich von den Live-DVD's oder dem Judgement-Album kennt. ber dieses Album gingen die Herren direkt zu einer modernen Version von "Sleepless" ber, die gefolgt von "Dying Wish" eine ltere und neuinterpretierte Phase von Anathemas Schaffen durchblicken lie. Besonders interessant kam hier der Basser an den Start, der im Zwischenpart von "Dying Wish" an der Elektro-Stimme tatschlich Textzeilen von "Another Brick in the Wall" ablie. Zuletzt kam noch ein Pink Floyd Cover, tatkrftig untersttzt vom Mad Butcher von Destruction, der Vincent zum Robot-Dance animierte, nachdem er ihm mit dem Hackebeil Prgel angedroht hatte. Alles in allem ein absolut gelungener Gig in hervorragender Atmosphre, nicht zuletzt, da die Herren so dermaen gut gelaunt waren. Ein schner und runder Abschluss fr das diesjhrige Summer Breeze. (Andreas Gricke)

Da das Essen auf dem Festivalgelnde nicht unbedingt gnstig war machen wir uns am Samstag mittag auf in Sinbronn etwas bei einem lokalen Gasthof zu essen. Der Ortseingang war abgesperrt und die freundliche Blondine wollte uns nur widerwillig in den Ort, der nur fr Anwohner und fr den Presse bzw. Sonderticketstand offen war. Als wir sagten, dass wir im Gasthof, den wir beim vorbeifahren am Tag zuvor gesehen haben Essengehen wollten durften wir passieren und so landeten wir beim Gasthof "Goldenes Rssle", wo wir sehr gnstig und ganz deftig - allerdings von einer relativ berschaubaren Auswahl an Gerichten - speisten. Wir hatten Ksesptzle mit Salat - 4, 50 EUR und ein Jgerschnitzel mit Sptzle und Salat zu 5,80! Die Zimmer vom "Goldenen Rssle", so erzhlte uns der freundliche Wirt - sind immer ausgebucht, aber zum Essen kommen nicht so viele in den Ort, obwohl der in Funhe zum Festival ist, was sicherlich auch an der Absperrung liegt und dem Unwissen des Personals dort, dass es dort Gastronomie gibt, die auch gerne etwas an dem Festival verdienen wrde!

Die Zeitplne wurden - wie immer - sehr gut eingehalten. Manche Bands fingen ein paar Minuten eher an und hrten dafr auch etwas eher auf. Aber auf Main und Pain Stage erfolgte der Umbau immer whrend eine Band auf der jeweils anderen Bhne spielte und man musste danach auch nicht warten, bis nebenan die nchste Band spielte. Was mir allerdings sehr negativ aufgestossen ist, ist die Tatsache, dass auf dem ganzen Gelnde viel zu wenig Mlleimer oder Mllscke zum entsorgen seiner Essensreste usw. verteilt waren, was dazu fhrte, dass man seinen Mll halt entweder fallen lassen oder in 100 oder mehr Metern irgendwo einen Mlleimer suchen musste. Gar nicht gut! Auerdem wurden bei der Abfertigung der PKW fr die Zufahrt auf den Campingplatz, natrlich Glasflaschen und leider auch Nutellaglser und hnliches konfisziert. Klar geht Sicherheit vor, aber dann ist es sau doof, dass es wie so oft, dann auf dem Festivalgelnde selbst an einigen Klamottenstnden Met in Flaschen zu kaufen, ganz groe Klasse!!! (Sabine Jordan)



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