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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DEVON GRAVES, DORNENREICH
Ort Frankfurt, Nachtleben
Datum 01.10.2008
Autor Sabine Jordan und Thorsten Dietrich
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Nachdem Leafblade die Tour aufgrund einer schwerwiegenden Armverletzung ihres Gitarristen Sean absagen mussten, durften wir uns ber ein erweitertes Programm von Devon Graves (Dead Soul Tribe) und Dornenreich freuen. Devon Graves Es ging auch gleich recht pnktlich gegen Neun mit Devon Graves los, dem nach eigenen Angaben leider seine Setlist geklaut wurde. Da er zu faul war, sich eine neue zu schreiben, musste er eben ber die folgenden Songs nachdenken. Dornenreich Irgendwie war der Mann auch an dem Abend etwas merkwrdig, sagte er doch auch gleich als erstes, dass er zu Tode erschreckt sei und nicht wsste wieso, er habe jedenfalls Angst. Warum blieb uns verschlossen, vielleicht wegen den ganzen schwarzen Gestalten, die offensichtlich zu Dornenreich angereist waren? Da stand er nun alleine mit seiner akustischen Gitarre und spielte als Opener "Space Odditiy" von David Bowie, inklusive dem von ihm ernanneten inoffiziellen Teil 2 ("Rocket Man" von Elton John als er noch gut war). Es folgten einige Songs von Deadsoul Tribe, wie beispielsweise "Black Smoke And Mirrors" von "A Murder Of Crows" und auerdem schob Mr. Graves 2 Stcke von Psychotic Waltz ein, auf die mit Sicherheit der ein oder andere gewartet hatte. So durfte man "My Grave" von der letzten Psychotic Waltz-Scheibe "Bleeding" genieen, sowie das von Devon Graves mit 18 Jahren geschriebene "I Remember" vom Album "A Social Grace". Auerdem gab Devon - der nur englische Ansagen machte, obwohl er deutsch kann und seit mehr als sieben Jahren in sterreich lebt - noch "Imagine" von John Lennon zum Besten. Vielleicht war Devon Graves unsicher, da er sonst seine Band mit dabei hat. Ich persnlich mochte den letzten Auftritt, bei dem ich ihn mit Deadsoul Tribe gesehen hatte, wesentlich mehr. Da kam mir auerdem auch seine Stimme nicht so penetrant hoch vor, was mich leider an diesem Abend stellenweise etwas verschreckt hatte. Dazu kam noch die Bullenhitze in dem kleinen "Kellerclub" Nachtleben, dabei war es mit vielleicht 80 Personen noch nicht mal richtig voll.

Man hatte immer noch genug Platz zum Stehen und der Weg an die Bar war ebenfalls recht frei, das nderte sich auch bei Dornenreich nicht, die nach einer knappen Stunde Devon Graves und kurzem Umbau - wie in letzter Zeit gewohnt - zu zweit anrckten. Eviga und Inve erffneten den Abend mit "Meer" vom aktuellen Album "In Luft geritzt". Dornenreich Wie immer waren die beiden schlicht schwarz gekleidet und wieder drngte sich mir der Gedanke auf, dass ein Shampoo-Werbevertrag inklusive Belieferung vielleicht mal eine Idee wre. Wichtig ist aber eigentlich nur, dass das Zusammenspiel von Geige und Akustikgitarre die Stimmung der Musik optimal zu den Fans transportiert und das war auch dieses mal wieder der Fall. Die beiden sterreicher tranken Wasser und sorgten stets dafr, dass Ihre Instrumente perfekt gestimmt waren. Die Verstndigung untereinander erfolgte mit Blicken und Kopfnicken. Es wurden leider fast nur Stcke aus dem aktuellen Album, wie "Jagd", "Flgel im Fels" oder "Aufbruch" gespielt. Aber schlielich gab es auch noch einen Titel von "Hexenwind", nmlich "Der Hexe Nchtlich Ritt" und ein ganz neues, noch unbetiteltes Instrumentalstck zu hren, das sich jetzt in seiner Art nicht unbedingt auf das erste Hren von dem bisher gehrten unterschieden hatte. Dann war leider auch schon Schluss, bzw. konnten die Herren fr eine Zugabe in Form von "Reime Faucht der Mrchensarg" von "Bitter Ist's Dem Tod Zu Dienen" aus alten Bandzeiten, noch einmal zurckgeholt werden. Ich war etwas erstaunt, dass schon so frh Schicht im Schacht war, denn der Auftritt dauerte gerade einmal eine knappe Stunde, davon dass das Programm angeblich aufgrund des Ausfalls von Leafblade verlngert wurde, merkte ich nichts! Ich mchte dann nicht wissen, wie kurz das Konzert sonst gewesen wre! Andererseits war der Preis von 12 EUR im Vorverkauf jetzt auch ganz fair und dementsprechend wurde ja schon gewohnte Dornenreich-Qualitt geliefert. Etwas lnger wre aber fanfreundlicher gewesen und ein paar mehr alte Songs wren mir persnlich - auch wenn ich das aktuelle Album mag - sehr recht gewesen, denn so langsam wird's langweilig mit dem Akustikkram.

(Bilder: Britta Stippich)
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