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695 Reviews in der Datenbank
Billing CIRCLE PIT FESTIVAL 2008
Ort Bad Neuenahr-Ahrweiler, Landskroner Festhalle
Datum 21.06.2008
Autor Stefan Fuchs
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Die Sonne brutzelt mir auf die Rbe und das Atmen fllt schwer. Kurz gesagt, es ist scheie hei! Heimersheim an der Ahr. Ein Ort zum wohl fhlen und entspannen aber auch ein Ort, um die Sau raus zu lassen. Schauplatz des ersten Circle Pit Festivals ist die Mehrzweckhalle und der Veranstalter hat sich Line-Up technisch nicht lumpen lassen.

Punkt 18:15 beginnen NEKTRA, die Thrash-Rocker aus Bonn, mit ihrem Programm. Rein musikalisch haben die Jungs alles richtig gemacht. Peitschende Gitarrenriffs und fette Drumpassagen der alten Schule mit zahlreichen Prog-Elementen. Gesanglich wurden meine Erwartungen jedoch nicht so recht befriedigt, da der Gesang gelegentlich opernartige Einlagen zur Schau stellte. Aber das ist ja eine Frage des Geschmacks und ber den lsst sich bekanntlich streiten. Doch der Versuch als erste Band des Abends die Menge vor der Bhne zu begeistern ging leider daneben. Es war nmlich keine da. Schade fr die Jungs.

Nach einer knappen halben Stunde Spielzeit gaben NEKTRA das Zepter an DISCOURAGED, eine Death-Thrash-Metal Band ebenfalls aus Bonn, ab. So langsam konnte man Bewegung in der Menge erkennen. Mit tiefen Growls und melodisch-tdlicher Gitarrenarbeit im Midtempo-Bereich, erinnerten mich die Jungs schwer an AMON AMARTH. Im Ganzen sehr schn dargestellt, versucht die Band immer wieder aufs neue die Zuhrer fr sich zu gewinnen. Ich bin mir sicher, htten DISCOURAGED an dritter oder vierter Stelle gespielt wre vor der Bhne mehr los gewesen.

EAT UNDA TABLE, haben nicht unterm Tisch gegessen sondern alles unter den Tisch gerockt. Die Band, auch aus Bonn, ist etwas schwer einzuordnen. Ich denke Deathcore wrde gut auf ihr Trschild passen. Die Herren haben sich die vorgeglhte Menge zu Nutzen gemacht, um dem Namen des Festivals alle Ehre zu machen. Ein Circle Pit folgt auf eine Wall Of Death und andersherum! Mit einer gewaltigen Ladung Power im Arsch servierten sie den Zuhrern, was sie hren wollten: modernen Metalcore mit einer Prise Death. Auch die Bewegung auf der Bhne war deutlich zu erkennen, was es uns Fotografen nicht leicht gemacht hat scharfe Bilder zu schieen. So muss das sein!

Der Schwei trieft, die Augen brennen und die Kehle schreit um Hilfe. Nun wurde es mal Zeit etwas Luft zu schnappen. Drauen immer noch gute 30C und keine Wolke am Himmel. Dafr war das Bier aber kalt und fr den kleinen Unkostenbeitrag von nur 1,50 € zu haben. Nach knapp 15 Minuten Umbaupause hie es dann wieder "Attention Please"

SAINT SHELTER aus Ahrweiler betreten die brennende Bhne! Hohe Erwartungen werden in diese Band gesteckt, sieht man doch zahlreiche Fans mit ihren T-Shirts in und vor der Halle. Musikalisch erinnerten mich SAINT SHELTER an die alten Werke von TRIVIUM und Co. Saubere Gitarrenperformance, druckvoller Gesang mit gefhlvollen Einlagen fr die weiblichen Fans und ein stets treibendes Doublebass-Gewitter aus der Abteilung Metalcore. Das Publikum in stndiger Bewegung wurde whrend des Gigs noch mit einer Showeinlage der lustigen Art beglckt. Ein rosa Hase strmt von der Bhne in die Crowd und rockt krftig mit. Im Ganzen ein geiler Gig und gefallen hat's wohl jedem, aber irgendwie hatte man das Gefhl alles irgendwo schon einmal gehrt zu haben.

Nach den letzten vier Kapellen musste sich erstmal jeder um seinen Elektroltenhaushalt kmmern, um die Metalgtter des Kreises zu berstehen.
Die Rede ist von HATEDRIVE. Der Fnfer aus dem Hause Death Metal, wohnhaft in Sinzig fackelt nicht lange und fngt sofort nach einem orchestralen Intro an, die Aufmerksamkeit der Menge auf sich zu ziehen. Zeit, um Luft zu holen? Falsche Band! Die brachiale Vielfalt der Combo konnte auf Anhieb berzeugen. Rasiermesserscharfe Gitarrenriffs a la SOILWORK und ein Rohr von Gesang am Mikro, ganz im Stile der Herren von DARKANE. Ein fettes Lob an dieser Stelle geht an Yosh, den brandneuen Drummer der Band, der sein Set wirklich brillant runter prgelte. Neben den bekannten Songs wie "Amen" oder "Stillstand ist der Tod" gab es noch etwas Neues aus der Hasstrieb-Metallschmiede. "Kill me quick", ein gnadenloser Thrasher, der selbst die Crew am Mischpult zum Kopfnicken verleitet hatte. Auch hier wurde wieder zum Tanzen eingeladen. Ein Circle Pit der Extraklasse hat jeden in seinen Sog gezogen. Teilweise hatte ich Angst um meine mden Knochen, denn wie heit es doch so schn: "Wer hat an der Uhr gedreht....."?
Jawohl meine Herren, es ist schon reichlich spt. Wie spt genau kann ich leider nicht mehr sagen, denn wer Spa hat, hat kein Zeitgefhl! Auf jeden Fall war's vor der Halle um gute 5-10 Grad dunkler und alle machen einen geschafften aber zufriedenen Eindruck.

Zeit fr den Headliner!!!
Ladies and Gentlemen, prepare for MACHINEMADE GOD!!! Oder doch nicht? Nein! Die maschinell hergestellten Gtter haben leider absagen mssen, aber was wr ein Circle Pit Festival ohne einen Headliner? Auch wenn wir mit HATEDRIVE schon einen gehabt htten wurden wir mit der Death-Metal-Kapelle MISERY SPEAKS berascht. Die sympathischen Jungs aus Mnster hatten ihr neues Album "Catalogue Of Carnage" mit im Gepck. Der Opener "Sentiment Is Missing" lockte den letzten noch so mden Metaller vor die Bhne. Eine berhmte Band zum Anfassen! Das auf jeden Fall, denn leider war zu dieser spten Stunde bei der Mehrzahl der Gste die Luft raus und somit war ein gemtliches Stehen und Bestaunen direkt an den Fuspitzen der Band mglich! Doch trotz Ermdungserscheinungen des Mobs haben die Jungs immer wieder aufs neue den Defibrillator ausgepackt und Gas gegeben. Die Freude wurde dann gro als die ersten Klnge von "First Bullet Hits" durch die Anlage bretterte. Ein "Klassiker" von ihrem 2006er Debt, der nochmal alle Reserven aktivierte. Technisch einwandfrei und 100 Punkte fr die Sympathie. Ein wirklich gerechtfertigter Headliner!

So, MISERY SPEAKS haben sich verabschiedet, auf der Uhr isses kurz nach und die Kleidung, nass wie frisch gewaschen, wrde wohl beim "an die Wand werfen" kleben bleiben. Ein gelungener Abend mit ordentlich Mett fr die Ohren. Bin gespannt wie das Line-Up fr nchstes Jahr ausfllt.
In diesem Sinne... Keep Metal Alive!



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