Navigation
                
18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing DEATH ANGEL
Ort Kln, Underground
Datum 04.07.2008
Autor Thorsten Schwalbach
>> Als E-Mail versenden

Nachdem der Todesengel uns in den letzten Jahren bei verschiedenen Festivals begeisterte, machten wir uns voller Erwartungen am 04. Juli auf nach Kln zum Underground, um diese Band endlich einmal als Headliner zu sehen. Death Angel Death Angel Und unsere Erwartungen wurden noch bertroffen.
Als wir etwas versptet wegen einiger Staus (die deutsche Urlaubswelle rollt auch nach Norden...) gegen halb neun ankamen, war der Supportact SUPERSOMA gerade fertig. Nach Ohrenzeugen spielten die Jungs Doommetal und haben ungefhr eine halbe Stunde gut abgerockt. Man kann halt nicht alles haben. Bei unserer Ankunft war das Underground, ein nett aufgemachter Club mit Fassungsvermgen von geschtzt 400 Leuten mit angeschlossener gemtlicher Kneipe, eher leer und der Biergarten davor gut gefllt. Whrend der Umbaupause wurde der Laden noch gut voll, wobei er nicht ausverkauft war. Ich denke, es waren gut 300 Nasen, die an diesem Freitagabend mit Thrash Metal das Wochenende einluten wollten.

Gegen neun legten DEATH ANGEL mit dem schnellen "Lord of Hate" vom neuen Album "Killing Season", dem Klassiker "Evil Priest" mit eingngigen Vocal-Lines (...Angel of Death...) sowie mit "Buried Alive", erneut vom neuen Album, direkt gut los. Im letzten Stck glnzte Gitarrist Rob mit einem sehr gefhlvollen Solo, in dem auch sein Wah-Wah intensiv zum Einsatz kam. Es sollte nicht das letzte Solo-Highligt dieses Abends bleiben. Mit den ersten drei Songs zeigten die Jungs schon auf die Marschrichtung ihrer Setlist, bei der das neue Album eindeutig im Vordergrund steht, aber auch die alten Perlen nicht vergessen werden und Stcke aus allen Phasen der Bandgeschichte zum Zuge kommen. So muss es sein.

Nach dem Erffnungsdreier bedankte sich Snger Mark beim Publikum fr das zahlreiche Erscheinen trotz der derzeitigen Festivalsaison. Nette Geste von dem Mann, der im ganzen Konzert zeigte, dass er einer der derzeit charismatischsten und freundlichsten Frontmnner der Szene ist, der sich auch gesanglich keine Blen gibt. Genauso punktete Gitarrist Rob mehr als einmal und berzeugte besonders in einigen Hendrix-lastigen Solopassagen. Auch der zweite Gitarrist Ted, der seit dem Comeback 2003 dabei ist, hat sich perfekt in die Band integriert. Das Zusammenspiel der beiden ist hervorragend und zeigte sich besonders in einigen zweistimmigen Lead-Passagen, die durch gelungenes Stageacting untersttzt wurden. berhaupt war die ganze Band stndig in Bewegung und berzeugte auch optisch.

Death Angel Death Angel

Mit "A Room with a View" wurde dann ein "Act-III"-Song zu einem der Highlights des Abends. Diese Ballade, bei der Rob einen Groteil der Leadvocals bernahm, wurde von Mark als special Song mit dem passenden Zusatz "Friday Night in Cologne" (remember Lucia / diMeola / Laughlin) angekndigt, obwohl die akustischen Passagen auch von Robs E-Gitarre bernommen wurden. Die Nummer wurde vom Publikum sehr gut angenommen und zeigte, dass auch bei derartigen Kick-Ass-Bands zur Abwechslung einige ruhige Tne dem Set sehr gut tun. Der Song "The Devil Incarnate" vom Comebackalbum "The Art of Dying" zeigte ebenfalls, dass es nicht nur schnell sein muss. Bei den schleppenden Teilen dieses Songs wurde die Bhne fast nur mit rotem Licht ausgeleuchtet, was die dstere Atmosphre noch mehr unterstrich.
Aber auch die schnellen Nummern fhrten zu Begeisterung, wie der Klassiker "Kill as One", mit dem DEATH ANGEL nach gut 75 Minuten ihren regulren Set beendeten, oder "Sonic Beatdown", wo wieder deutlich wurde, wie gut sich die neuen Stcke machten. Der eingngige Refrain wurde vom Publikum enthusiastisch mitgesungen.

Nach kurzer Pause kamen die Jungs dann wieder und wurden erneut begeistert empfangen. Als Zugaben kamen zuerst "TUV/Seemingly endless Time" und dann "Steel the Crown" zum Zug. Die rockigen Teile des letzten Songs rissen noch mal so richtig mit und setzten nicht nur bei mir letzte Reserven frei. Nachdem mich der als spontane Jam-Session angespielte Scorpions-Knaller "Dynamite" total begeisterte, war nach ungefhr 105 Minuten und "Thrown to the Wolves" leider endgltig Schluss. Vor dem letzten Song kndigte Snger Mark an, dass die Jungs nach dem Gig noch mit dem Publikum weiter feiern wollten. Er hielt Wort und war spter im Biergarten anzutreffen, wo er mit seiner offenen Art wieder Pluspunkte sammelte.

Das ganze Konzert hat uns insgesamt sehr begeistert, was durch die fairen Merchandise-Preise (T-Shirt 15 €, aktuelle CD 10 €) noch gesteigert wurde. DEATH ANGEL haben gezeigt, dass Konzerte der guten alten US-Bands im kleinen Rahmen immer noch dass beste sind.
Hoffentlich kommen die Jungs bald wieder in das Underground, wir sind bestimmt wieder da.

Setlist:

  1. Lord of Hate
  2. Evil Priest
  3. Buried Alive
  4. Voracious Souls
  5. Dethroned
  6. Carnival Justice
  7. The Devil Incarnate
  8. Sonic Beatdown
  9. Soulless
  10. A Room with a View
  11. Third Floor
  12. Kill as One

Zugaben:
  1. TUV/Seemingly endless Time
  2. Steel the Crown
  3. Dynamite (angespielt)
  4. Thrown to the Wolves
<< vorheriges Review
BRSENCRASH FESTIVAL 2008 - Wuppertal, Brse
nchstes Review >>
JOURNEY, SIEGES EVEN - E-Werk, Kln


Zufällige Reviews