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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing RAGE, EDENBRIDGE & DEZPERADOZ
Ort Juz Live Club, Andernach
Datum 03.05.2008
Autor Torsten Butz
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Ein weiteres Mal beendete eine deutsche Metal-Band ihre Tour im bezaubernden Andernach. Nicht nur GRAVE DIGGER whlten einst den Juz-Live-Club als Location, fr ihren Tourabschluss, sondern auch RAGE entschieden sich zusammen mit EDENBRIDGE und DEZPERADOZ dafr. Der Grund fr diese Entscheidung? Man wei es nicht genau. An diesem Abend war der Club wieder einmal sehr gut besucht: Gste wie Musiker waren in Feier-Laune, speziell die Musiker schienen sehr entspannt, was nicht zuletzt daran lag, da fr sie eine anstrengende Tour zu Ende ging. Sicherlich bestritten sie ihr letztes Konzert auch mit ein wenig Wehmut, hatte man doch schlielich viel Zeit mit den anderen Bands verbracht und so einiges erlebt.
Die deutschen DEZPERADOZ fingen berpnktlichst um 20:00 Uhr an und berraschten mich mit genialem Western-Metal. Tom Angelripper ist einer der Grndungsvter dieser Band, welche bereits ihren zweiten Auftritt in Andernach hatte, allerdings ohne Tom. Der sympathisch auftretende Gitarrist/Snger Alex Kraft, wusste das Publikum schnell auf seine Seite zu ziehen. Die Musik verbreitete gute Laune und auch die Musiker selbst sorgten fr einige Lacher in der Menge. Wie Geschosse wurden Plektren quer durch die ganze Halle geschnippt, haben aber meines Wissens nach keine Verletzungen verursacht. Auf Alex Frage hin, wie viele Personen denn die aktuelle Platte ihr Eigen nennen wrden, meldete sich leider nur eine klgliche Anzahl der Besucher. Nach dem Aufruf es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen, erhhten sich die Verkaufszahlen innerhalb weniger Sekunden um ein Vielfaches. Songs wie "Marsh Of Destiny" sind wahre Stimmungskanonen und werden nicht nur mich dazu ermutigt haben, sich mit mehr Material von DEZPERADOZ auseinander zu setzen. Krnender Abschlu des gelungenen Gigs war ein Cover von DEM Country- und Western-Song schlechthin: "Ghostriders In The Sky". (Torsten B.)

Dezperadoz Dezperadoz

Nach einer unglaublich kurzen Umbaupause, begrte EDENBRIDGE aus sterreich die Meute. Zu diesem Zeitpunkt war die Halle leider nur mig gefllt, was wohl daran gelegen haben muss, dass zu viele Personen zwischen den Auftritten dringendst ihren Nikotin-Haushalt ins Gleichgewicht bringen mussten. Kaum waren jedoch die ersten Klnge dieser Band ertnt, strmten die Gste wieder herein und die Halle fllte sich. Der Symphonic-Metal von EDENBRIDGE liegt im starken Kontrast zu den anderen beiden Bands und ldt zumindest mich eher zum stillen Hren ein. Zwei Songs benannt "Evermore" und "My Earth Dream" blieben mir jedoch gut im Gedchtnis, nicht zuletzt aufgrund ihrer charakterstarken Melodien. Sabine Edelsbacher verzauberte mit ihrer zuckersen Stimme und verlieh den Songs das gewisse Etwas. Auch die anderen Bandmitglieder konnten durch ausdruckstarkes Spiel und filigraner Gitarrenarbeit punkten. Da es nun mal das letzte Konzert der Tour war, drfen auch die blichen Spchen die die Bands traditionell machen, nicht fehlen: DEZPERADOZ erschienen mit um den Nacken liegenden Handtchern auf der Bhne und, man mag es gar nicht glauben, ntigten die anderen Musiker zum Genuss von Alkohol. Skandals. (Torsten B.)

Dass es RAGE heute Abend nicht sonderlich schwer haben wrden das Publikum zu begeistern, war durchaus abzusehen. Zum einen hatten die Jungs eine Art Heimatbonus, zumindest auf die regionale Herkunft Peavys bezogen, und zum anderen handelte es sich um den Abschlussgig der Tour. Sowas zieht natrlich willige und feierwtige Headbanger an, und dem entsprechend wurde das Trio auch abgefeiert. Zum Einstieg gab es mit "Carved in Stone" und "Drop Dead" direkt zwei Nummern von der aktuellen Platte und man merkte sofort, dass die Jungs trotz Tourabschluss noch absolut motiviert und mit Spa bei der Sache waren. Der Sound war natrlich erste Sahne, Victors Gitarrenspiel wieder mal nicht von dieser Welt und der Gesang des gut gelaunten Frontmanns einwandfrei. Wenn mich nicht alles tuscht, so war es der 31. Gig der "Carved in the Road"- Tour und dafr stimmte die Performance bis ins kleinste Detail. Mit "Days of December" und "Refuge" und einigen weiteren Nummern bediente die Combo zwar auch Fans der Vor-Victorianischen-ra, das Hauptaugenmerk der Setlist lag natrlich auf Songs der neueren Zeit.




Edenbridge Edenbridge

Hhepunktverdchtig ging es bei den Gastauftritten von Jen Majura whrend "Lord of the Flies", "Dies Irae" oder zum Schluss bei "Straight to Hell" zu. Die Frau kann nicht nur wirklich gut singen, sondern zupft auch nicht schlecht die Saiten und macht auf der Bhne eine sehr passable Figur. Letztgenannter Track wurde nmlich im Quartett dargeboten und rockte als Abschluss des Gigs mit zwei Klampfen recht berzeugend. Alles in allem war es ein wirklich gelungener Auftritt der Band und bei mehr als anderthalb Stunden Spielzeit kamen so ziemlich alles Fans auf ihre Kosten. Ich fr meinen Teil habe zwar auf mehr Material der "Speak of the Dead" Platte gehofft, weil diese gerade gitarrentechnisch einfach unschlagbar ist. Aber auch bei den gebotenen Songs gab es genug Gelegenheiten Victor auf dir flinken Finger zu gucken. Was etwas nervte, waren die stndigen und wenig Anklang findenden "Victoaaaa, Victoaaaa" Rufe der etwas bereifrigen weiblichen Groupies in unserer Nhe. Aber naja, geil war es trotzdem! (Marek)

Sehr witzig war auch bei RAGE wieder der Auftritt von DEZPERADOZ, die es sich nicht nehmen lieen, RAGE standesgem in Wild-West Manier zu berfallen und auch diese zum Alkohol-Genuss zu drngen! Ein sehr gelungenes Konzert, mit dem sich das Juz-Team in die verdiente Sommer-Pause verabschiedet und mit dem Summers-End-Open-Air im August zurckkehrt. (Torsten B.)

Fotos: Marek Schoppa

Setlist DEZPERADOZ:

Intro (As a Judgement)
Hate
Days Of Thunder
Dust Of History
OK Corral
Riders On The Storm
March To Destiny
Rattlesnake Shake
Ghostriders In The Sky

Rage Setlist RAGE Rage

Carved in Stone
Drop Dead
Under Control
Soundchaser
Days Of December
Refuge
Lord Of Flies
Dies Irae
Beauty
One More Time
Lost In Void
No Regrets
Guitar Solo (Mu sein)
Unity
Down
Set This World
Drum Solo (Mu auch sein)
Long Hard / Higher / Winter
Open Grave
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