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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing KAMELOT, FIREWIND, FOREVER SLAVE
Ort Saarbrcken, Garage
Datum 10.04.2008
Autor Matthias Decklar
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Nach der wirklich tollen Livescheibe "One Cold Winter's Night" und dem Genuss der dazugehrigen DVD war ich sehr gespannt, ob KAMELOT diesen Eindruck im normalen Touralltag werden halten knnen. Nach einigen Terminen im britischen Knigreich enterte das Billing Festland und fand sich an einem regnerischen Aprilabend in der saarlndischen Landeshauptstadt ein.

Die Unsitte, dass der Opener vor dem angekndigten Beginn bereits die Bhne wieder verlassen hat, war auch bei dieser Tour an der Tagesordnung und FOREVER SLAVE spielten bei meinem Eintreffen um kurz vor acht bereits den letzten Song. Da man sich aber untereinander kennt, wurde mir von fachmnnischer Seite bescheinigt, dass die Band einen engagierten Gig absolvierte, aber noch etwas Luft nach oben hat, was die Liveumsetzung der Gothic angehauchten Songs angeht.

Firewind Kamelot

Ungeduldig wartete ich dann auf FIREWIND. Die Griechen haben mittlerweile eigentlich nur starke Alben im Gepck und man durfte gespannt sein, ob die Sdlnder vor KAMELOT bestehen konnten.
Der Einstieg war etwas verhalten und die Band kam nicht gleich auf Touren. Platz war auf alle Flle genug auf der gerumigen Bhne, auch wenn das KAMELOT-Schlagzeug bereits im Background aufgebaut war.
Die Fans in der Garage waren auf alle Flle bereit eine geile Metalparty zu feiern und nahmen die Griechen mit offenen Armen auf. Positiv auffllig war der extrem knallige Schlagzeugsound von Marc Cross, der wirklich Metal war. Insgesamt war es aber viel zu laut und wenn selbst mein Ohr schmerzt, was selten vorkommt, ist die Grenze des guten (lauten) Geschmacks lange berschritten. Von der Songauswahl her versuchte man einen gesunden Mittelweg zwischen Klassikern und Songs des aktuellen Albums "The Premonition" zu finden, wobei man sich natrlich, wie immer, ber die Klassikerauswahl streiten kann. Highlights meinerseits waren natrlich "Falling To Pieces" und das grandiose "Between Heaven And Hell". Snger Apollo Papathanasio konnte mich nicht ganz berzeugen, denn auf den Platten kommt seine Stimme krftiger und voller rber. Gus G. ist natrlich ein absoluter Ausnahmegitarrist, aber auch er hat dann zu kmpfen, wenn die Soundabstimmung nicht ganz passt. Letztendlich waren die Gesichter der meisten Besucher aber zufrieden, wenn auch nicht restlos von FIREWIND berzeugt.

Setlist FIREWIND:

  • Into The Head
  • Head Up High
  • Mercenary Man
  • Circle Of Life
  • Falling To Pieces
  • Insanity
  • Between Heaven And Hell
  • I Am The Anger

Nach der halbstndigen Umbaupause schaute ich beim einsetzenden Intro mal in die Runde und wrde die Anwesenden auf gut 400 schtzen. Eine schne Zahl fr KAMELOT, wobei sich herausstellen sollte, dass nahezu alle Metallians auch tatschlich gekommen waren, um Khan und seinen Rittern zu huldigen. Den Platz am Keyboard hat mittlerweile DORO-Gitarrist und Tastenmann Oliver Palotai inne, der rein optisch einen grandiosen Gegenpol zum kurz gehaarten Fronter darstellt und der Band mit seiner Ausstrahlung sehr gut tut. Im Gepck hatten KAMELOT die aufgemotzte Version des "Ghost Opera"-Albums, wobei klar ist, sollte die Multi-Kulti-Truppe kein Album mehr rausbringen, htte sie gengend Material, um eine Headliner-Show zu fllen. Kamelot Kamelot Nach dem obligatorischen Geigen-Intro legte die Band mit "Rule The World" einen standesgemen Beginn hin und das Publikum fra Snger Khan sofort aus der Hand. Der Sound war pltzlich optimal und die massiven Lautstrkenprobleme von FIREWIND gehrten der Vergangenheit an. Die gerumige Bhne der Garage wurde von der Band voll genutzt und war whrend des gesamten Gigs in wunderschnes abgestimmtes Licht getaucht. Basser Glenn Barry und Thomas Youngblood an der Gitarre hatten ebenso Lust auf die Show wie das Tier hinter den Drums, Casey Grillo. Das Ganze wirkte wie aus einem Guss und die Stimmung unter den Fans stieg von Song zu Song. Der Bombast Metal von KAMELOT kommt live auf alle Flle noch ein paar Spuren besser, wie auf den Alben, was natrlich auch in erster Linie an der herausragenden Stimme von Khan liegt, der sich keine Ble gab und jeden Ton perfekt traf. Auf die stimmliche Untersttzung von EPICA-Sngerin Simone musste die Band leider verzichten, aber auch der Ersatz war vom Feinsten und bot sowohl optisch wie stimmlich eine perfekte Show. Am meisten abgefeiert wurden natrlich die Smasher "Center Of The Universe" und "Forever", sowie "The Black Halo" und "Karma".
Nach knapp zwei Stunden ging wohl keiner der Garagenbesucher unzufrieden heim und mich haben KAMELOT absolut berzeugt. Das war eine Liveshow, die jeden Euro wert war.

Setlist KAMELOT:

  • Solitaire
  • Rule The World
  • When The Lights Are Down
  • Soul Society
  • Pendulous Fall
  • Center Of The Universe
  • Abandoned
  • Descent Of The Archangel
  • The Human Stain
  • The Haunting
  • Eden Echo
  • Key Solo
  • Forever
  • Ghost Opera
  • Don't You Cry
  • Karma
  • March Of Mephisto

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