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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing HEADBANGER'S NIGHT V
Ort Nanzdietschweiler, Kurpfalzhalle
Datum 15.03.2008
Autor Thorsten Dietrich
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Die Headbanger's Night ist eine von diesen Veranstaltungen, wo ich hingehen muss, da die Rahmenbedingungen einfach geil sind! Eine Sporthalle in der Pampa nhe Kaiserslautern, dazu gnstige Eintritttspreise von 13 € Abendkasse und jede Menge nette Leute! An diesem Abend kamen locker ber 400 Zuschauer, was manche Touren bekannter Acts wie U.D.O., PRIMAL FEAR oder BRAINSTORM in dieser Zeit nicht immer vorweisen knnen.

Destination's Calling Destination's Calling

Diesmal kamen wir leider erst um 19.45 h in Nanzdietschweiler an. Die sddeutschen Melodic Power Metaller DESTINATION'S CALLING waren schon mit dem halben Set rum, da sechs Bands wohl einen recht straffen Zeitplan erforderten. Das Quartett unterhielt gut 120 Fans, die schon um diese frhe Zeit da waren, mit den Hits ihres ersten Albums "Invisible Walls", was ja zahlreiche Ohrwrmer in Petto hat, Durch den zweistimmigen Gesang des Gitarrenduos Christian Grter (Leadstimme) und Markus Gller konnte die Band auch punkten. Da beide Gitarre spielen und singen mussten, war die Bewegung natrlich etwas eingeschrnkt.
Insgesamt ein kurzer, aber guter Auftritt.





Setlist DESTINATION'S CALLING:

  • Turning Away
  • Sinthetic
  • Fallen From Grace
  • Invisible Walls
  • Disconnected
  • Trapped In Silence
  • Walls Of Babylon
  • Destination's Calling

Etwas mehr Fans hatte die lokale Band BAD NAME. Wenn ich ehrlich bin, habe ich von den Jungs noch nie gehrt und wenn ich noch ehrlicher bin, sollten sich die Jungs um den bulligen Frontmann Markus Steilinger in Bad Outfit umbenennen, da die Mischung aus Bikerweste, Schottenrock, Plauze und Brstenhaarschnitt schon etwas gewagt war. Bad Name Bad Name Sympathisch finde ich den Kampfgeist der Truppe dann schon. Da BAD NAME normalerweise eine Coverband sind, und auf der "Headbanger's Night" unbedingt spielen wollten, mussten sie laut Veranstalter eigene Songs anbringen. Daraufhin legte die Band eine mehrmonatige Pause ein und kam mit eigenen Songs zurck. Diese Lieder waren eine Mischung aus Biker Rock und Metal. Im Endeffekt gar nicht so bel, aber auch nichts Besonderes. Nett war die HAMMERFALL-Nummer "Riders Of The Storm", wogegen die 1000. Coverversion von PRIESTs "Breaking The Law" mehr als berflssig war. Whrend die gesamte Band durchaus Biss zeigte und gute Resonanzen erzielte, wirkte der Bassist eher wie ein Finanzbeamter den man als Ersatz und Platzhalter auf die Bhne geholt hatte. Seltsam!





Setlist BAD NAME:

  • Don't Play With Fire
  • Made Of Steel
  • Riders Of TjeStorm
  • Run
  • Sense Of My Life
  • Alone In The Dark
  • Breaking The Law
  • Demon Eyes

Die heimlichen Headliner aus dem Saarland, POWERWOLF kamen, sahen und posten wie die Hlle! Dadurch war der Sieg sicher. Die Tatsache, dass Shirts aller Art fr 10 € und Kapus fr superfaire 20 € vertickt wurden, machte nicht nur die Bandkasse voll und den Merchstand leer, es zeigt auch, dass die Band nicht so geldgeil ist, zumal auch die Qualitt meines Pullovers zu stimmen scheint. Powerwolf Mit zwei tollen Alben in der Hinterhand, reichlich rotem Licht, Backdrops und auf der Bhne stehenden Bannern wurde mchtig Atmosphre erzeugt. Frontwolf Attila Dorn unterhielt die austickenden Massen mit seinem falschen Deutsch und musste das eine oder andere Mal aufpassen, dass sein rumnischer Dialekt nicht flten ging. Die Brder Greywolf (hhh) an den Gitarren posten auch wie die Hlle und lieen ihre Matten natrlich durch Ventilatoren umpusten. Keyboarder Falk Maria Schlegel rannte gerne an den Bhnenrand, um die Fans anzufeuern und somit waren die Saarlnder jetzt schon Reif fr die Headlinerrolle! Wer Ohrwrmer wie "Saturday Satan" hat braucht sich um nichts sorgen zu machen. Nchstes Jahr kommen die Wlfe sehr wahrscheinlich wieder!

Setlist POWERWOLF:

  • We Take It From The Living
  • Prayer In The Dark
  • We Came To Take
  • Saturday Satan
  • Lucifer In Starlight
  • In Blood We Trust
  • Mr. Sinister
  • Vampire's Don't Die
  • The Kiss Of The Cobra King
  • Lupus Dei
  • Mother Mary

Bei den Veranstaltern "Metalheads Remigiusland" stehen italienische Bands wie DARK HORIZON hoch im Kurs und so verwundert es nicht, dass die italienischen Symphonic Metaller THE DOGMA fr den fnften Streich engagiert wurden. Das Quintett macht fr die sonst so traditionellen Metalheads eigentlich einen recht ungewhnlichen Sound, so eine Mischung aus THERION meets POISONBLACK mit einem Schuss Hard Rock. The Dogma The Dogma Zwei gute Alben in der Hinterhand und eine Tour im Vorprogramm von LORDI sorgten durchaus fr einige Fans. Der gutaussehende Frontmann Daniele Santori hat nicht nur bei den Mdels Schlag, er trifft auch die Tne, hat die richtigen Posen und die dazu passende Portion Theatralik. Der Rocker der Band in Lederweste und Hose ist Gitarrist Cosimo Binetti. Snger, Drummer und Keyboarder haben recht einheitliche Klamotten mit leichtem Gothictouch, whrend besagter Cosimo und der Bassist Andrea "Masso" Massetti etwas aus dem Bandgefge bezglich des Outfits ausgebrochen sind. Bassist Masso sieht mit seiner verwaschenen, schwarzen Stretchjeans, dem alten, schwarzen Shirt, wo ein Arm fehlt und dem Ziegenbart eher nach dreckigem Death Metal oder Thrash als nach Power meets Gothic Metal aus. Der bruchte mal eine Typberatung.
Auch wenn die Band gut ankam, hatten POWERWOLF jedoch bessere Resonanzen, was auch an der geografischen Lage der Wlfe liegen kann. THE DOGMA steigerten sich jedoch von Song zu Song und hatten die Ohrwrmer ihrer beiden Alben geschickt in die Setlist eingebaut. Der Rausschmeisser war dann der Rocker und Superhit "In The Name Of Rock", mit dem THE DOGMA ihren Wurzeln huldigten.
Fazit: Sympathische Band, die jederzeit wieder in unsere Breitengrade kommen kann!

Setlist THE DOGMA:

  • She Falls On The Grave
  • Wicked Angels
  • Bitches Streets
  • A Good Day To Die
  • Riding The Dark
  • Angel In Cage
  • Queen Of The Damned
  • I Want Out
  • Black Roses
  • In The Name Of Rock

Je spter der Abend umso heftiger die Gste! AGORAPHOBIA waren eine Knppelband mit zwei Sngern, die besonders das junge Publikum angesprochen haben und mit ihrem Bastard aus Metalcore, Thrash und Death Metal die hrteste Band des Abends darstellten. Agoraphobia Agoraphobia Ich stehe eigentlich auf solche Sounds, jedoch waren die Songs an sich nur Durchschnitt und die Performance etwas zu lasch. Die Musiker mssen ja nicht posen wie KISS, aber sowas von lasch wie die Instrumentalfraktion da ber die Bretter schlich, muss es dann auch nicht sein. Die beiden Snger waren dann auch nicht der Bringer und brllten recht eindimensional ihr Zeug runter. Da htte man auch nur einen Fronter gebraucht... Ich bin dann auch nach fnf Songs nach Hause gefahren. Es war schon lange und der Heimweg war weit.





Setlist AGORAPHOBIA:

  • With A Smile
  • The Bait
  • The End Of Silence
  • Fed Up
  • Davidian
  • 666
  • Misanthropist
  • Unbreakable
  • Sick
  • Sometimes
  • Among The Living

Motrdead

Augen-und Ohrenzeugen zu Folge waren MOTRDEAD ganz ordentlich und haben die 120 Zuschauer zur spten Stunde wohl nett mit den Hits von Lemmy & Co raus gefegt. Wenn ich ehrlich bin, war es mir eine Band zu viel und ich htte mir lieber paar Songs mehr vom Headliner gewnscht. Vielleicht merzen die Veranstalter diesen einzigen "Fehler" 2009 bei der wieder im Mrz stattfindenen HBN VI aus. Wir sind auf jeden Fall wieder mit dabei!


Setlist MOTRDEAD:

  • Ace Of Spades
  • Eat The Rich
  • No Voices In The Sky
  • Iron Fist
  • Orgasmatron
  • Death Or Glory
  • Killers
  • Overkill
  • (Zugabe nochmal Ace Of Spades)

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