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696 Reviews in der Datenbank
Billing HOUSE OF LORDS, WEENA, NASTY RIOT
Ort Langen, Stadthalle
Datum 22.03.2008
Autor Thorsten Dietrich
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Als ich am Ostersamstag in die Stadthalle Langen marschierte, fiel mir auf, dass in der Vergangenheit Ostern einige Festivals in Sachen Metal gelaufen sind. 2008 sieht das irgendwie mau aus und auch in der abgeteilten kleinen Stadthalle kamen fr die US-Truppe und Hard Rock Ikonen House Of Lords vielleicht 150 Besucher und das an einem Samstagabend!

Zuvor rockte ab 20.30 der lokale Act Nasty Riot. Vier Kerlchen auf dem Poser-Rock Trip amsierten durch schlimme Frisuren, enge Jeans, etwas Schminke und einen Snger, der tierisch auf Axl Rose (plus seine Tanzschritte )und anderen Ikonen des Sleaze Rock stand. Nasty Riot Nasty Riot So prsentierte man eine Mischung aus Faster Pussycat, LA Guns und Mtley Cre die irgendwie die meisten Zuschauer kalt zu lassen schien. Das animierte den Frontmann dazu sich Wasser ber den schmchtigen Krper zu gieen, Mitsingspielchen zu starten und er hpfte sogar ins Publikum. Der Einsatz hatte aber nicht viel gebracht und wirkte oft arg berzogen. Ich fand das Quartett mit den drolligen Pseudonymen Diamond Flow Vox, Sven Spacebrain - Guitar,Vox Hardy "Wild" Heart Bass,Steve Trash Drums!!) aber recht amsant und unterhaltend. Sicherlich passten die durchaus passablen Songs nicht so richtig zu den Lords, aber da wusste ich noch nicht, welche Band danach folgen wrde

Nach einer etwas lngeren Umbaupause, die wohl auf Soundprobleme zurck zu fhren war, kamen dann Weena aus Rheinland-Pfalz. Bei den dunkel gekleideten Musikern hatte ich auf Gothic Metal oder Melodic Metal getippt, doch als dann eine arg dnne ltere Frau mit Kopfmikro auf die Bhne kam dachte ich zuerst an eine Gastsngerin oder Backgroundsngerin. Leider meinte diese Frau, sie wre die Hauptsngerin der Band und trllerte fortan mit schriller Opernstimme, verschiedenen Bhnenoutfits, die an ein Theaterstck erinnerten und lcherlich wirkten, die gesamte Spielzeit das Publikum aus der Halle! Einige Leute flchteten schon whrend des ersten Songs, viele folgten mit schmerzverzerrtem Gesicht spter, whrend die Band mit Spa in den Backen und miesem Sound reichlich belanglosen Dark / Gothic Metal zockte. Da die Band selbst einige Fans (oder Verwandte?) mit gebracht hatte und einige Zuschauer wohl aus Angst gelhmt waren, wurde es nicht komplett leer vor der Bhne.

Spter erfuhr ich dann, das Ausma dieses Fiaskos, denn diese Band begleitet die ganze House Of Lords Tour. Herzlichen Glckwunsch! Da htten z.B. Frontiers Records, das Label der Headliner sich besser mal einschalten sollen und eine hnlich gelegene Band aus ihrem groen Stall mit auf die Reise senden sollen. Auf mich hrt ja eh keiner!

Nasty Riot Nasty Riot

Nach dem Grauen fllte sich die Halle wieder und ich war sehr gespannt auf die Lords, deren aktuelles Album Come To My Kingdom schlielich allererste Sahne ist! Das Quartett um den dicken Frontmann James Christian hatte von Anfang an Spa in den Backen. Christian sah mit seiner Prinz Eisenherz Frisur und dem Leibesumfang wie Jon Oliva in den 80ern aus und hatte immer ein nettes Wort und ein Lcheln fr die Fans. Der optisch zu Savatage passende Barttrger und Man in Black an der Gitarre, Jimi Bell war eher zurckhaltend und auf sein Spiel konzentriert, dabei stand er etwas schief also Richtung linke Wand was nicht so toll war. Die ordentlichen Backings schaffte er mit Bassist und Drummer souvern. Mit der Spielzeit und durch die Animation von James Christian ging Bell dann auch etwas aus sich heraus und bewegte sich etwas auf der Bhne. Das Solo war dann aber nicht so spannend, dafr aber kurz. Bassist und optischer Jungspund Chris McCarvill wippte ordentlich von links nach rechts oder umgekehrt mit den Hften, bewegte sich ansonsten aber im berhmten Bierdeckelradius und klebte am Mikro. Nasty Riot Nasty Riot Sicherlich war die Bhne nicht gro, aber so sah Chris zwar sympathisch, aber auch etwas hftsteif aus. Musikalisch gab es dann nichts zu meckern. Der letzte im Bunde, Schlagwerker B.J. Zampa zeigte, dass auch mit kleinem Drumkit ordentlich Bumms gemacht werden kann, sang ein paar Backings und spielte des fteren mit den Stcken in der Luft. Sein Dauergrinsen, was den anderen Bandmitglieder brigens auch nicht fehlte, war wohl ernst und nicht gespielt, die Jungs hatten Spa. Das Drumsolo war dann eher ein Drumsong mit Keyboarduntermalung. Interessant zu schauen und hren, so dass ich nicht wie bei anderen Bands pinkeln ging! BJ rief den ganzen Gig glaube ich die Keys per Laptop ab. Bei der Songauswahl kann ich nicht so mitreden, da ich nur das neue Killeralbum Come To My Kingdom und den Oldie Demon Down besitze. Von erstem wurden mehrere von letztem glaube ich ein Song gespielt.

Nach fast 100 Minuten war es drauen am Schneien und wir fuhren deshalb um 0.20 h im Schneegestber heim, whrend die House Of Lords noch spielten. Mensch die htten echt mehr Fans verdient!


Fotos: Stephan Hoidn (FFM Rock)
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