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20. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing SYMPHONY X, CIRCUS MAXIMUS, DREAMSCAPE
Ort Frankfurt, Batschkapp
Datum 20.02.2008
Autor Thorsten Ritter
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Nachdem sich SYMPHONY X in den letzten Jahren live doch ein wenig rar gemacht haben, beehren sie uns - nach dem fulminanten Auftritt im Vorprogramm von DREAM THEATER vergangenen Herbst - innerhalb krzester Zeit erneut und dieses Mal auch verdienterweise als Headliner.
Die Spannung und Erwartung meinerseits ist entsprechend gro, denn bei besagtem Konzert in der Jahrhunderthalle spielte SYMPOHNY X das Traumtheater - vor allem was die Spielfreude anbelangt - gnadenlos an die Wand.

Circus Maximus Dreamscape

Zuerst hat allerdings die deutsche Formation DREAMSCAPE gegen 20.45 Uhr die Aufgabe, eine gut gefllte Batschkapp auf den heutigen Abend einzustimmen. Die Publikumsreaktionen sind dann auch ganz ordentlich, aber mich kann der 30 Minuten Auftritt der Band nicht mitreien. Die Musik geht sicherlich in Ordnung, wobei mir der gewisse Wiedererkennungswert fehlt, um berzeugen zu knnen. Dies kann auch der theatralische Gesang vom bewegungsfreudigen Snger Mischa Mang nicht ndern.

Wesentlich ambitionierter gehen dann im Anschluss CIRCUS MAXIMUS zu Werke, auf die ich bereits letztes Jahr - damals im Vorprogramm von QUEENSRYCHE - aufmerksam geworden bin. Die Norweger sind eine deutlich hrbare Steigerung zu DREAMSCAPE, denn die komplexen und teils melancholisch angehauchten Songs gehen direkter ins Ohr und eine emphatische Vorstellung des Fnfers tut ihr briges. So verwundert es nicht, dass die Band nach knapp 40 Minuten unter Zugabe-Rufen verabschiedet wird.

Als nach einer 30 Minuten Umbaupause gegen 22.50 Uhr das Intro "Oculus Ex Inferni" ertnt und die Herren Allen, Romeo, Pinella, Rullo und LePond die Bhne entern, gibt es im Publikum kein Halten mehr. Mit "Set The World On Fire" vom aktuelle Output "Paradise Lost" erffnen SYMPHONY X dann ihren Set, gefolgt von weiteren Perlen dieses Albums, welches auch den Hauptbestandteil des heutigen Konzerts bildet.
Endlich kommen alle Anwesenden in den Genuss einer Lehrstunde in Sachen Prog-Metal par Excellenze. Gittarist Michael Romeo wei mit seinem technisch versierten und stets songdienlichem Spiel zu gefallen und Snger Russell Allen berzeugt mit seiner unverwechselbaren Stimme (auch wenn hier und da der Gesang ein wenig zu leise rberkommt) sowie einer engagierten, schweitreibenden Performance.
Symphony X Symphony X Keine nervigen, minutenlangen Instrumentale whrenddessen der Snger die Bhne verlassen muss, keine Solo-Frickeleien, die dem Publikum die spielerische Klasse beweisen soll; bei SYMPHONY X stehen die Band und die Songs im Vordergrund. Die Musiker harmonieren als eine Einheit, wobei das Hauptaugenmerk sicher auf dem Duo Romeo/Allen liegt.
Nach 75 uerst kurzweiligen Minuten ist der Hrgenuss leider auch schon beendet, aber fr zwei Zugaben kommen die Amerikaner erneut zurck und entlassen die zufriedenen Fans in den nchsten Tag.
Einziges Manko des ansonsten grandiosen SYMPHONY X-Gigs sind die nervenden Rckkopplungen, welche sich dummerweise durch den kompletten Set ziehen.
Desweiteren htte ich mir noch den ein oder anderen Klassiker in Form von "Out Of The Ashes" (welcher brigens auf der Setlist stand) und natrlich "The Accolade" gewnscht. Diese sind vielleicht das nchste Mal mit im Gepck, denn es wurde das Versprechen gegeben, Ende dieses Jahres erneut nach Deutschland zu kommen. Ich bin dann jedenfalls wieder mit von der Partie und freue mich daher auf ein baldiges Wiedersehen.

Setlist SYMPHONY X:

  • Oculus Ex Inferni
  • Set The World On Fire (The Lie Of Lies)
  • Domination
  • The Serpent's Kiss
  • Masquerade
  • Paradise Lost
  • Babylon
  • Death Of Balance/Lacrymosa
  • Inferno (Unleash The Fire)
  • Smoke And Mirrors
  • Eve Of Seduction
  • Revelation (Divus Pennae Ex Tragoedia)
  • Evolution (The Grand Design)
  • Sea Of Lies

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